Beliebte Anwendung bei deutschen Webhostern
RoundCube: Einführung in den freien Webmailer
Getrieben durch den Erfolg von Google Mail haben sich viele Webmailer zu umfassenden PIM-Anwendungen entwickelt, die es mit Microsoft Outlook und Co. problemlos aufnehmen können. Aus dem Open-Source-Umfeld stammt das kostenlose Programm RoundCube, das von vielen Webhosting-Anbietern eingesetzt wird.

Inhaltsverzeichnis
- 1Hosting-Industrie
- 2E-Mail-Funktionen
- 3Gutes Adressbuch
- 4Fazit
Immer öfter werden klassische Programme, die der Nutzer aus seinem PC installieren muss, durch Produkte aus der Cloud ersetzt - sogar Bildbearbeitung ist heute schon im Browser möglich. Angefangen hat alles mit E-Mail-Anwendungen wie Google Mail, zu denen es eine leistungsfähige Open-Source-Alternative gibt.
Hosting-Industrie
Diese hört auf den Namen RoundCube und ist kostenlos, da es sich um ein Open-Source-Projekt handelt. Das E-Mail- und PIM-Werkzeug ist besonders in der deutschen Hosting-Industrie sehr beliebt, da die Firmen damit ihren Kunden ohne große Mühe einen leistungsfähigen Webmailer anbieten können und nicht selbst das Rad neu erfinden müssen. RoundCube liegt derzeit in Version 0.6 vor - und obwohl die Software damit noch weit von der ersten stabilen Version entfernt ist, kann sie schon problemlos eingesetzt werden. Die Entwickler haben RoundCube in der Applikationssprache PHP geschrieben, sodass es fast jeder Webserver unterstützt.

E-Mail-Funktionen
Neben den großen deutschen Hostern kommt RoundCube an zahlreichen renommierten Universitäten, zum Beispiel der Harvard University, zum Einsatz - vor allem auf Grund seiner soliden E-Mail-Fähigkeiten. Nach der Installation auf dem Server müssen Nutzer lediglich ihre Zugangsdaten zum E-Mail-Server eingeben, um ihre Nachrichten zu lesen. Durch die Unterstützung des IMAP-Protokolls sind alle Mitteilungen immer absolut synchron auf mehreren Geräten, was bei POP3 nicht der Fall wäre. Legen Nutzer also bei ihrem Webhoster in RoundCube einen neuen Ordner an oder kennzeichnen sie eine E-Mail als gelesen, sind automatisch alle anderen Endgeräte über diese Aktion informiert. Neue Mitteilungen können mithilfe eines WYSIWYG-Editor erstellt werden, der auf TinyMCE basiert und durch Googlespell sogar die Rechtschreibung prüfen kann.
Gutes Adressbuch
Es ist möglich, mit RoundCube auch Mitteilungen mit einer abweichenden Identität zu senden, was Besitzer mehrerer E-Mail-Konten schnell zu schätzen wissen werden. Apropos Identität: Natürlich besitzt RoundCube eine Möglichkeit, die Kontaktdaten von Freunden und Familie zu verwalten. Das Adressbuch können Nutzer über den entsprechenden Punkt rechts oben in der Menüleiste erreichen und dort mehrere Zwecke für jeden Kontakttyp (Telefon, E-Mail, etc.) erfassen. RoundCube ergänzt neue E-Mails automatisch um die passende Adresse, wenn der Nutzer im Empfängerfeld den Namen eines bekannten Kontakts eingibt. Sehr schade ist, dass die Synchronisation des Adressbuchs stark eingeschränkt ist - bisher wird nur LDAP unterstützt.

Fazit
Das solide Grundgerüst des freien Webmailers und die Tatsache, dass die Entwickler sehr auf Sicherheit bei eingehenden E-Mails geachtet haben - es werden zum Beispiel keine Bilder in HTML-Mails geladen - gleicht die kleinen Nachteile aber wieder aus. RoundCube kann es mit vielen Desktop-Anwendung aufnehmen.
