Open-Source-Software aus dem Gnome-Projekt

Dia: Kostenloses Werkzeug für gelungene Diagramme

Dia ist eine beliebte Software, mit der Nutzer ansprechende Diagramme unter Microsoft Windows, Linux und anderen Betriebssystemen zeichnen können. Das Programm ist quelloffen und kostenlos, Nutzer dürfen sich außerdem über eine hübsche Oberfläche und die breite Unterstützung von Dateiformaten freuen.

Mit Dia macht das Zeichnen eines Diagramms großen Spaß. (Bild: netzwelt)
Mit Dia macht das Zeichnen eines Diagramms großen Spaß. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Neue Zeichnung
  2. 2Diagrammtypen
  3. 3Export in Visio
  4. 4Fazit
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Eigentlich ist Microsoft Excel die beste Möglichkeit, um Diagramme am Rechner zu zeichnen - allerdings nur, wenn numerische Daten visualisiert werden sollen. Für die optische Veranschaulichung eines Sachverhalts, der sich nicht in Zahlen fassen lässt, müssen Nutzer auf eine Alternative zurückgreifen - zum Beispiel Dia.

Neue Zeichnung

Dia liegt derzeit in Version 0.97.1 vor. Zwar ist diese schon über 20 Monate alt, gehört aber trotzdem noch zu den besten Lösungen für das Zeichnen eines Diagramms. Aufgrund der Zugehörigkeit zum GNOME-Projekt ist Dia in praktisch jeder Linux-Distribution enthalten, natürlich gilt das insbesondere für Ubuntu, Linux Mint und openSUSE. Für das Betriebssystem Windows existiert eine offizielle Portierung, die mit einer Größe von weniger als 20 Megabyte angenehm schlank geblieben ist. Dia wurde vollständig auf Deutsch übersetzt, mit der entsprechenden Option im Setup-Assistenten können Nutzer mehrere Sprachen parallel installieren.

Dia ist auch als portable Anwendung erhältlich. (Bild: Screenshot)
Dia ist auch als portable Anwendung erhältlich. (Bild: Screenshot)

Diagrammtypen

Für die mobile Nutzung bietet sich die Portable-Apps-Version an, die nur 46 Megabyte auf dem Stick belegt. Dia startet unter Windows sehr schnell und bietet dem Nutzer eine intuitiv erlernbare Oberfläche: Im Zentrum des Hauptfensters steht der Zeichenbereich, dessen Gitternetzlinien etwas an das alte Millimeterpapier aus dem Mathematik-Unterricht erinnern. Standardmäßig ist das Gitter dynamisch, in den Einstellungen kann der Nutzer alternativ einen festen Abstand definieren. Neben der Symbolleiste, in der die üblichen Funktionen für Speichern, Drucken und andere Dinge untergebracht sind, spielt sich die meiste Arbeit in der Werkzeugleiste links neben dem Zeichenbereich ab. Mit deren Hilfe können Nutzer Objekte bewegen, Texte hinzufügen oder Linien und Bögen zeichnen. Unter den primären Werkzeugen bietet Dia zahlreiche Vorlagen für komplexere Objekte, mit denen sich insbesondere Flussdiagramme mit Strukturelementen schnell umsetzen lassen.

Export in Visio

Dia speichert Diagramme standardmäßig im hauseigenen Format, das an der Erweiterung .dia erkennbar ist. Damit selbst komplexe Zeichnungen nicht zu groß werden, komprimiert das Programm neue Dokumente ab Werk mit dem ZIP-Algorithmus. Wer ein Dia-Diagramm an dritte Nutzer weitergeben möchte, die auf dem PC die Software möglicherweise nicht installiert haben, sollte sich die Export-Funktion ansehen: Die versteht alle etablierten Dateitypen, neben JPEG und PNG auch das Vektorformat SVG. Sehr nützlich ist die Möglichkeit, aus Dia ein Dokument für Microsoft Visio (XML-Format) zu erzeugen oder entsprechende Dateien auch zu importieren.

Das Programm bietet dem Nutzer zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. (Bild: Screenshot)
Das Programm bietet dem Nutzer zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. (Bild: Screenshot)

Fazit

Dia bietet keine spektakulären Funktionen - und genau das ist die Stärke der Open-Source-Anwendung. Mit der einfachen Oberfläche und leicht bedienbaren Werkzeugen kommen Einsteiger schnell zu ansehnlichen Ergebnissen. Die Schnittstelle zu Microsoft Office Visio ermöglicht den Austausch mit echten Diagramm-Profis.

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