Neue Studie des Öko-Instituts
Blutiger Kobalt: Gadget-Produktion kostet Menschenleben
Das Öko-Institut mit Sitz in Darmstadt, Freiburg und Berlin hat eine Studie veröffentlicht, die sich mit den Arbeitsbedingungen von kongolesischen Arbeitern in Kobalt-Minen beschäftigt. Kobalt kommt vor allem in den Batterien von mobilen elektronischen Geräten sowie in Elektroautos zum Einsatz. Der Alltag der oft noch kindlichen Arbeiter bei der Förderung des Metalls ist jedoch geprägt von vielen lebensbedrohlichen Gefahren.

Das unabhängige Forschungs- und Beratungsinstitut untersuchte speziell die Förderbedingungen in der Demokratischen Republik Kongo, da das Land mit 45.000 Tonnen pro Jahr mehr als die Hälfte des verfügbaren Kobalts bereitstellt. Der Analyse des Instituts zufolge sind zwischen 67.000 und 108.000 Arbeiter in der Förderung des Metalls beschäftigt, meist unter gefährlichen Bedingungen.
100 Menschen sterben pro Jahr
"Jährlich sterben mehr als 100 Menschen durch Hangrutschungen, Schachteinstürze oder Wassereinbrüche", ist in der Studie zu lesen. Dabei sind 19.000 bis 30.000 Arbeiter noch Kinder unter 15 Jahren. Sie sind dafür zuständig, das Erz abzubauen, zu waschen und die geförderten Metalle zu sortieren. Andreas Manhart, Wissenschaftler am Öko-Institut, sieht die kongolesische Regierung genauso wie die Hauptabnehmer des Metalls in Europa in der Pflicht, sich an der Verbesserung dieser Zustände zu beteiligen.
Den Angaben des Öko-Instituts zufolge müssen Arbeiter im Kongo, um die erforderlichen Materialien für ein Notebook zu fördern, zehn Minuten in den gefährlichen Minen schuften, für ein Hybridauto sind sogar über sechs Stunden erforderlich. Auf der anderen Seite ist der Bergbau natürlich nicht nur negativ zu sehen, da er die Menschen vor Ort mit Arbeit und einem finanziellen Einkommen versorgt.
Öko-Institut: Boykott ist sinnlos
Aus diesem Grund fordert das Öko-Institut auch keinen Boykott der Minenarbeit, sondern eine Reform hin zu mehr Nachhaltigkeit. Nicht nur die Regierungsinstitutionen, sondern auch die Abnehmer der Metalle sollten sich für mehr Umweltschutz und bessere Arbeitsbedingungen einsetzen.

Zitat: Amen!!! Wieder was worüber sich in Deutschland aufgeregt werden kann. Das sind die Typen, die ich so mag: Fressen nur Eier aus biologischer Haltung aber...
bei diesen Kommentaren ist zu erkennen, das es wieder mal Leute sind, die über gar nichts nach-zudenken bereit oder in der Lage sind. Wir machen Milliarden Umsätze auf Kosten der Kinder die in solchen Minen...
Was will uns diese erste äußerst geistreiche Kommentar damit wohl sagen, dass es falsch ist über die Folgen unseres Lebenswandels zu berichten? Danke, auf solche Kommentare kann ich getrost verzichten.
Amen!!! Wieder was worüber sich in Deutschland aufgeregt werden kann.