Verbindung von BlackBerry mit Android und iPhone

RIM: Mobile Fusion und Details zu BlackBerry BBX

Der gebeutelte Handy-Hersteller RIM arbeitet fleißig an seinem Comeback: Am Rande des Innovation Forum in Frankfurt am Main wurde bekannt, welche Ziele mit dem kommenden BlackBerry BBX verfolgt werden. Im kommenden Jahr startet außerdem "Mobile Fusion", das BlackBerrys mit iOS und sogar Android verbindet.

RIM hat auf dem Frankfurter Innovation Forum "Mobile Fusion" vorgestellt. (Bild: RIM)
RIM hat auf dem Frankfurter Innovation Forum "Mobile Fusion" vorgestellt. (Bild: RIM)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ziele von BBX
  2. 2Mobile Fusion
  3. 3Fazit
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Apple hat mit dem Erfolg seines iPhone und iPad den BlackBerry-Hersteller RIM stark ins Abseits gedrängt - allerdings gilt das nicht für alle Märkte, im arabischen Raum und fernen Osten ist RIM durchaus noch gut im Geschäft. Mit BBX und Mobile Fusion soll nun auch der Erfolg in Europa und den USA zurückkehren.

Ziele von BBX

Am Rande der Veranstaltung wurden neue Details zum kommenden Betriebssystem BBX bekannt, das nach Branchengerüchten zur Jahresmitte 2012 erscheinen soll. Ein wichtiger Aspekt des neuen Betriebssystems ist offenbar eine Funktion zur Aufteilung des Geräts, sodass private und geschäftliche Daten sauber getrennt sind. Mit einer derartigen Partitionierung will der Hersteller dem Trend Rechnung tragen, dass tendenziell ein einziges Gerät eingesetzt wird, auf dem sich das gesamte digitale Leben des Nutzers abspielt.

Außerdem spielt Geschwindigkeit eine große Rolle: Da BlackBerry BBX auf der etablierten QNX-Architektur basiert, die sich RIM durch eine Übernahme ins Haus geholt hat, soll ein Endgerät mit BBX bei identischer Hardware die spürbar beste Performance abliefern. Als Beispiel wurde die Wiedergabe eines HD-Videos auf dem heimischen Fernseher genannt, währenddessen der BlackBerry ganz normal weiter verwendet werden kann. Den kolportierten Veröffentlichungstermin von BBX wollten RIMs Verantwortliche nicht bestätigen, erste Bilder sind aber bereits aufgetaucht.

Mobile Fusion

Der QNX-Kernel in BlackBerry BBX soll ebenfalls dafür sorgen, dass ein Handy oder Tablet problemlos mit dritten Endgeräten zusammenarbeitet, bei denen QNX schon seit Jahren eingesetzt wird. Ein Beispiel hierfür sind die IT-Plattformen moderner Autos und deren On-Board-Systeme, die nicht selten von QNX angetrieben werden. Auch das Design seines Betriebssystems will RIM überarbeiten: Schon seit Dezember 2010 gehört die Design-Schmiede The Astonishing Tribe zu RIM, die früher für Google an Android mitgearbeitet hat.

Mobile Fusion ermöglicht die Steuerung von BlackBerry, Android, iOS und Co. (Bild: Screenshot)
Mobile Fusion ermöglicht die Steuerung von BlackBerry, Android, iOS und Co. (Bild: Screenshot)

Im Bereich der Interoperabilität plant RIM noch eine weitere große Sache: Mit einer neuen Plattform namens Mobile Fusion, die auf dem BlackBerry Innovation Forum 2012 erstmals angekündigt wird, sollen BlackBerrys, Android- und iOS-Geräte unter einer zentralen Oberfläche verwaltet werden können. Dies ist vor allem für die Geschäftskunden von RIM wichtig, die damit ihre Geräteplattform zentral konfigurieren können. Aber auch normale Anwender dürfen gespannt sein - insbesondere ob Apple das neue Mobile Fusion für iOS toleriert.

Fazit

Sofern die vollmundigen Ankündigungen tatsächlich in leistungsfähige Produkte münden, hat der Hersteller gute Erfolgsaussichten: Mit BBX werden Handys und Tablets aus dem Hause RIM für die Endkunden wieder interessanter, während sich Geschäftskunden an den Vorteilen von Mobile Fusion erfreuen können.

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