Strom aus der Sonne

Einkaufsberater Solar-Ladegeräte: Energie für unterwegs

Smartphones, Notebooks, tragbare Konsolen und DigiCams können immer mehr und brauchen dementsprechend auch immer mehr Strom. Nicht immer ist es jedoch möglich, mehrere Stunden an einem Ort zu verweilen, um ein Gerät durch eine Steckdose aufzuladen. Eine bessere und im Vergleich zu Ersatzakkus umweltschonendere Alternative stellen Solar-Ladegeräte dar. Dieser netzwelt-Einkaufsberater hilft ihnen dabei, die richtige Lösung für ihre Bedürfnisse zu finden.

Solarladegeräte: Im netzwelt-Test wurden fünf Solarladegeräte miteinander verglichen: der Platinum Charger AM-110 von A-solar, die Powerbox Orange 2200LP von Vaude, das Modell "Fuse" von Voltaic sowie das Solarpack von Sunload und der Solar- und Powergorilla von Powertraveller. Alle Geräte verfügen über unterschiedliche Akku-Kapazitäten und Einsatzmöglichkeiten. Zum Video: Solarladegeräte

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Szenario 1: Sonnenstrom in der Stadt
  2. 2Platinum Charger AM-110 von A-solar
  3. 3Powerbox Orange 2200LP von Vaude
  4. 4Szenario 2: Der Mittelweg
  5. 5Modell Fuse von Voltaic
  6. 6Szenario 3: Die Outdoor-Spezialisten
  7. 7Solarpack von Sunload
  8. 8Solar- und Powergorilla von Powertraveller
  9. 9Fazit
  10. 10Einsatzgebiet sollte kaufentscheidend sein
  11. ...aufklappen
  12. 11Solar-Ladegeräte im Überblick

Ein wesentlicher Punkt gleich vorweg: ein wolkenverhangener Himmel bringt nicht genügend Sonneneinstrahlung, um ein Solar-Ladegerät zu laden, egal wie groß oder klein die Solarpanels sind. Optimale Ergebnisse werden nur bei direkter Sonneneinstrahlung, zur Mittagszeit und in einem Land erzielt, das in der Nähe des Äquators liegt.

Unter allen anderen Umständen verlängert sich der Ladeprozess drastisch und kann bei Hamburger Winterwetter den Angaben des Solar-Ladegeräteherstellers Sunload zufolge bis zu 33 Stunden dauern. Im südlicher gelegenen München vertikal zur Sonne ausgerichtete Panels können hingegen in bis zu 17 Stunden vollgeladen sein. Es macht also einen erheblichen Unterschied, wo die solarbetriebenen Akkus zum Einsatz kommen.

Bei bewölktem Himmel reicht die Kraft der Sonne nicht aus, um die Akkus der Geräte aufzuladen. (Bild: netzwelt)
Bei bewölktem Himmel reicht die Kraft der Sonne nicht aus, um die Akkus der Geräte aufzuladen. (Bild: netzwelt)
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Szenario 1: Sonnenstrom in der Stadt

Sollen vor allem kleinere mobile Geräte aufgeladen werden und befindet man sich überwiegend in der Stadt, eignen sich natürlich eher leichte und platzsparende Vertreter der Solar-Ladegeräte. Für den netzwelt-Test wurden beispielhaft zwei Produkte ausgewählt: der Platinum Charger AM-110 von A-solar und die Powerbox Orange 2200LP vom Hersteller Vaude.

Platinum Charger AM-110 von A-solar

Der Platinum Charger ist kaum größer als ein Smartphone und wiegt nur 120 Gramm. Ideal also, um den AM-110 überall hin mitzunehmen. Das integrierte Solarpanel verfügt über eine Leistung von 0,6 Watt. Der interne Lithium-Ionen-Akku besitzt eine Kapazität von 1.800 Milliamperestunden. Eine Ladung des Platinum Chargers reicht also aus, um einmal ein Smartphone aufzuladen, vorausgesetzt die Kapaziät des mobilen Telefon-Akkus liegt im Standard zwischen 1.200 und 1.600 Milliamperstunden.

In der Sonne - vorausgesetzt die beschriebenen optimalen Bedingungen sind gegeben - braucht der AM-110 dem Hersteller A-solar zufolge zwölf bis 20 Stunden, um sich voll aufzuladen. Zusätzlich ist es möglich, das Gerät über ein USB-Kabel mit Strom zu versorgen. Unter diesen Umständen reichen drei bis vier Stunden aus, um den internen Akkus zu füllen, was sich im Test bestätigte. A-solar zufolge benötigt der Platinum Charger bei einer Ausgangsleistung von 100 Milliampere und einer Spannung von fünf Volt zwei bis drei Stunden, um ein Gerät aufzuladen. Auch diese Angabe konnte im Test mit einem iPod Classic nachvollzogen und bestätigt werden.

Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 45 Euro erhält der Käufer zusätzlich eine Schutzhülle, das obligatorische USB-Verbindungskabel und die acht gängigsten Adapter (eine detailliertere Auflistung finden Sie in der Tabelle am Ende des Artikels). Die LED-Lampe des Platinum Chargers ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Obwohl sie anzeigen soll, wann das Gerät lädt und wann nicht, reagiert sie auf beinahe jede Form von Lichteinfall, ohne dass tatsächlich die geeignete Sonneneinstrahlung auf das Solarpanel trifft. Um sicher zu gehen, dass der Akku tatsächlich Energie einspeichert, ist ein Druck auf den Check-Knopf sinnvoll.

Das Gehäuse des Platinum Chargers besteht überwiegend aus Kunststoff, wobei die Unterfläche sehr rutschig ausfällt. Die mitgelieferte Schutztasche kann das Gerät nur wenig aufwerten. Sie ist weder optisch besonders ansprechend noch schützt sie ausreichend vor Regen, dem das Gerät möglichst nicht ausgesetzt werden sollte. Außerdem bedeckt die Hülle das Solarpanel und kann daher nicht zum Schutz verwendet werden, wenn der AM-110 der Witterung ausgesetzt wird.

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