Einfache Installation der Open-Source-Anwendung
AsteriskNOW: Linux-Distribution inklusive Telefonanlage
In großen Firmen kommt keine Telefonanlage zum Einsatz, wie man sie von zu Hause kennt: Häufig werden Gespräche von einer speziellen Software-Lösung vermittelt, die für den Datentransfer normale IP-Netzwerke verwendet. Ein beliebtes Open-Source-Programm für die Vermittlung von Telefongesprächen ist Asterisk.

Inhaltsverzeichnis
- 1Linux-Anwendung
- 2Start des Systems
- 3
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- 4Steuerung per GUI
- 5Fazit
In vielen Haushalten ist längst mehr als ein Telefonanschluss vorhanden. Wer mehrere Telefone und andere Geräte wie zum Beispiel das Fax oder den Anrufbeantworter mit der Außenwelt verbinden will, benötigt eine möglichst leistungsfähige Telefonanlage. Diese muss nicht teuer sein, ein ausgedienter PC genügt völlig.
Linux-Anwendung
Auf diesem wird die Anwendung Asterisk installiert, die mithilfe entsprechender Hardware (etwa einer ISDN-Karte) jeden Rechner in eine virtuelle Telefonanlage verwandelt. Asterisk stammt aus der Linux-Gemeinde und bietet alle Funktionen, die selbst professionelle Nutzer von einer Nebenstellenanlage erwarten. Asterisk steht unter der GPL und ist als Open-Source-Projekt kostenlos. Die aktuelle Version 1.8.7.1 läuft grundsätzlich auf jedem Unix-artigen Betriebssystem, was alle modernen Linux-Distributionen und auch Mac OS X einschließt. Für Windows existieren Portierungen, es steht jedoch nicht im Fokus der Entwickler.
Start des Systems
Asterisk ist für Einsteiger leider sehr schwer zu konfigurieren, da es nicht nur Erfahrung im Umgang mit Linux-Anwendungen, sondern auch mit diversen Telefonie-Protokollen und -Techniken voraussetzt. Wer sich ein erstes Bild von der Telefonanlage verschaffen möchte, sollte daher besser zu AsteriskNOW greifen, das dem Nutzer einen problemlosen Test auf jedem handelsüblichen PC ermöglicht. AsteriskNOW verbindet Asterisk mit dem Linux-Betriebssystem CentOS, um in einem Rutsch eine funktionsfähige Telefonanlage zu erstellen. Soll die Konfiguration des Rechners nicht verändert werden, sollten Nutzer AsteriskNOW in einer virtuellen Maschine starten. Im Kurztest gab es mit Oracle VirtualBox und VMware Fusion keinerlei Schwierigkeiten.
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Steuerung per GUI
Die Installation des CentOS-Systems ist mithilfe des Setup-Assistenten Anaconda kein Problem. Nach dem Neustart des Systems wird der Nutzer in der Regel noch nach der Netzwerk-/Firewall-Konfiguration gefragt, bevor er AsteriskNOW wie jeden anderen Rechner mit CentOS 5.5 bedienen kann. AsteriskNOW wird zwar nicht mit einer grafischen Oberfläche wie GNOME oder KDE ausgeliefert, der Nutzer benötigt sie aber auch nicht: Im Hintergrund des frisch installierten Systems läuft bereits ein Dienst, der eine Web-Konsole zur Konfiguration der Telefonanlage bereitstellt. Praktisch: Die dazu nötige IP-Adresse wird direkt auf der Konsole angezeigt.
Fazit
AsteriskNOW ist die einfachste Möglichkeit, in wenigen Minuten eine funktionsfähige Telefonanlage auf dem PC einzurichten, die auf Asterisk und Linux basiert. Durch den Einsatz von CentOS gelingt selbst Neulingen die Installation - und bei Bedarf können sie das Linux-System noch um eigene Programme erweitern.
