Kostenloses Programm für XMPP-Netzwerke

Openfire: Der Jabber-Server für Jedermann

Openfire ist eines der beliebtesten Open-Source-Projekte, das Nutzern dabei hilft, ein eigenes IM-Netzwerk aufzubauen. Dazu muss man kein IT-Experte sein: Ein preiswerter virtueller Server oder ein Media Center im Keller genügen, um mit Freunden zu chatten - und das durch Verschlüsselung auch noch gut gesichert.

Openfire ist ein kostenloser Jabber-Server für Windows, Linux und Mac OS X. (Bild: Screenshot)
Openfire ist ein kostenloser Jabber-Server für Windows, Linux und Mac OS X. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Freier Jabber-Server
  2. 2Einfache Installation
  3. 3Verwaltungskonsole
  4. 4Fazit
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Alle großen Instant-Messaging-Netzwerke wie ICQ und Windows Live haben den Nachteil, dass sie nicht auf offenen Technologien aufbauen und als "Black Box" schwer zu durchschauen sind. Außerdem ist es trotz der intensiven Bemühungen von Multi-Messengern meist nicht möglich, netzwerkübergreifend zu sprechen.

Freier Jabber-Server

Die Lösung für viele Probleme klassischer Instant-Messaging-Netzwerke ist XMPP. Die Abkürzung steht für Extensible Messaging and Presence Protocol. XMPP ist auch unter der Bezeichnung "Jabber" bekannt und aktuell der einzig sinnvolle offene Standard, um dezentrale IM-Netzwerke abseits der großen Web-Konzerne aufzubauen. Für den Betrieb eines eigenen Jabber-Servers muss man kein IT-Experte sein, da mit Openfire eine einfach zu bedienende - und darüber hinaus kostenlose - Anwendung erhältlich ist. Das Programm wird unter der Apache-Lizenz bereitgestellt, ist also genauso frei wie zum Beispiel Ubuntu und LibreOffice.

Einfache Installation

Die Installation von Openfire 3.7 ist kinderleicht: Da die Entwickler die Software in der Programmiersprache Java geschrieben haben, läuft sie grundsätzlich auf jedem System mit Java Runtime Environment (JRE). Für das Betriebssystem Windows gibt es einen praktischen Setup-Assistenten, der die gesamte Installation ohne Schwierigkeiten durchführt. (Die vorgegebenen Ports müssen nicht verändert werden.) Auf Wunsch kann der Openfire-Server als Windows-Dienst eingerichtet werden, um ihn leichter zu steuern: Dazu müssen Nutzer das entsprechende Kommando („openfire-service /install“) in der Eingabeaufforderung ausführen.

Openfire wird über eine Web-Konsole im Browser verwaltet. (Bild: Screenshot)
Openfire wird über eine Web-Konsole im Browser verwaltet. (Bild: Screenshot)

Verwaltungskonsole

Am Macintosh wird Openfire aus einem DMG-Archiv heraus installiert, unter Linux genügt meist die Auswahl des passenden Pakets in der Paketverwaltung. Nach der erfolgreichen Installation finden Windows-Nutzer in ihrem Startmenü einen neuen Eintrag, der direkt zum Verwaltungsprogramm von Openfire führt. Über dieses können Nutzer ihren Jabber-Server jederzeit manuell starten und beenden. Im Programm gibt es auch einen Link zur Admin-Konsole: Diese wird im Browser aufgerufen und erlaubt es, neue Benutzer für den IM-Server festzulegen oder den Gruppen-Chat zu aktivieren. Die gesamte Konfiguration von Openfire erfolgt dort.

Openfire kann mit Plugins erweitert werden. (Bild: Screenshot)
Openfire kann mit Plug-ins erweitert werden. (Bild: Screenshot)

Fazit

Openfire ist ein leistungsfähiger Jabber-Server, der zum Beispiel auf einem Windows Home Server eine gute Figur macht und nur wenige Systemressourcen beansprucht. Für einen kompletten Überblick der Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten sollten Nutzer sich die sehr ausführliche Online-Dokumentation ansehen.

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