Puristische Heimkino-Schaltzentrale

Anthem MRX 300: Puristischer AV-Receiver im Test

AV-Receiver um 1.000 Euro gelten als ernsthafter Einstieg in höhere Heimkino-Sphären. Anthems MRX 300 liegt preislich mit 1.200 Euro noch etwas höher - dementsprechend hoch waren die Erwartungen, als der Kanadier bei netzwelt aufschlug.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Technik und Ausstattung
  2. 2Handhabung 
  3. 3Hörtest
  4. 4Fazit: Sonderexemplar
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Technik und Ausstattung

Anthem gilt als Nobelhersteller, deshalb ist der MRX 300 auch das günstigste AV-Receiver-Modell der Kanadier. Zudem geht das Gerät als eher puristisches Exemplar seiner Gattung durch, da der Schwerpunkt hier eindeutig auf Heimkino und weniger auf Multimedia liegt. In puncto Multimedia bietet der MRX 300 lediglich einen Anschluss für eine iPod-Dockingstation, doch dieser lässt sich noch nicht nutzen, da die entsprechende Station noch gar nicht auf dem Markt ist. 

Auch der Blick auf die Rückseite fällt etwas ernüchternd aus: Der Receiver bietet nur vier HDMI-Eingänge sowie einen -Ausgang. Das dürfte für die allermeisten Heimkinos zwar ausreichen, aber die Konkurrenz bietet in dieser Hinsicht wesentlich mehr. Dafür gelingt die Umwandlung von Standardvideos in 1080p hervorragend, und zwar bei analoger wie auch digitaler Zuspielung.

Für Enttäuschung sorgen hingegen die Einstellmöglichkeiten für die Lautsprecher-Entfernung und -Lautstärke. Während die meisten anderen Receiver hier in Ein-Zentimeter- und 0,5-Dezibel-Schritten arbeiten, funktioniert der Anthem nur in 30-Zentimeter- und Ein-Dezibel-Schritten - viel zu grob und ungenau für netzwelt. Im Gegensatz dazu geht das Einmesssystem als sehr präzise und umfangreich durch. So liegt dem Receiver nicht nur ein individuell ausgemessenes Mikrofon bei, sondern auch ein passendes Stativ.

Der Anthem MRX 300

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Hinzu kommen noch eine serielle Verbindung und ein USB-Kabel, die zum Einmessen am PC benötigt werden. Dummerweise haben die meisten modernen PCs gar keine serielle Schnittstelle an Bord, wodurch Nutzer den mühsamen Umweg über einen Adapter gehen müssen, der von USB auf seriell umschaltet. Dann können die ermittelten Raumkorrekturdaten vom Rechner in den Receiver geladen und mit den entsprechenden Frequenzgangkorrekturen versehen werden. Umständlicher geht’s kaum, zumal das System nicht die Entfernungen der Boxen ermittelt. Die Einmessung und Eintragung muss manuell vorgenommen werden. 

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