Ein katastrophaler Kino-Besuch

Kommentar: Das Blu-ray-Desaster

Ich war wieder mal im Kino. Diesmal habe ich mir den Italo-Western "Zwei glorreiche Halunken" - "The good, the bad and the ugly" - angesehen. Den Film kenne ich ziemlich gut, hab´ ihn früher im Kino schon oft gesehen. Wie oft, verrate ich nicht, sonst denken Sie, ich sei verrückt. Sagen wir mal so: Ich bin ein Fan. Der Saal war gut gefüllt, offensichtlich haben die "glorreichen Halunken" Clint Eastwood und Eli Wallach viele Fans. Trotz des dämlichen deutschen Verleihtitels.

Digitales Verwirrspiel: Kinoklassiker wie "Herr der Ringe" erscheinen in ganz unterschiedlichen Versionen für den Home-Entertainment-Markt. (Bild: Screenshot)
Digitales Verwirrspiel: Kinoklassiker wie "Herr der Ringe" erscheinen in ganz unterschiedlichen Versionen für den Home-Entertainment-Markt. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die Dreifach-Katastrophe: Bild, Ton und Schnitt
  2. 2Verwirrspiel mit Editionen
  3. 3Besser als TV, schlechter als Kino

In den letzten Jahrzehnten hat sich das dritte Werk aus Sergio Leones Dollar-Trilogie mit dem genialen Soundtrack von Ennio Morricone eine gar nicht mal so kleine Fangemeinde erobert. Leute, die jede Szene genießen, auf bestimmte Stellen warten, genau wissen, wann welcher Dialog kommt und so weiter.

Interessanterweise kam der Film von einer Blu-ray. Schon sehr aufschlussreich zu sehen, wie die remasterte Version eines Films aus den 60er Jahren auf einer zwölf Meter großen Kinoleinwand aussieht.

Dieser Kinoabend war eine einzige Katastrophe. Genauer gesagt, eine dreifache Katastrophe. Erstens das Bild, zweitens der Ton, drittens der Schnitt.

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Die Dreifach-Katastrophe: Bild, Ton und Schnitt

Die Bildqualität der Blu-ray war miserabel. Dunkle Bildpartien, etwa bei Nachtszenen, soffen völlig ab im Schwarz ab. Die Wüste hatte einen hässlichen Grünstich, zudem war das Bild gegenüber der Originalkinofassung beschnitten.

Die zweite Katastrophe war der Sound. Man würde erwarten, dass eine technisch optimierte Blu-ray auch einen differenzierten Klang zu bieten hat. Mitnichten. Im Kino klangen Geräusche und Musik wie eine zu laut aufgedrehte, verzerrte Monospur.

Besonders ärgerlich auch der Schnitt. Die Blu-ray bietet gegenüber der gewohnten deutschen Kinofassung eine um etwa acht Minuten längere Version. Dumm nur, dass für die nachträglich eingefügten Szenen auch neue Synchronsprecher zum Einsatz kamen. Es ist schon sehr befremdlich, wenn die Schauspieler mitten im Film plötzlich eine ganz andere Stimme haben.

Diese Mängel machen sich auch bei der Vorführung auf einem großen Flachbildfernseher oder einem Heimkino-Beamer bemerkbar. Das kann man auf Amazon bei den Kundenrezensionen des Films nachlesen. Da setzt es sehr viel, sehr richtige und differenzierte Kritik an dieser Edition.

Beiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Es tut mir sehr leid, aber dieser Artikel ist voll von inhaltlichen Irrtümern: 1. Die Bildhelligkeit hängt sowohl im traditionellen "analogen" Lichtspielhaus als auch im digitalen Heimkino vom Alter und...

Interessanter Bericht.. vielleicht sollte man den Filmklassiker in seiner Orginalsprache ansehen, dann hat man zumindest nicht das Problem, dass die Synchronstimme eine ungewohnte ist

Super! Ein interessantes Bericht, gerade richtig vor Weihnachten, damit der Einkauf von DVD/Blu-ray nicht zu Enttäuschung wird. Leider ist die Seite "www.schnittberichte.com" ziemlich...

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