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Geschwindigkeitsschub: Sony Ericsson Xperia arc S im Test
Schnellerer Prozessor, verbesserte Akku-Laufzeit

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Steht hinter einem bekannten Produktnamen ein "S", zeigt dies zumeist an, dass es sich um eine technisch verbesserte Variante eines erfolgreichen Modells handelt. Das ist auch bei Sony Ericssons Xperia arc S so. Das Modell glänzt mit einem schnelleren Prozessor und einer verbesserten Akku-Laufzeit.

Sony Ericsson tut es Apple gleich: Der Hersteller legt sein Flaggschiff-Modell Xperia arc neu auf und ergänzt den Produktnamen um ein "S". Der Buchstabe symbolisiert wie bei Apples iPhone 3GS und dem neuen Apple iPhone 4S "Speed“, zu deutsch: Geschwindigkeit.

Wer auf ein Dual-Core-Smartphone von Sony Ericsson gehofft hat, muss weiter warten. Das Xperia arc S wird wie der Vorgänger von einem Single-Core-Prozessor angetrieben. Den verbauten Qualcomm Snapdragon-Prozessor hat Sony Ericsson aber übertaktet. Statt mit einem Gigahertz, läuft er nun mit 1,4 Gigahertz. Einen Geschwindigkeitsschub machte netzwelt im Test vor allem beim Surfen aus. Den Sunspider-Test absolvierte das Xperia arc S beispielsweise in 2.646,2 Millisekunden, das ursprüngliche Modell brauchte hierfür mit rund 6.000 Millisekunden deutlich länger. Ähnlich sieht es beim Browsermark-Test aus. Hier erreicht das arc S fast 70.000-Punkte, während das Xperia arc nur 41.000 Punkte erzielte.

Erhöhte Akkulaufzeit

Ob sich der gesamte Geschwindigkeitsschub aber auf die verbesserte Hardware zurückführen lässt, ist fraglich. Seit dem Marktstart des Xperia arc und dem netzwelt-Test hat Sony Ericsson dem Handy bereits einige Software-Updates spendiert. Diese sind beim arc S bereits ab Werk vorinstalliert.

Durch verbesserte Algorithmen lässt sich auch die leicht gesteigerte Akku-Laufzeit erklären. So gibt Sony Ericsson nun eine maximale Sprechzeit von sieben statt sechs Stunden an, im Standby-Betrieb soll das arc S insgesamt 460 Minuten ohne Stromzufuhr aushalten - 30 Minuten länger als der Vorgänger. Die Kapazität des verbauten Akkus hat sich anders als bei der XE-Variante des HTC Sensation dagegen nicht geändert, sie beträgt weiterhin 1.500 Milliamperestunden.

Display ist Trumpf

Die Stärken des Modells liegen weiterhin im Multimedia-Bereich: Das 4,2 Zoll große Display glänzt dank der von Sony lizenzierten Mobile Bravia Engine mit satten Farben und einem großen Blickwinkel. Das macht vor allem das Betrachten von Bildern und Videos zu einem Genuss.

Die Klangqualität des Smartphones kann hier nicht ganz mithalten, vor allem der externe Lautsprecher nicht. Er übersteuert zwar auch auf hohen Lautstärken nicht, liefert dafür aber nur ein sehr helles Klangbild ab. Die Sprachqualität ist gut, Störgeräusche treten nicht auf. Allerdings klingen die Gesprächspartner sehr leise, was in lauten Umgebungen oder beim Telefonieren über den Lautsprecher problematisch ist.

Sony Ericsson Xperia arc S

Bild 1 von 9
Das Display des Xperia arc S misst in der Diagonalen 4,2 Zoll (Bild: netzwelt)

Kein Full-HD

Foto- und Video-Enthusiasten kommen dagegen ebenfalls auf ihre Kosten. Die 8,1-Megapixel-Kamera verfügt über Sonys Exmor R-Sensor, der auch bei schlechten Lichtverhältnissen für beste Bilder sorgen soll. Um den Bedienkomfort zu erhöhen, stattet Sony Ericsson das Xperia arc S zudem mit einer Kamera-Taste aus. Ein HDMI-Anschluss für das direkte Übertragen von Videos auf Monitor oder Fernseher ist ebenfalls vorhanden. Ein entsprechendes Verbindungskabel fehlt dagegen. Der Nutzer muss es für circa 8 Euro zusätzlich erwerben.

Die Bildqualität der Kamera konnte im Test überzeugen. Bildrauschen oder ähnliche Fehler waren nicht zu erkennen, stattdessen glänzen die Bilder mit einer hohen Detailgenauigkeit. Das Apple iPhone 4S oder Nokias N8 vom Thron stoßen kann das Modell aber nicht, denn die Aufnahmen fielen im Test stets etwas zu dunkel aus. Zudem können Videos maximal in HD-Qualität aufgenommen werden, Aufnahmen in Full-HD sind nicht möglich. Im Test wirkten die Videos stets etwas verwaschen. Ein mit dem Xperia arc S gemachtes Testbild finden Sie hier, ein mit dem arc S aufgenommenes Video hier.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung von Sony Ericsson für das Xperia arc S lautet 429 Euro. Im Versandhandel wird es aktuell für 346 Euro gelistet. Auch alle großen Netzbetreiber führen das Xperia arc S in ihrem Portfolio, zum Teil auch subventioniert mit einem Laufzeitvertrag. Erhältlich ist das Smartphone in den Farben Blau, Silber und Weiß.

Fazit

Die Neuauflage betont die Stärken des Gerätes weiter, an den Schwächen hat Sony Ericsson aber wenig gearbeitet. Insgesamt gesehen ist das Xperia arc S ein gutes Smartphone der gehobenen Mittelklasse mit Stärken im Multimedia-Bereich. Gegen "Dickschiffe" wie Apples iPhone 4S oder Samsungs Galaxy S2 kann es aber nicht bestehen. Trifftige Gründe für einen Umstieg vom Xperia arc auf das arc S sieht netzwelt ebenfalls nicht.

Wer sich mit einem kleineren Display und einem etwas dickerem Gehäuse abfinden kann, sollte auch einen Blick auf das Sony Ericsson Xperia neo werfen, es bietet ähnliche Eigenschaften, ist aber noch einmal günstiger.

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Steht hinter einem bekannten Produktnamen ein "S", zeigt dies zumeist an, dass es sich um eine technisch verbesserte Variante eines erfolgreichen Modells handelt. Das ist auch bei Sony Ericssons Xperia arc S so. Das Modell glänzt mit einem schnelleren Prozessor und einer verbesserten Akku-Laufzeit.

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Geschwindigkeitsschub: Sony Ericsson Xperia arc S im Test
Geschwindigkeitsschub: Sony Ericsson Xperia arc S im Test
Sony Ericsson präsentiert mit dem Xperia arc S eine Neuauflage seines Flaggschiffmodells. Diese bietet mehr Rechenpower und eine bessere Akku-Laufzeit.
http://www.netzwelt.de/news/89639-geschwindigkeitsschub-sony-ericsson-xperia-arc-s-test.html
2011-11-28 16:50:31
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/formscentral-bringt-grosse-zahl-vorlagen--bild-netzwelt6284.jpg
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