Arbeiter kritisieren Arbeitsbedingungen

Apple: Streiks beim Tastatur-Zulieferer

1.000 Arbeiter einer Fabrik in der Provinz Guangdong, Süd-China, die Tastaturen und andere Komponenten für Apple und IBM herstellt, sind in den Streik getreten. Sie prangern die Fabrikleitung für die Forderung nach kaum zu leistenden Überstundenzahlen an.

300 der streikenden Arbeiter stellen Tastaturen für Apple her. (Bild: Screenshot, via Apple)
300 der streikenden Arbeiter stellen Tastaturen für Apple her. (Bild: Screenshot, via Apple)
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Die Fabrik gehört dem Konzern Jingmo Electronics, der wiederum zu dem taiwanischen Unternehmen Jingyuan Computer Group zählt. Jingyuan Computer ist nach eigenen Angaben nicht nur ein Zulieferer von Apple und IBM, sondern stellt unter anderem auch Produkte für LG her. Des Weiteren gilt das Unternehmen als einer der weltweit größten Hersteller von Tastaturen. Insgesamt arbeiten 3.000 Menschen in der Produktionsstätte, die nun Schauplatz der Streiks wurde.

Straßenblockade

Den Angaben der Menschenrechtsorganisation China Labor Watch zufolge entschlossen sich 1.000 der Arbeiter am Dienstag Morgen, 22. November, in den Streik zu treten. Anlass war offenbar die Forderung nach mehr Überstunden von Seiten der Fabrikleitung. Diese hatte entschieden, dass die Arbeiter nun von sechs Uhr morgens bis Mitternacht oder sogar zwei Uhr nachts arbeiten sollten.

Dadurch belief sich das Überstundenkonto der Arbeiter auf 100 bis 120 Stunden pro Monat. Die Mehrarbeit durfte zudem nicht am Samstag geleistet werden, an dem die Arbeiter nach chinesischem Arbeitsgesetz das Recht auf mehr Lohn hätten. Weitere Kritikpunkte der Angestellten sind die hohe Verletzungsgefahr am Arbeitsplatz und die fristlose Kündigung von älteren Mitarbeitern. Darüber hinaus würden verbale Attacken der Vorarbeiter bei vielen der Mitarbeiter für Depressionen sorgen.

Fabrikleitung lenkt ein

Nach dem Verlassen der Fabrik blockierten die Arbeiter einen Highway nahe der Fabrik, bis die Polizei eintraf und die Demonstration beendet werden musste. Der Protest führte jedoch bereits zu einem kleinen Erfolg, denn China Labor Watch zufolge erklärte sich die Fabrikleitung bereit, die Überstunden zu reduzieren und Mehrarbeit am Samstag zuzulassen. Ob die Absichtsbekundungen auch umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.

In China scheinen Menschenrechte und Umweltschutz seit einiger Zeit stetig mehr Aufmerksamkeit zu erhalten, denn erst vor Kurzem musste ein Apple-Zulieferer kurzfristig schließen, da seine Produktion die Umwelt zu sehr belastete.

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