14 Tablet-Computer im Vergleich

Stiftung Warentest: Galaxy Tab schlägt iPad 2

Aktuell liefern sich Apple und Samsung in zahlreichen Ländern ein erbitterten Rechtsstreit. Auch im Test von Stiftung Warentest kämpfen das Galaxy Tab 10.1 und das iPad 2 um die Spitze unter den Tablet-PCs. Die Prüfer entschieden sich knapp für das Gerät von Samsung.

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Als Apple das erste iPad im vergangenen Jahr auf den Markt brachte, setzte das Unternehmen den Trend für Tablet-PCs. Zu Beginn war keine wirkliche Konkurrenz erhältlich, inzwischen bieten allerdings zahlreiche Hersteller solche mobilen Flachrechner an. Als Bezugsgröße gilt inzwischen das iPad 2. Die Stiftung Warentest nahm für die Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test 14 Tablets unter die Lupe.

Bildschirm des Galaxy Tabs besser

Das iPad 2 von Apple wird von den Prüfern dabei - wenn auch nur knapp - auf den zweiten Platz verwiesen. Zum Testsieger wurde das Samsung Galaxy Tab 10.1 gekürt. Die netzwelt-Redaktion setzt dagegen das iPad 2 vor dem Galaxy Tab an die Spitze der Tablet-Bestenliste.

Bei der Stiftung Warentest konnte das Samsung-Tablet mit seinem Display Punkte sammeln. Laut Stiftung Warentest ist die Helligkeit gleichmäßiger verteilt und die Auflösung höher. Insgesamt stellt der Bildschirm Texte schärfer dar als der des iPad 2. Am besten schneidet hier allerdings ein Windows 7-Tablet von Fujitsu ab, da es einen entspiegelten Touchscreen vorweist. Das Display des Dell Streak 7 konnte am wenigsten überzeugen.

Bei der Akkulaufzeit wiederum konnte sich das iPad 2 gegenüber dem Galaxy Tab durchsetzen. Über achteinhalb Stunden können Nutzer mit dem Apple-Tablet im Netz surfen, das Samsung-Gerät bringt es auf gut acht Stunden. Die Tablets von MIS und Lenovo halten nur für rund vier Stunden durch, während mit dem Dell Streak 7 gerade einmal drei Stunden gesurft werden kann.

Sowohl das Galaxy Tab 10.1 als auch das iPad 2 schafften es allerdings nicht zu einem "sehr gut" - Samsung und Apple müssen sich mit einem "gut" zufrieden geben. Diese Note wurde auch für vier weitere Tablets vergeben. Sechs Modelle erhielten ein "befriedigend" und zwei Tablets ein "ausreichend". Neben dem iOS-Gerät von Apple erhielten nur Android-Tablets die Note "gut".

Kritik am PlayBook und Windows-Tablets

Das BlackBerry PlayBook erhielt ein "befriedigend", da das Betriebssystem große Lücken aufweist. So fehlen derzeit beispielsweise noch native E-Mail- und Kalender-Funktionen, an denen RIM aber schon arbeitet. Auch die geringe Anzahl an verfügbaren Apps wird kritisiert. Die Tablets mit Windows 7 bieten zwar viel Zusatz-Software, allerdings eignet sich das Betriebssystem nicht für die Bedienung per Touchscreen. Microsoft bringt erst mit Windows 8 ein Betriebssystem, das sich sowohl für die Touchscreenbedienung als auch für die Nutzung per Maus und Tastatur eignen soll.

Das Galaxy Tab 10.1 darf Samsung derzeit in Deutschland aufgrund einer Klage von Apple und einem entsprechenden Urteil nicht verkaufen. Inzwischen bietet das Unternehmen mit dem Galaxy Tab 10.1N allerdings eine überarbeitete Variante an, die sich im Design leicht vom Galaxy Tab 10.1 unterscheidet.

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