"Address Is Approximate"

Kurzfilm: Ein Spielzeug entdeckt die Welt dank Street View

Google Street View sorgte in Deutschland für heftige Kritik, viele Häuser in deutschen Städten sind verpixelt. In anderen Ländern wurde der Dienst besser aufgenommen und bildete jetzt sogar die Grundlage für einen schönen und gleichzeitig leicht melancholischen Stop-Motion-Kurzfilm.

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"Address Is Approximate" heißt der Film von Tom Jenkins, der beruflich für die englische Film- und Videoproduktionsfirma The Theory tätig ist. In dem knapp drei Minuten langen Film geht es um ein kleines Spielzeug, das auf einem Schreibtisch "lebt". Ähnlich wie bei Toy Story erwacht das Spielzeug gemeinsam mit anderen Objekten zum Leben, sobald es alleine ist.

Spielzeug auf großer Reise

Das Spielzeug sehnt sich danach, die Welt zu erkunden, und so schnappt es sich ein Spielzeug-Auto und begibt sich auf eine Reise quer durch die USA mithilfe der Bilder von Google Street View. Für die passende Stimmung sorgen unter anderem Pflanzen und Lampen aus der Umgebung. Auch die musikalische Untermalung von Cinematic Orchestra ist sehr gut gelungen.

Der Film wurde mit der Stop-Motion-Technologie kreiert, die Aufnahmen entstanden mit einer Canon EOS 5D Mark II. Der Bildschirm des iMacs wurde anschließend nicht ersetzt, was bedeutet, dass alle Bilder, die dort zu sehen sind, animiert wurden. In einem Interview mit dem Magazin The Atlantic erklärte Jenkins, dass ihm die Idee, Google Street View für den Film zu benutzen, kam, da er die Möglichkeiten des Dienstes auch sonst schätze.

Darüber hinaus sollte dieses persönliche Projekt neben seiner Arbeit entstehen, sodass nachts gedreht werden musste - am besten im Büro von The Theory. Für die Aufnahmen brauchte Jenkins sechs Nächte und für die Nachbearbeitung einen Monat - wobei er nebenher natürlich noch regulär arbeitete.

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