Für 349 Euro ohne Festplatten
D-Link DNS-345: Schneller Netzwerkspeicher im Test
Mit seinen vier Festplatteneinschüben bietet der ShareCenter DNS-345 doppeltes Backup zu einem angemessenen Preis. Im netzwelt-Test konnte vor allem die flotte Arbeitsweise überzeugen. Die Konfigurationsoberfläche zur Administration des Netzwerkspeichers weist allerdings Schwachstellen auf.
Inhaltsverzeichnis
- 1Gehäuse
- 2Hardware
- 3Anleitung und Installation
- 4Software
- 5Protokolle und Soziale Netzwerke
- 6Serverdienste
- 7Stromverbrauch und Geräuschpegel
- 8Lese- und Schreibgeschwindigkeit
- 9Fazit
D-Link richtet sich mit seinem 349 Euro teuren Netzwerkspeicher DNS-345 an "anspruchsvolle Anwender im professionellen Umfeld und Zuhause", wie der Hersteller schreibt. Dafür bietet das DNS-345 vier Festplattenschächte, sodass auch ein doppeltes Backup via RAID5 oder sogar ein RAID10-Verbund möglich ist. Mit vier HDDs bietet das System eine maximale Speicherkapazität von zwölf Terabyte. Ausgeliefert wird das NAS-System ohne Festplatten.
Gehäuse
Die Festplatten sitzen in einem 2,7 Kilogramm schweren Gehäuse, das weitgehend aus Aluminium gefertigt ist. An der Vorder- und Rückseite befinden sich aber Absetzer aus Plastik. Ein Farbdisplay an der Front informiert über IP-Adresse, Software-Version, Betriebstemperatur und Speicherplatz. Die Auflösung der Anzeige beträgt 128 x 32 Bildpunkte.
Hardware
Im Inneren verleiht dem System eine 1,6 Gigahertz schnelle CPU vom Typ Marvell 88F6282 ordentlich Tempo. Verbaut sind 512 Megabyte Arbeitsspeicher. Im Gegensatz zu den anderen Netzwerkspeichern im netzwelt-Test stehen zwei Gigabit-Ports auf der Rückseite zur Einbindung ins LAN zur Verfügung, allerdings nur ein USB-2.0-Anschluss. Das ist relativ mager - andere NAS-Systeme bietet mehr Schnittstellen zum Anschluss externer Geräte. Synology etwa verbaut schon USB-3.0-Ports in seine neuen Systeme. Wer allerdings vier Festplatten in den ShareCenter einbaut, wird auf die Einbindung weiterer externer Speichermedien möglicherweise verzichten können.
NAS-System D-Link DNS-345 im Test
Platz für vier Festplatten: Der DNS-345 kann im RAID10-Verbund betrieben werden. (Bild: netzwelt)
Ein Farbdisplay informiert über IP-Adresse und andere Details wie die Betriebstemperatur. (Bild: netzwelt)
Das Gehäuse besteht aus Aluminium. Vorder- und Rückseite sind mit einer Plastik-Abdeckung umhüllt. (Bild: netzwelt)
Zwei Gigabit-Anschlüsse und eine USB-2.0-Schnittstelle befinden sich auf der Rückseite. (Bild: netzwelt)
Die vordere Abdeckung lässt sich leicht ablösen, wirkt aber wenig stabil - sie ist aus Plastik gefertigt. (Bild: netzwelt)
D-Link verbaut horizontale Laufschächte. Der Einschub ist weniger elegant als bei Hot Swappable-Systemen. (Bild: netzwelt)
D-Links Software zur Erstinstallation des NAS-Systems hilft auch bei der Einstellung der Netzwerkparameter. (Bild: Screenshot)
Bei Bedarf richtet man eine E-Mail-Adresse ein, um mit Warnmeldungen automatisch versorgt zu werden. (Bild: Screenshot)
Die Setup-Software gibt auch einen Überblick über eingebaute Festplatten. (Bild: Screenshot)
In den Festplatten-Einstellungen kann die RAID-Konfiguration geändert werden. (Bild: Screenshot)
Über die Weboberfläche ändert man die Spracheinstellungen. Entsprechende Dateien werden auf der CD-Rom mitgeliefert. (Bild: Screenshot)
Per Quota beschränkt man den Festplattenspeicherplatz für die Nutzer des NAS-Systems. Im Deutschen heißt die Funktion entsprechend Kontingente. (Bild: Screenshot)
An Anwendungen ist unter anderem ein iTunes- und UPnP-Server mit an Bord. (Bild: Screenshot)
Anleitung und Installation
Zum Warmwerden mit dem Netzwerkspeicher hat D-Link eine Schnellstartanleitung in Papierform beigelegt. Eine ausführliche Anleitung spart sich der Hersteller wie die meisten Mitbewerber im Markt. Das ausführliche Handbuch liegt auf CD-ROM bei.
Software zur Installation ist derzeit ebenfalls nur über den Silberling erhältlich. Auf den Servern von D-Link sucht man Verweise auf Programme wie den Setup Wizard und den NAS-Manager derzeit vergeblich.
Die Installation lässt sich entweder über die CD-ROM-Software, alternativ aber auch über die Web-Oberfläche durchführen. Bei der RAID-Formatierung hilft ebenfalls ein Assistent. Aufgefallen ist, dass die Plastikausschübe für die Festplatten auf der Rückseite wenig stabil sind.
