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iTunes-Konkurrent: Google Music von Deutschland aus nutzen
Mit einem 55-Tage-Mixtape unterwegs

von Katharina Nocun Uhr veröffentlicht

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Das Google-Imperium wagt mit dem neuen Dienst Google Music den Schritt ins hart umkämpfte Online-Musik-Business. Mit Google Music kann man seine eigene Musiksammlung hochladen und somit einfach von mobilen Endgeräten aus jederzeit auf seine Sammlung zugreifen. Zusätzlich können auch Tracks und Alben von Künstlern online erstanden werden. Insbesondere labellose Künstler profitieren von dieser neuen Vertriebsstruktur.

Googles iTunes-Konkurrent Google Music verspricht ein ganz neues, auf mobile Nutzung optimiertes Musikerlebnis mit Schnittstelle zum eigenen Social Network Google+. Bisher kann der Dienst aber nur in den USA genutzt werden. Mit ein paar Kniffen lässt sich Google Music aber bereits jetzt schon von Deutschland aus erkunden. Netzwelt zeigt den Weg dorthin.

Das Google-Imperium wagt mit Google Music den Schritt ins hart umkämpfte Online-Musik-Business. Mit Google Music kann man die eigene Musiksammlung hochladen und somit einfach von mobilen Endgeräten aus jederzeit auf seine Sammlung zugreifen. Zusätzlich können auch Tracks und Alben von Künstlern online erstanden werden. Insbesondere labellose Künstler profitieren von dieser neuen Vertriebsstruktur.

Den IP-Check von Google austricksen

Google checkt während des Anmeldeprozesses die IP-Adresse des Users. Um in den Genuss des neuen Dienstes zu kommen, gilt es daher, diese bei der Anmeldung zu verschleiern, damit man sich anschließend innerhalb des Netzes frei bewegen kann. Hierfür bieten sich verschiedene Dienste an, die die IP-Adresse mittels Proxy verbergen. Das bekannteste kostenlose Proxy-Netzwerk ist TOR (The Onion Router). Bei diesem Netzwerk muss zusätzlich manuell ein amerikanischer Proxy als Endknoten (Exitnode) der Datenverbindung ausgewählt werden. Alternativ kann aber auch schnell mit der Freeware Hotspot Shield für die Dauer der Anmeldung ein amerikanischer Proxy zwischengeschaltet werden.

Nach Download des Installationspakets von Hotspot Shield sollte man den Anweisungen folgen und zusätzlich alle Anwendungen, die auf das Internet zugreifen, sicherheitshalber schließen. Dann den Browser aufrufen und in der Taskleiste mit einem Rechtsklick auf das Hotspot Shield-Symbol klicken und „Verbinden/Ein“ auswählen. Wenn das Symbol anschließend grün aufleuchtet und das neu aufgepoppte Fenster im Browser den Status "verbunden" anzeigt, kann man nun die Seite https://music.google.com ansurfen und sich dort entweder mit einem bestehenden Google-Account oder besser noch mit einer neuen Kennung einloggen. Falls anschließend nicht ein Fester mit der Bitte um Zustimmung zu den AGBs von Google Music aufpoppt, könnten Werbe- oder Scriptblocker dafür verantwortlich sein. Diese müssten eventuell temporär abgeschaltet werden, um sich einloggen zu können.

Google Music bietet Platz für 20.000 eigene Songs. (Quelle: Screenshot)

Songs und Alben mit dem Google Music Manager hochladen

Nach Zustimmung zu den AGBs kann der Account mittels eines Upload-Clients mit der eigenen Musiksammlung befüllt werden. Bei einem Upload-Limit von rund 20.000 Titeln dürfte fürs erste keine Langeweile mehr aufkommen. Der Music Manager ist der von Google bereitgestellte Upload-Client, mit dem Musik hochgeladen werden kann. Dieser muss vom Nutzer zuvor auf dem Rechner installiert und eingerichtet werden. Hierbei muss ein Quellordner für den Upload ausgewählt werden. Optional kann man auch den gesamten Ordnerinhalt oder nur einzelne Tracks hochladen. Zusätzlich kann die Option gewählt werden, in Zukunft alle Daten in diesem Ordner automatisch in die Cloud zu verschieben. Dies würde dafür sprechen, einen speziellen Ordner eigens für Google Music zu erstellen, um dort gezielt Musik für diesen Zweck abzulegen. Tipp: Der Upload geht um einiges schneller vonstatten, wenn man den Proxy direkt nach der Anmeldung wieder abschaltet.

Mit dem Google Music Manager kann man Songs und Alben bequem verschieben. (Quelle: Screenshot)

Mit der Google Music App für Android kann man anschließend jederzeit auf die eigene Musiksammlung per Smartphone zugreifen. Leider ist diese derzeit offiziell nur in den USA im App Market erhältlich. Mithilfe der Google Suche und etwas Geduld kommt man letztendlich doch meist auch ohne gerootetes Handy und der App "Market Enabler" ans Ziel und kann in den Genuss eines permanenten Zugriffs auf die eigene Musiksammlung kommen. Aber auch ohne App kann die Online-Version selbstverständlich genutzt werden.

Was wirklich neu ist an Google Music

Google Music bietet seinen Nutzern einige neue, aber auch viele bereits durch andere Anbieter wie beispielsweise Last.fm bekannte Features. Ähnlich wie andere Musikdienste erstellt auch Google Music anhand der bisherigen Play- und Kaufliste auf Wunsch Musikvorschläge ähnlicher Künstler. Für Freunde großer Musiksammlungen dürfte besonders die Funktion "Instant Mixes" interessant sein, mit der man anhand von wenigen Liedern als Richtschnur eine Playlist mit ähnlichen Titeln aus der eigenen Musiksammlung erstellen kann. Wer einen über Google Music erstandenen Titel mit Freunden teilen will, kann dies legal ein einziges Mal per Link tun.

Aber nicht nur Nutzer, sondern auch Künstler sollen von Google Music profitieren. Denn der Software-Gigant Google hat sich bei seiner neuen Plattform dafür entschieden, auch Künstlern ohne Label eine sehr einfache Vertriebsmöglichkeit anzubieten.

Nutzer sollten bedenken, dass sie mittels eines "erschummelten" Accounts noch keine Musik käuflich erstehen können, da hierfür eine amerikanische Kreditkarte notwendig ist. Für einen ersten Eindruck und vor allem den Zugriff auf die netten Funktionen reicht es jedoch allemal. Google Music verspricht ein interessanter neuer Dienst zu werden, der sich durch zahlreiche Schnittstellen mit den Schwestern und Brüdern der Google-Software-Familie und dem eigenen Betriebssystem Android sehr gut ergänzt. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich Google gegen die übermächtige Konkurrenz durchsetzen kann. Zumindest der wachsende Marktanteil von Android dürfte sich hier jedoch als deutlicher Heimvorteil für Google erweisen.

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Das Google-Imperium wagt mit dem neuen Dienst Google Music den Schritt ins hart umkämpfte Online-Musik-Business. Mit Google Music kann man seine eigene Musiksammlung hochladen und somit einfach von mobilen Endgeräten aus jederzeit auf seine Sammlung zugreifen. Zusätzlich können auch Tracks und Alben von Künstlern online erstanden werden. Insbesondere labellose Künstler profitieren von dieser neuen Vertriebsstruktur.

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iTunes-Konkurrent: Google Music von Deutschland aus nutzen
iTunes-Konkurrent: Google Music von Deutschland aus nutzen
Das Google-Imperium hat mit Google Music äußerst interessanten Nachwuchs bekommen. Netzwelt zeigt, wie Sie den Dienst bereits jetzt schon in Deutschland nutzen können.
http://www.netzwelt.de/news/89617-itunes-konkurrent-google-music-deutschland-nutzen.html
2011-11-24 15:28:36
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/google-music-bietet-platz-20000-eigene-songs-bild-screenshot10049.png
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