Neuer Editor in Planung

Frauen Mangelware: Wikipedia braucht mehr weiblichen Input

Wikipedia lebt davon, dass Nutzer ihr Wissen zu bestimmten Themen in der Online-Enzyklopädie niederschreiben und dieses so anderen Nutzern weltweit zugänglich machen. Dabei wird Wert auf Qualität gelegt, die nur durch eine breite Masse unterschiedlicher Autoren erreicht werden kann. Ein Problem in diesem Zusammenhang ist der bislang sehr niedrige Frauenanteil.

Nur jeder zehnte Autor bei Wikipedia ist eine Frau. (Bild: Screenshot)
Nur jeder zehnte Autor bei Wikipedia ist eine Frau. (Bild: Screenshot)
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Der Frauenanteil soll von derzeit maximal 13 Prozent auf 25 Prozent angehoben werden. Sue Gardner von der Wikimedia Foundation nannte in einem Interview mit Zeit Online hierfür als Grund, dass das gesamte Wissen der Menschheit bei Wikipedia abgebildet werden soll. "Das schaffen wir nicht, wenn nur jeder zehnte Autor eine Frau ist. Da fehlt uns so viel Wissen, so viel Erfahrung, so viel Hintegrund."

Neuer Editor gegen Autorenschwund

Gardner ist der Meinung, dass einige Themen eine höhere Qualität aufweisen würden, wenn Frauen, ältere Menschen oder Menschen von der Südhalbkugel dazu etwas schreiben würden. Auf Nachfrage von Zeit Online, was für Inhalte Gardner sich hier vorstellt, zieht sie ein persönliches Beispiel heran. Sie selbst interessiere sich für britische Romanautorinnen und findet, dass die englische Wikipedia hier nicht so gut aufgestellt ist. Auch an Inhalten zur praktischen Umsetzung von Management-Theorien mangelt es laut Gardner.

Ganz allgemein hat Wikipedia mit einem Autorenrückgang zu kämpfen. Als Gegenmittel soll die Benutzeroberfläche verändert werden. "Wir wissen nun, dass wir einen WYSIWYG-Editor brauchen - What you see is what you get", erklärte Gardner. In Zukunft soll die Bedienung stark vereinfacht werden. Dabei geht es unter anderem um das Hochladen von Bildern, das Anhängen von Informationen zum Urheberrecht und Lizenzen sowie das Einbinden von Quellen.

Bei Wikipedia muss aber auch darauf geachtet werden, dass Seiten von neuen Autoren geprüft werden - im Hinblick auf Vandalismus und Spam. "Deshalb muss unser System komplexe Dinge beherrschen und gleichzeitig so einfach zu bedienen sein, dass jeder mal schnell einen Rechtschreibfehler in einem Wikipedia-Artikel korrigieren kann", sagte Gardner. Noch im Dezember soll ein erster funktionsfähiger Prototyp des Visual Editors getestet werden. Gardner hofft, dass der neue Editor noch im nächsten Jahr für alle Nutzer verfügbar sein wird.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

War ja klar, dass die Sue wieder was sagt … aber Bildfilter = ZENSUR!!! Da ist die auch dabei – und es ist ein Problem.

"Ein Problem in diesem Zusammenhang ist der bislang sehr niedrige Frauenanteil." Tja, die EMMA ist überall! Hält das Gejammer auch schon Einzug in die Netzwelt. Ein Trauerspiel......

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