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Zubehör all inclusive: HTC Rhyme im Test
Mit Status-LED für die Handtasche

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Das HTC Rhyme glänzt im Test nicht nur mit seiner hochwertigen Verarbeitung und leistungsfähigen Hardware, sondern auch mit jeder Menge Zubehör. Im Lieferumfang befinden sich beispielsweise ein Lautsprecher-Dock sowie ein Kubus, der mit Lichtsignalen über eingehende Anrufe und Nachrichten informiert.

Keine Anrufe mehr verpassen, nicht lange nach dem Handy in der Handtasche suchen, kein langwieriges Entwirren von Kopfhörerkabeln, einfaches Aufladen ohne große Steckerei - das alles verspricht HTC den Nutzern des HTC Rhyme. Intelligentes Zubehör soll es möglich machen. Das Beste: Die Accessoires legt HTC dem Gerät gleich kostenfrei bei.

In den Karton des HTC Rhyme passen locker zwei handelsübliche Smartphones. Denn HTC hat dem Modell reichlich Zubehör beigelegt. Muss man für andere Handys Schutzhülle und Dockingstation erst separat erwerben, gehören sie beim HTC Rhyme zum Lieferumfang - und in der Box befindet sich sogar noch mehr: Ein Rhyme Charm genannter Kubus informiert via Lichtsignale über eingehende Anrufe und Nachrichten auf dem Smartphone. Gedacht ist dies vor allem für weibliche Nutzer, die das HTC Rhyme unterwegs in ihrer Handtasche verstauen. Dank Rhyme Charm sollen sie dennoch keinen Anruf verpassen.

Der Kubus wird über den Kopfhöreranschluss mit dem Handy verbunden und dann an Tasche oder Jacke angesteckt. Geht ein Anruf oder eine Nachricht ein, blinkt er. Langes Wühlen in der Tasche nach dem Handy wird mit dem Rhyme Charm ebenfalls überflüssig. Denn es kann einfach am Kubus-Kabel aus der Tasche gezogen werden. HTC hat das Kabel des Rhyme Charm mit einem entsprechenden Zugschutz versehen. Im Test entpuppten sich Kabel und die Verbindung zwischen Kabel und Gerät als äußert robust. Ein praktisches Helferlein also für die Damenwelt.

Keine Musik mit Rhyme Charme

Zwei Nachteile offenbarte der Rhyme Charm im Test allerdings: So ist Musik hören bei eingestecktem Rhyme Charm nicht mehr möglich - auch nicht über ein Bluetooth Headset. Diesen Versuch quittierte das HTC Rhyme mit der Meldung "Bitte kabelgebundene Kopfhörer ausziehen, bevor Bluetooth-Headset aktiviert wird".

Noch schwerwiegender: Der Kubus-Clip ist nur wenige Millimeter breit und lässt sich daher nur an Taschen mit dünnen Trägern, Hemden und Blusen befestigen. Bei dicken Winterjacken und Pullis wird es dagegen schwer, den Rhyme Charm festzustecken.

Kein Kabelsalat mit Docking-Station und Headset

Zu den weiteren praktischen Accessoires des HTC Rhyme zählt ein sogenanntes Tangle-Free-Headset. Die Kopfhörer sollen sich anders als normale Headsets in der Tasche nicht verknoten und entrollen sich nach dem Herausziehen sofort. Im Test klappte dies prima. Einziger Kritikpunkt: Die Tasten zur Musiksteuerung wirken nicht gerade hochwertig verarbeitet und weisen keinen klaren Druckpunkt auf.

HTC Rhyme

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Das Display des HTC Rhyme misst 3,7 Zoll. (Bild: netzwelt)

Als letztes größeres Accessoire findet sich im Karton eine Dockingstation. Sie hat Lautsprecher integriert und ermöglicht das gleichzeitige Laden und die Wiedergabe von Musik. Der Clou: Nur die Dockingstation muss mit dem Stromnetz einmalig verbunden werden. Das Handy selbst legt der Nutzer einfach in die Docking-Station, ohne es irgendwie zu verkabeln. Die Musikübertragung erfolgt automatisch via Bluetooth. Der Klang geht in Ordnung und übersteuert nur bei hohen Lautstärken. Letztlich ist die Dockingstation ein guter Ersatz für Küchenradio oder Radiowecker. Für den mobilen Einsatz als Lautsprecher-Dock eignet sie sich mangels Batteriefach aber nicht.

Technisch top

Aber auch abgesehen vom Zubehör hat das HTC Rhyme für ein Mittelklasse-Smartphone viel zu bieten: Der Prozessor taktet mit einem Gigahertz, der Arbeitsspeicher ist 768 Megabyte groß und der interne Speicher misst vier Gigabyte, wovon dem Nutzer ein Gigabyte zur Verfügung steht. Per Speicherkarte lässt sich der Telefonspeicher aber noch erweitern. Dementsprechend hoch ist das Arbeitstempo: Im Browserbenchmark Browsermark erreichte das HTC Rhyme 45.151 Punkte, den Sunspider-Test absolvierte es in 3.895,4 Millisekunden und schlägt damit sogar Apples iPhone 4.

Das Display misst in der Diagonalen 3,7 Zoll, ist also etwas größer als das des Apple iPhone. Die Auflösung ist mit 800 x 480 Pixeln sehr hoch, wenn auch nicht ganz so hoch wie beim iPhone (960 x 640 Pixel). Dennoch wirkt die Darstellung scharf und klar - gerade bei Schrift. Eine leichte Treppchenbildung ist hier nur bei sehr hohem Zoomfaktor zu erkennen. Einziger wirklicher Nachteil hardwaretechnisch ist der Akku: Er ist fest verbaut und lässt sich somit nicht vom Nutzer wechseln. Mit 1.600 Milliamperestunden ist er aber für die Handyklasse üppig dimensioniert. Je nach Handy-Nutzung sollte das HTC Rhyme mindestens ein Wochenende ohne Stromzufuhr auskommen.

Videokamera mit Zeitlupen-Funktion

Überzeugen können auch die Multimedia-Fähigkeiten des Handys. Die Sprachqualität ist gut, Störgeräusche waren im Test kaum auszumachen. Ebenso überzeugen konnte der Klang beim Abspielen von MP3s über die Kopfhörer - auch ohne Beats-Audiotechnik ist Hörgenuss möglich. Die auf der Rückseite verbaute 5-Megapixel-Kamera lieferte im Test gute Bilder. Bildrauschen oder andere Fehler waren nicht auszumachen. Die Detailtiefe der Aufnahmen war allerdings gering, auch wirkten sie leicht dunkel.

Videos können in HD-Qualität aufgenommen werden, sogar eine Zeitlupen-Funktion hat HTC in die Kamera-App integegiert. Beide Features schließen sich jedoch gegenseitig aus: Verwendet der Nutzer die Zeitlupen-Funktion, kann er nicht in HD-Auflösung aufzeichnen. Ein mit dem HTC Rhyme gemachtes Foto finden Sie hier, ein Video hier. Einziges Manko: Es fehlen ein physikalischer Aufnahmeknopf und ein HDMI-Ausgang. Diese Funktionen sind in der Preisklasse aber nicht unbedingt zu erwarten.

Update auf Android 4.0 fraglich

Nicht nur Hardware-technisch ist das HTC Rhyme gut ausgestattet, auch auf der Softwareseite glänzt das Modell. Mit Android 2.3.5 ist eine aktuelle Android-Version auf dem Gerät vorinstalliert, die einige größere Sicherheitslücken schließt. Ein Update auf Android 4.0 ist allerdings noch nicht sicher.

Dafür kommen die Nutzer ab Werk in den Genuss der Sense-Nutzeroberfläche in der neuen Version Sense 3.5. Sie bietet ein deutlich aufgeräumteres Design, sodass die Startbildschirme nicht vollgestopft wirken. Des Weiteren integriert HTC in die Nutzeroberfläche weitere Apps, etwa den Internet-Speicher Dropbox. HTC-Nutzer erhalten hier fünf Gigabyte statt drei Gigabyte gratis - für zunächst zwölf Monate.

Fazit

Das HTC Rhyme ist ein hochwertig verarbeitetes und leistungsstarkes Smartphone der gehobenen Mittelklasse. Das Zubehör dürfte vor allem weibliche Nutzer ansprechen. Wer auf Docking-Station und Rhyme Charm verzichten kann, erhält ähnlich leistungsstarke Alternativen für weniger Geld, etwa das Sony Ericsson Xperia neo.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das HTC Rhyme lautet 479 Euro, im Versandhandel ist das Smartphone für knapp 420 Euro inklusive Versandkosten erhältlich. Zudem kann das Smartphone subventioniert bei Base und O2 erworben werden.

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Das HTC Rhyme glänzt im Test nicht nur mit seiner hochwertigen Verarbeitung und leistungsfähigen Hardware, sondern auch mit jeder Menge Zubehör. Im Lieferumfang befinden sich beispielsweise ein Lautsprecher-Dock sowie ein Kubus, der mit Lichtsignalen über eingehende Anrufe und Nachrichten informiert.

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Zubehör all inclusive: HTC Rhyme im Test
Zubehör all inclusive: HTC Rhyme im Test
Auf die Beats-Audiotechnik muss der Nutzer trotz des musikalischen Namens beim HTC Rhyme leider verzichten. Dafür legt HTC dem Smartphone jede Menge Zubehör bei.
http://www.netzwelt.de/news/89599-zubehoer-all-inclusive-htc-rhyme-test.html
2011-11-22 17:09:32
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/aenderungen-suche-naehert-xing-stark-facebook--bild-netzwelt6166.jpg
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