Netzwerkspeicher: Iomega StorCenter ix2 Cloud Edition im Test

Serverdienste

Ein aktivierbarer iTunes-Server ermöglicht die Speicherung der Medienbibliothek auf dem NAS, dient aber nicht zum Erstellen eigener Abspiellisten. Wer Amazons S3-Cloudspeicher nutzt, kann Dateien auf dem NAS automatisch auf die Server des Online-Händlers weitergeben. Zur Videoüberwachung integriert das iomega-System bei Bedarf eine Reihe an UPnP-Kameras und speichert die Bewegtbilder auf der Festplatte. Zusätzlich steht eine Schnittstelle für das Videoüberwachungssystem von AXIS zur Verfügung.

Iomega bewirbt sein NAS als Cloud Edition. Dem Zugriff von unterwegs dient ein Webserver, den der Hersteller "Personal Cloud" nennt: Das NAS wird damit zum Dateihub, wobei auch der Beitritt zu anderen Iomega-Speichergeräten möglich ist. Im Test funktionierte das System einwandfrei, wobei man entsprechende Ports auf dem Router aktivieren sollte. Hinterher lädt man bei Bedarf auch andere Nutzer in die "Persönliche Wolke" ein.

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Iomega bietet auch eine App für die Verwaltung und für den Zugriff von NAS-Daten von unterwegs an. Das Miniprogramm gewährt den Up- und Download von Dateien, den Zugriff auf Freigaben und eine Abspielfunktion für Musik, Videos und Bilder.  

Stromverbrauch und Geräuschpegel

Der Hersteller gibt einen Stromverbrauch mit Minimalwerten von fünf Watt und Maximalwerten von 19 Watt an. Im Test maßen wir jedoch erhöhte Werte zwischen 13 Watt (Minimum) und 36 Watt (Maximum). Im ausgeschalteten Zustand verzeichnete unser Strommessgerät Pegelschwankungen von bis zu einem Watt. Das iomega-System verfügt auch über einen Energiesparmodus: Anwender legen fest, nach welcher Inaktivitätsdauer die Laufwerke in den Ruhezustand fahren sollen. Beim Zugriff auf die Laufwerke fährt das NAS dann wieder hoch.

Beim Lesen und Schreiben waren Geräusche der Festplatten recht laut zu hören, was dem Einsatz des iomega-NAS im Wohnzimmer eher entgegenstehen dürfte. Der Schalldruck pegelte sich bei dagegen bei Durchschnittswerten von 13 dB(A) im normalen Betrieb ohne Laufwerkszugriff ein. 

Lese- und Schreibgeschwindigkeit

Im Test schlossen wir das iomega-NAS wie alle überprüften Netzwerkspeicher direkt an den Rechner an, um etwaige Engpässe wie Hubs zu umgehen. In der Praxis dürften die gemessenen Werte nicht erzielt werden, geben aber einen guten Maßstab zur Orientierung ab.

Die Durchsatzwerte des iomega StorCenter ix2 liegen ungefähr auf einem Level mit denen des LG N2A2. Beim Schreiben von Daten maßen wir rund 189 Megabit pro Sekunde, beim Lesen 206 Megabit pro Sekunde. Demnach landet ein MP3-Album in rund drei Sekunden auf dem Netzwerkspeicher. Ein gutes Ergebnis.

Fazit

Der iomega StorCenter ix2-200 bietet sich wie das vor kurzem getestete LG-System für Heimanwender an, die auf ein fertig konfiguriertes NAS setzen und sich nicht viel Mühe mit dem Ein- und Ausbau von Festplatten machen wollen.

Dafür erhalten Nutzer ein vielseitiges System, das mit Schnittstellen für Facebook, Flickr und Youtube auch für rege Web-2.0-Fans interessant sein dürfte. Das iomega StorCenter ix2-200 ist bei Online-Händlern für rund 180 Euro erhältlich.

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