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Netzwerkspeicher: Iomega StorCenter ix2 Cloud Edition im Test
Für rund 280 Euro

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Mit rund 180 Euro inklusive Festplatten liegt das iomega-System in der gleichen Preisklasse wie das getestete N2A2 von LG, bietet aber mehr Funktionen. Einige Nachteile hat netzwelt trotzdem bemerkt.

Das iomega-NAS ist wie das kürzlich getestete LG N2A2 ohne Festplatte nicht zu haben. Vorteilhaft sind der Leistungsumfang des Netzwerkspeichers und der Preis. Als nachteilig erweisen sich die eingebauten Festplatten, deren Betriebsgeräusche recht laut sind.

Der iomega StorCenter ix2-200 ist ein Zwei-Platten-System, das mit einer Kapazität von zwei, vier oder sechs Terabyte erhältlich ist. Die Einstiegsvariante kostet rund 180 Euro in Online-Shops. Wie beim Buffalo Link Station Pro Duo und LG N2A2 ist das NAS ohne HDD nicht zu haben. Iomega richtet sich mit dem Gerät an kleine Unternehmen und Privatanwender.

Das Betriebssystem ist auf den mitgelieferten Festplatten gesepeichert, so dass sich das NAS nicht für den Einbau neuer Festplatten eignet. Der Ausbau ist über die Laufschächte aber relativ einfach möglich. Iomega kündigte gegenüber netzwelt an, dass die kommende Generation an Netzwerkspeichern des Herstellers flexibler zu handhaben sein werde und demnach auch ein HDD-Wechsel möglich ist.

Standardmäßig voreingestellt sind die Laufwerke übrigens im RAID 1-Verbund. Der Datenstand wird also auf beiden Platten identisch gehalten. Andere Konfigurationen können über die Web-Oberfläche eingestellt werden.

Gehäuse

Eingebaut sind die Festplatten in einem robusten Gehäuse, dass anders als ein Großteil der anderen Netzwerkspeicher im Test komplett aus Metall besteht. Allerdings wird es bereits nach kurzer Zeit im Betrieb sehr warm.

Auf der Vorderseite zeigen vier LEDs den Betriebszustand des NAS an. Zum Ein- und Ausschalten dient ein Netzschalter, zum Einspielen von Daten von USB-Laufwerken eine "QuikTransfer-Taste". Darunter befindet sich eine USB-Schnittstelle.

Zwei weitere USB-Ports stehen auf der Rückseite zur Verfügung. Ein Gigabit-Ethernet-Port bindet das iomega-NAS ins LAN ein.

Iomega StorCenter ix2 Cloud Edition im Test

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Das Metallgehäuse des Netzwerkspeichers von iomega ist zwar robust. wird aber im Betrieb recht schnell warm. (Bild: netzwelt)

Hardware

Der iomega StorCenter iX2-200 arbeitet unter Windows, Mac und Linux und wird mit einer ein Gigahertz schnellen, häufig in NAS-System vorzufindenden Marvell-CPU ausgeliefert. Der Arbeitsspeicher beträgt 256 Megabyte.

Anleitung und Installation

Vermisst haben wir wie bei vielen Geräten im Test eine ausführliche Anleitung, lediglich eine Schnellstartanleitung liegt bei. Die ausführliche Dokumentation liefert der Hersteller per CD-Rom mit.

Die Installation bereitet auch unerfahrenen Anwendern kaum Probleme, weil das NAS automatisch eine IP-Adresse vom Router zugewiesen bekommt und sich sofort ins heimische Netzwerk einbindet. Wird das NAS direkt an den Rechner angeschlossen, muss der Anwender erst manuell eine IP-Adresse vergeben.

Software

Iomegas kostenloser Software Storage Manager dient der schnellen Übersicht und Verwaltung von Laufwerken. Gut gefallen hat auch die komfortable Web-Oberfläche, die der Hersteller mit Funktionssysmbolen auflockert.

An Erläuterungen zu den einzelnen Einstellungen hält sich iomega recht bedeckt, baut aber zumindest Verweise auf das Handbuch in die Web-Oberfläche ein. Auf den Übersichtsseiten werden kurze Erklärungen der Funktionen per Mouse-Over eingeblendet.

Protokolle und Soziale Netzwerke

Der iomega StorCenter ix2-200 bietet Unterstützung für eine Vielzahl von Protokollen (AFP, FTP, NFS, rsync, SNMP, TFTP, Windows NFS, WebDAV). Wie die Konkurrenzgeräte lässt sich der Netzwerkspeicher auch für Torrent-Downloads und Time Machine-Backups einsetzen. Via Web sichert man seine Dateien auf den Servern des Internet-Speicherdienstes Mozy.

Zur Anbindung an Soziale Netzwerke und andere Internet-Services verbaut Iomega eine Schnittstelle für den Foto-Upload zu Facebook, den Bilderversand zu Flickr und die Weitergabe von Videos nach Youtube. Ein Ordner zur Bildgrößenanpassung skaliert Fotos auf voreingestellte Formate oder benutzerdefinierte Auflösungen. Bei Bedarf bindet man einen E-Mail-Verteiler zum Versand von Dateien an Freunde und Bekannte ein.

Serverdienste

Ein aktivierbarer iTunes-Server ermöglicht die Speicherung der Medienbibliothek auf dem NAS, dient aber nicht zum Erstellen eigener Abspiellisten. Wer Amazons S3-Cloudspeicher nutzt, kann Dateien auf dem NAS automatisch auf die Server des Online-Händlers weitergeben. Zur Videoüberwachung integriert das iomega-System bei Bedarf eine Reihe an UPnP-Kameras und speichert die Bewegtbilder auf der Festplatte. Zusätzlich steht eine Schnittstelle für das Videoüberwachungssystem von AXIS zur Verfügung.

Iomega bewirbt sein NAS als Cloud Edition. Dem Zugriff von unterwegs dient ein Webserver, den der Hersteller "Personal Cloud" nennt: Das NAS wird damit zum Dateihub, wobei auch der Beitritt zu anderen Iomega-Speichergeräten möglich ist. Im Test funktionierte das System einwandfrei, wobei man entsprechende Ports auf dem Router aktivieren sollte. Hinterher lädt man bei Bedarf auch andere Nutzer in die "Persönliche Wolke" ein.

Iomega bietet auch eine App für die Verwaltung und für den Zugriff von NAS-Daten von unterwegs an. Das Miniprogramm gewährt den Up- und Download von Dateien, den Zugriff auf Freigaben und eine Abspielfunktion für Musik, Videos und Bilder.

Stromverbrauch und Geräuschpegel

Der Hersteller gibt einen Stromverbrauch mit Minimalwerten von fünf Watt und Maximalwerten von 19 Watt an. Im Test maßen wir jedoch erhöhte Werte zwischen 13 Watt (Minimum) und 36 Watt (Maximum). Im ausgeschalteten Zustand verzeichnete unser Strommessgerät Pegelschwankungen von bis zu einem Watt. Das iomega-System verfügt auch über einen Energiesparmodus: Anwender legen fest, nach welcher Inaktivitätsdauer die Laufwerke in den Ruhezustand fahren sollen. Beim Zugriff auf die Laufwerke fährt das NAS dann wieder hoch.

Beim Lesen und Schreiben waren Geräusche der Festplatten recht laut zu hören, was dem Einsatz des iomega-NAS im Wohnzimmer eher entgegenstehen dürfte. Der Schalldruck pegelte sich bei dagegen bei Durchschnittswerten von 13 dB(A) im normalen Betrieb ohne Laufwerkszugriff ein.

Lese- und Schreibgeschwindigkeit

Im Test schlossen wir das iomega-NAS wie alle überprüften Netzwerkspeicher direkt an den Rechner an, um etwaige Engpässe wie Hubs zu umgehen. In der Praxis dürften die gemessenen Werte nicht erzielt werden, geben aber einen guten Maßstab zur Orientierung ab.

Die Durchsatzwerte des iomega StorCenter ix2 liegen ungefähr auf einem Level mit denen des LG N2A2. Beim Schreiben von Daten maßen wir rund 189 Megabit pro Sekunde, beim Lesen 206 Megabit pro Sekunde. Demnach landet ein MP3-Album in rund drei Sekunden auf dem Netzwerkspeicher. Ein gutes Ergebnis.

Fazit

Der iomega StorCenter ix2-200 bietet sich wie das vor kurzem getestete LG-System für Heimanwender an, die auf ein fertig konfiguriertes NAS setzen und sich nicht viel Mühe mit dem Ein- und Ausbau von Festplatten machen wollen.

Dafür erhalten Nutzer ein vielseitiges System, das mit Schnittstellen für Facebook, Flickr und Youtube auch für rege Web-2.0-Fans interessant sein dürfte. Das iomega StorCenter ix2-200 ist bei Online-Händlern für rund 180 Euro erhältlich.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit rund 180 Euro inklusive Festplatten liegt das iomega-System in der gleichen Preisklasse wie das getestete N2A2 von LG, bietet aber mehr Funktionen. Einige Nachteile hat netzwelt trotzdem bemerkt.

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  • hugobond schrieb Uhr
    Ich nutze das Iomega IX Cloud Edition zum Streamen von Musik, Filme und zum anschauen von Fotos via PC. Filme schaue ich auf dem TV via XBOX 360 oder via am TV angeschlossenem PC, welche auf das Iomega zugreifft. Leistungsmässig habe ich nie einen hänger. Hier ist der Windows Media Player schneller als der VLC. VLC ladet zuerst immer eine gewisse menge an Daten bevor es abspielen kann. Mit dem XBMCE auf dem PC auf das Iomega zugreifen und dann abspielen funktioniert ebenfalls. Also kurz gesagt für den Medienbereich läuft alles.
  • Carnot schrieb Uhr
    AW: Netzwerkspeicher: Iomega StorCenter ix2 Cloud Edition im Test

    Ich habe ein IOMEGA Netzwerklaufwerk welches ich über einen vom Router getrennten Switch betreibe. Der PC ist ein Noname 2.8 GHZ Taktegeschwindigkeit und einem 4 Prozessorenlaufwerk. Geschwindigkeit nach Windows 4.9 Der Netzwerkspeicher schafft es von der Geschwindigkeit nicht einen normalen Youtoube Film so wiederzugeben dass dieser Unterbrechnungsfrei läuft. Dafür ratterr der Speicher ununterbrochen. Fazit: Für eine einfache Datenspeicherung ist das Produkt tauglich was sich auch im güstigen Preis spiegelt. Als Netzwerkserver zwischen mehreren PC mit häufigem Datenverkehr unbrauchbar.

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Netzwerkspeicher: Iomega StorCenter ix2 Cloud Edition im Test
Netzwerkspeicher: Iomega StorCenter ix2 Cloud Edition im Test
Iomegas NAS-System bietet viel für wenig Geld. Beim Zugriff auf die Festplatten zeigte sich der Netzwerkspeicher aber vergleichsweise laut.
http://www.netzwelt.de/news/89594-netzwerkspeicher-iomega-storcenter-ix2-cloud-edition-test.html
2011-12-05 16:42:26
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2011/4602/34796.jpg
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