Das kickt nicht
Im Kurztest: MotionSports: Adrenaline
Acht Kilometer freier Fall im virtuellen Wingsuit, ehe man am Boden der Erkenntnis angelangt ist: Nein, Ubisofts "MotionSports Adrenaline" ist wahrlich kein Xbox-Kinect- und PlayStation-Move-Überflieger. Es landet nicht einmal im Mittelfeld, sondern weit unten in den Bewertungsregionen. Hauptgrund ist die träge Bewegungserkennung. Sie macht ein erfolgreiches Abschneiden in einem halben Dutzend Extremsportarten fast schon zum Glücksspiel.
MOTIONSPORTS ADRENALINE - Trailer: Vom Paragliding, über das Fahren im Kajak bei halsbrecherischen Stromschnellen, bis hin zum Springen im Wingsuit von steilen Berghängen. Das ist Motionsports Adrenaline, das für die PlayStation 3 und die Xbox 360 entwickelt wird. Fans extremer Sportarten kommen hierbei voll auf ihre Kosten, in Sicherheit vor der heimischen Spielkonsole. Zum Video: MOTIONSPORTS ADRENALINE - Trailer
"Überwinde deinen inneren Schweinehund" steht auf der Verpackung von "MotionSports Adrenaline" - und fürwahr: Es kostet einiges an Überwindung, jede Disziplin, jede Variation (gegen die Zeit oder Münzen sammeln) und jedes Level auszuprobieren. Denn im Grunde ist hier fast egal, was man vor der Kinect- oder PlayStation-Eye-Kamera so treibt. Denn runter kommt man beim Ski- und Kajakfahren, Skydiving, und Mountainbiking ohnehin - eingestreute Tricks durch das Nachahmen von vorgegebenen Körperhaltungen hin oder her.
Beim Bergsteigen scheint der digitale Klettermaxe eigenständig zu entscheiden, welche Route er wählt, während man sich selbst wie ein Hamster im Laufrad fühlt - wild mit den Armen ins Leere greifend und immer wieder hüpfend, um größere Spalten zu überwinden. Vollends auf 180 bringt einen die Tatsache, dass selbst eifriges Klatschen im Gegensatz zur kurzen Einweisung eingangs nur äußerst selten einen Schutzschild gegen herabfallende Gesteinsbrocken auslöst und man deshalb immer wieder zurückgeworfen wird.
Eiserne Disziplin angesichts der ungenauen und trägen Bewegungserkennung wird mit weiteren Austragungsorten und neuen Klamotten für den digitalen Adrenalinjunkie belohnt. Und wer unbedingt wissen möchte, wer den größten Durchhaltewillen besitzt, kann sich im Partymodus mit bis zu vier Freunden in zehn zufällig ausgewählten Wettbewerben oder gleich online mit der restlichen Welt messen.
Im Kurztest: MotionSports: Adrenaline
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Bild vergrößern "MotionSports Adrenaline" bietet Extremsportarten mit extrem ungenauer Bewegungserkennung. (Bild: Ubisoft) - Bild 2 von 4
Bild vergrößern Beim Mountainbiking ahmt der Spieler die Lenkbewegungen nach und brettert auf drei verschiedenen Spurrillen die Berge hinab. (Bild: Ubisoft) - Bild 3 von 4
Bild vergrößern Beim Kitesurfen nimmt einem die träge Bewegungserkennung den Wind aus den Segeln. (Bild: Ubisoft) - Bild 4 von 4
Bild vergrößern Freier Fall: Mit dem Wingsuit stürzt man sich in die Tiefe. (Bild: Ubisoft)
Fazit: Die ungewöhnliche Auswahl an Extremsportarten muss man Ubisoft zugutehalten, die Umsetzung ist jedoch über weite Strecken schlicht katastrophal. Lieber zum etwas biederen "Kinect Sports Season Two" greifen und wirklich das Gefühl von Kontrolle haben.
Datenblatt
| MotionSports: Adrenaline | |
| Spielname | MotionSports: Adrenaline |
| Hersteller | Ubisoft Vancouver |
| Vertrieb | Ubisoft |
| Genre | Sport |
| Erhältlich ab | 27.10.2011 |
| Preis | ca. 50 Euro |
| EAN Code | 3307219932496 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger und Fortgeschrittene |
| Alter | ab 6 Jahren |
| Multiplayer | 2-4 |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | befriedigend |
| Bewertung Steuerung | ausreichend |
| Bewertung Sound | ausreichend |
| Bewertung Spielspass | ausreichend |
| Bewertung Gesamt | ausreichend |
| System | Xbox 360 |
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