Rasen, rempeln, rennen

Im Kurztest: Need For Speed: The Run

Über 3.000 Meilen quer durch die USA, 250 Teilnehmer, 25 Millionen Dollar für den Sieger: EA inszeniert "The Run", den neuen Ableger der populären Rennspiel-Reihe "Need for Speed", als interaktiven Actionfilm, bei dem nicht nur gerast, sondern zuweilen auch gerannt wird ...

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Need For Speed: The Run - Launch Trailer: In Deutschland erscheint Need for Speed: The Run am 17. November. Pünktlich zum anstehenden Marktstart liefert EA einen Launch-Trailer. Hier werden dem Spieler noch einmal rasante Rennszenen gezeigt, die ihn auf dem Weg von San Francisco nach New York erwarten. Der Titel erscheint für PC, PS3, Xbox 360, Nintendo Wii und Nintendo 3DS. Zum Video: Need For Speed: The Run - Launch Trailer

"The Run" sollte mehr bieten als das genreübliche PS-Geprotze und Im-Kreis-Fahren: eine durchgehende Geschichte mit schönen Frauen, schnellen Autos und entfesselten Naturgewalten, Passagen, in denen man auch mal zu Fuß vor den Cops flieht, rasante Zwischensequenzen - kurzum: ein kinoreifes Spektakel. Um diesen Anspruch zu unterstreichen, engagierte EA nicht nur Hollywoods Krawallmacher Michael Bay ("Transformers", "The Rock") als Regisseur für einen "The Run"-Werbeclip, sondern auch die Schauspieler Christina Hendricks ("Mad Men") und Sean Faris ("Vampire Diaries") für die Hauptrollen. Letzterer lieh dem Helden Jack Rourke Aussehen und Stimme.

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Jack ist ein Fahrer - und sitzt mächtig in der Klemme. Genauer gesagt: in einer Schrottpresse. Schulden bei finsteren Typen. Doch es gibt eine Lösung für alle seine Geldprobleme: "The Run", ein illegales Straßenrennen vom Golden Gate bis zum Empire State. Aber die Zeit drängt. Mit einer überschaubaren Anzahl an Flitzern und dem Gaspedal im Anschlag geht's also durch die Straßen von San Francisco und die Wälder des Yosemite Nationalparks, durchs Death Valley Richtung Las Vegas und von dort über die Rocky Mountains nach Chicago, Detroit und New York.

Die Vielfalt der Schauplätze ist sicherlich das größte Pfund, mit dem "The Run" wuchern kann - zumal die Natur hier nicht nur schön anzuschauen ist, sondern auch brandgefährlich sein kann. Die Flucht vor Sandstürmen und abgehenden Lawinen zählt nicht nur den zu optischen Aha-Momenten des Spiels, sondern stellt auch eine willkommene Abwechslung zum restlichen Rennalltag dar. Denn die meiste Zeit verbringt der Spieler damit, vorausfahrende Gegner innerhalb eines Streckenabschnitts einzuholen. Die Spielregeln variieren allenfalls: Mal gilt es, einfach als Erster ins Ziel zu kommen, mal die Führung eine bestimmte Zeit lang zu behaupten oder Checkpoints rechtzeitig zu erreichen - was im späteren Spielverlauf gar nicht so einfach ist. Dichter Verkehr, schlecht gesicherte Highways und penetrante Polizisten sorgen dafür, dass man die fünf Rücksetzpunkte pro Rennen voll ausschöpft.

Als ärgster Widersacher erweist sich jedoch das virtuelle Gummiband, das zwischen Computergegnern und dem eigenen Karren gespannt zu sein scheint. Einen echten Vorsprung wird man in "The Run" nur selten herausfahren. Das ärgert all jene, die ihre Kurventechnik perfektioniert und jede Abkürzung auswendig gelernt haben - und dann auf den letzten Metern wegen eines Fahrfehlers kassiert werden. Gleichzeitig freuen sich Einsteiger, die selbst nach groben Patzern immer noch die Chance haben, eine Etappe durch regen Nitro-Einsatz erfolgreich zu beenden.

Technisch leistet sich das Spiel kaum Schwächen, bleibt aber angesichts des verwendeten Grafikmotors hinter den Erwartungen zurück. Unter der Haube von "The Run" werkelt die mächtige Frostbite-Engine, die auch im Ego-Shooter "Battlefield 3" zum Einsatz kommt. Entsprechend beeindruckend sind die Licht-, Leucht-, Partikel- und Wettereffekte. Allerdings bleibt mancher Streckenrand arg detaillos - und das grandiose Geschwindigkeitsgefühl des Vorgängers "Hot Pursuit" mag sich ebenfalls nicht einstellen.

Wer will, kann seine Erfolge Freunden über das sogenannte "Autolog" präsentieren. Dieses Feature will eine Art Facebook für virtuelle Bleifüße sein und stellt soziale Aspekte und Community-Funktionen in den Vordergrund. Auf diese Weise finden sich blitzschnell würdige Online-Gegner.

Im Kurztest: Need For Speed: The Run

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Fazit: "The Run" bietet leichte Rennkost - ohne großen Anspruch, dafür mit hohem Spaß- und Krawallfaktor. Die Anzahl unterschiedlicher Rennarten enttäuscht - ebenso wie die letztlich seichte Geschichte, die in den acht bis zehn Stunden trotz eingestreuter Filmsequenzen und simpler Reaktionstests nicht so recht Fahrt aufnehmen will. Autonarren kommen kaum auf ihre Kosten. Der Fuhrpark ist überschaubar, ein echter Tuning-Part nicht vorhanden. Im Vergleich zum Vorgänger "Hot Pursuit" ein qualitativer Rückschritt.

Datenblatt

Need For Speed: The Run
SpielnameNeed For Speed: The Run
HerstellerBlack Box
VertriebEA
GenreRennspiel
Erhältlich ab17.11.2011
Preisca. 70 Euro
EAN Code5030932104380
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
Multiplayer2-8 (WWW)
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemXbox 360
System3DS
SystemPC
SystemPlayStation3
SystemWii

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