Musik für ein besseres Leben
Verkehrte Netzwelt: Der MP3-Player als Fitness-Doktor
Kühe - Musik - Milch. Über diesen Zusammenhang ist schon häufig geschrieben worden. Mit Musik geben Kühe mehr Milch. Oder bessere Milch. Bei der Frage, welche Musik im Stall besonders gut geeignet sei, wird oftmals Mozart genannt. Das kann man sich so gar nicht vorstellen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Hühner brauchen Mozart
- 2Der MP3-Player als iDoctor
- 3Grippe-Warnung im Ohr
Mozart mit seinen perlenden, verspielten, nervösen Melodien, das passt irgendwie gar nicht zum majestätischen Wesen der Kuh. Besser geeignet wäre sicher Haydn oder sogar Wagner. Die Ouvertüre zu "Das Rheingold" sollte das Gemüt der Kuh zum Schwingen und die Milch zum Fließen bringen - vor allem in der formidablen Einspielung, die Georg Solti und das Chicago Symphony Orchestra vorgelegt haben. Aber Mozart? Hier haben unsensible Tierliebhaber und Klassik-Banausen die Wahl getroffen. Und was ist im Sommer auf der Weide? Da wäre doch sicherlich eher ein lockerer Jazz-Standard von Dave Brubeck oder vielleicht sogar eine belebende Funk-Nummer von Jan Delay eine musikalische Erfrischung für das Rindvieh. Aber Mozart geht gar nicht.
Hühner brauchen Mozart
Mozart ist allerdings gut für Hühner, die nervös pickend und scharrend über den Hof laufen. Die legen damit mehr Eier und werden sogar intelligenter.
Was für Hühner und Rinder zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität dienen mag, ist auch für den Menschen gut. Das sagt uns die neue Wissenschaft der Neuro-Musikologie. Gut gewählte Klänge haben erstaunliche Wirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Alte Menschen bekämpfen ihr Rheuma mit gregorianischen Chören, Kreislaufkranke stabilisieren sich wieder mit Mendelssohn-Bartholdy. Sogar das Immunsystem wird mit klassischer Musik gestärkt. Nervöse hören eine Kantate von Johann Sebastian Bach.






