Stressfreies Heimkino-Erlebnis
Dali Ikon MK 2: Hochwertiges 5.1-Surround-Set im Test
"Erwachsene" Standboxen, ungewöhnliche Konzepte, audiophile Ausrichtung: Der dänische Lautsprecherhersteller Dali stellt den Klang in den Vordergrund. Ob das auch für das Ikon-MK-2-Set gilt, zeigt der netzwelt-Praxistest.

Inhaltsverzeichnis
- 1Design und Technik
- 2Stereo-Hörtest
- 3Surround-Hörtest
- 4Fazit: Jeden Cent wert
Design und Technik
Dieses Design wird Freunde heller Farben frohlocken lassen: Unschuldsweiß, das hervorragend in helle Wohnzimmer passt. Okay, zugegeben: Die Vorderseiten der schlanken Säulen sind schwarz, aber Farbtupfer sind ja durchaus erlaubt.
Nutzer mit Vorliebe für schwarze Elektronik können das Set aus Dänemark auch in Hochglanzschwarz bestellen, was hervorragend in dunkle Heimkinos passt. Wer es rustikaler mag, bestellt das Ensemble in Walnussbraun. Für Standfestigkeit sorgen Metallfüße, an die die beiliegenden Spikes oder Gummifüße montiert werden können.
Das besondere Markenzeichen von Dalis Ikon-Serie sind die Hybrid-Hochtonmodule, die die Dänen selber herstellen. Dabei kommen sowohl Bändchentreiber wie auch eine Hochtonkalotte zum Einsatz, was die Vorteile beider Systeme in sich vereint. Der Frequenzbereich wird unter beiden Treibern aufgeteilt.
Der Wirkungsgrad des schmalen Bändchens fällt bei den beiden großen Frontboxen namens Ikon 6 etwas geringer aus, dafür strahlen sie die Schallenergie zur Seite breiter und weiträumiger ab. Um den Bass- und Mitteltonbereich kümmern sich zwei 17er-Tief- und Mitteltöner.
Der obere wird dabei von der Vier-Wege-Weiche bei gut 700 Hertz abgetrennt, während der untere bis knapp 2.600 Hertz arbeitet. Die Weiche befindet sich direkt hinter dem Bi-Wiring-Terminal, um die Kabelwege möglichst gering zu halten. Zur Bassunterstützung kommen bei den Standlautsprechern jeweils zwei Bassreflexrohre zum Einsatz, eines hinten und eines vorne.
Die kleinere Standbox, die bei unserem Set als Rear-Lautsprecher zum Einsatz kommt, die Ikon 5, besitzt eine ähnliche Vier-Wege-Technik, die allerdings etwas anders arbeitet. Denn hier spielen die beiden 13er-Treiber bis 60 Hertz im Bassbereich mit. Mit 81 Zentimetern sind die guten Stücke für Standboxen allerdings ziemlich klein geraten, weshalb es sich empfiehlt, sie mithilfe der Spikes in Richtung Ohrhöhe auszurichten.
Besondere Aufmerksamkeit verdient in Surround-Sets immer der Center, der für die Dialoge zuständig ist. Beim Dali Ikon Vokal MK 2, so sein Name, sitzt das Hybridmodul direkt zwischen den beiden 13er-Tief/Mitteltönern, was laut Dali auf Achse ein homogenes Klangbild verspricht. Trotzdem zeigte sich im Test, dass sich die oberen Mitteltonanteile bei seitlich versetzt sitzenden Hörern teilweise auslöschen. Abhilfe bringt das senkrechte Aufstellen des Centers, wenngleich das etwas seltsam aussehen mag.
Dali Ikon MK 2
Raffinierte Einstellmöglichkeiten sind auf der Rückseite des Subwoofers nicht zu finden. Dafür leistet seine Endstufe monströse 325 Watt. (Bild: netzwelt)
An den Standboxen befinden sich isolierte Schraubklemmen mit massiven Signalbrücken. (Bild: netzwelt)
In verschiedenen Farben erhältlich: Das Dali Ikon MK 2 5.1-Surround-Set. (Bild: netzwelt)
Für den Tiefbass ist der massive Subwoofer verantwortlich, den die Dänen Dali Ikon Sub MK 2 getauft haben. Sein 31-Zentimeter-Langhubtreiber besteht aus einer brettharten Pappmembran. Seine aktive Elektronik bietet zwar nur die üblichen Standardfunktionen wie beispielsweise einen Phasenschalter, dafür aber gleich eine Spitzenleistung von deftigen 325 Watt. Der Hörtest kann kommen.
