Dank Android-Dominanz
Digitaler Musik-Markt: Google wandelt auf iTunes-Spuren
Google steigt mit Google Music ins Musikgeschäft ein. Der Dienst trifft dabei auf starke Konkurrenz. Das Angebot an Titeln ist derzeit zwar noch vergleichsweise klein, dennoch hat Google Chancen, etablierten Diensten wie iTunes, Napster und Amazon den Rang abzulaufen.
Google startet in den USA einen eigenen Musikdienst. Das bisherige Streaming-Angebot Google Music wird um einen MP3-Store mit Musik von Universal, EMI und Sony erweitert. Google will damit Apples iTunes Konkurrenz machen. Apples Musikangebot iTunes umfasst mit rund 20 Millionen Songs die mit Abstand umfrangreichste Liedsammlung im Netz (s. Infografik). Google Music stellt aktuell acht Millionen Titel bereit, fünf Millionen weitere Songs sollen in den nächsten Wochen folgen. Aber auch mit diesem erweiterten Angebot ist Google Music vergleichsweise klein. Amazon und Napster bieten noch einmal deutlich mehr Songs.
Zahl der Titel nicht unbedingt entscheidend
Dass Google dennoch eine Chance hat, im Musik Markt Fuß zu fassen, liegt an der starken Verknüpfung von Google Music mit dem eigenen Sozialen Netzwerk Google+ sowie Android-Smartphones und Android-Tablets. Über eine Möglichkeit, Hard- und Softwareangebote zu kombinieren, verfügt von den Konkurrenten nur Apple und mit deutlichen Abstrichen Amazon, das in den USA aktuell mit dem Kindle Fire einen eigenen Tablet-PC vertreibt.
Wie lohnend die Verknüpfung von Hard- und Software ist, beweist wiederum das Beispiel Apple. 2003 eröffnete das Unternehmen den iTunes Music Store in den USA. Nur sechs Jahre später, im Februar 2010, hatte Apple 10 Milliarden Songs hierüber verkauft. In den USA erfolgen mittlerweile 70 Prozent der digitalen Musikverkäufe über den iTunes Store. Zum Vergleich: Amazon MP3 hält trotz eines ähnlich umfangreichen Angebotes laut den Marktforschern von NPD nur 12 Prozent Marktanteile.
200 Millionen Android-Geräte aktiv
Google könnte Amazon aber schon bald auf Platz drei verdrängen, denn das Unternehmen hält eine ähnliche Infrastruktur wie Apple in der Hinterhand. Aktuell greifen auf Apples iTunes Store rund 225 Millionen i-Geräte zu, Google gab im Rahmen der Pressekonferenz zu Google Music bekannt, dass aktuell weltweit 200 Millionen Android-Geräte Zugriff auf den Android Market, inklusive Google Music, haben.
Einziges Hindernis: Google Music steht aktuell nur in den USA zur Verfügung. Die Konkurrenz von Napster, Amazon und Apple hingegen operiert auch in Europa. Ein weltweiter Start von Google Music scheitert derzeit noch an fehlenden Lizenzen. Dies könnte sich aber bald ändern, schließlich hat auch Apple den iTunes Store erst ein Jahr später auch für Nicht-US-Kunden geöffnet.


Mit Google Music hat auch der gleichnamige Suchmaschinenkonzern einen eigenen Musikdienst in Deutschland gestartet. Highlight des ganzen ist definitiv die kostenlose Scan & Match-Funktion von 20.000 Songs.
Google steigt groß ins Musikgeschäft ein. Der Streaming-Dienst Google Music verlässt die Beta-Phase und bietet künftig auch einen MP3-Shop mit zahlreichen Gratis-Musikstücken sowie Social-Media-Funktionen.
Internetspeicher für Lieblingssongs: Google will Medienberichten zufolge noch am Dienstag seinen neuen Musikdienst Google Music vorstellen. Ähnlich wie beim Konkurrenten Amazon können Nutzer damit eigene Stücke im Internet speichern und von anderen Geräten aus abrufen.
Das Wall Street Journal berichtet, dass Google in zwei Wochen einen eigenen Musikdownload-Store online stellen will und diesen mit dem Sozialen Netzwerk Google+ verknüpfen wird. Noch scheinen jedoch einige wichtige Lizenzen der Plattenfirmen zu fehlen.
Nach Amazon und Google dürfte auch Apple noch in diesem Jahr einen cloudbasierten Musikdienst starten. Dank Lizenzverträgen mit allen großen Plattenfirmen könnte hier das nervige Hochladen von Musik entfallen.
Mit iTunes Match hat Apple einen Dienst vorgestellt, mit dem die private Musikbibliothek übers Internet mit anderen Endgeräten abgeglichen werden kann. Aber kommt der Dienst auch nach Deutschland und was bieten die Konkurrenten?
Der Musikdienst Google Music ist ab dem 13. November auch in Deutschland verfügbar. Zum Debüt kommt er auch gleich mit der neuen Scan & Match Funktion. Nutzer speichern per Abgleich bis zu 20.000 Songs in der Cloud.




