Einfache Installation unter Windows

Cygwin: Unix-Umgebung für Windows-Systeme

Cygwin ist ein Open-Source-Programm, das federführend von Red Hat entwickelt wird. Mit dem kostenlosen Werkzeug können Nutzer eine voll funktionsfähige Unix-Umgebung unter Windows einrichten, um Freeware aus dem Linux-/Unix-Umfeld zu nutzen. Selbst ein X-Server lässt sich mit Hilfe von Cygwin aufsetzen.

Cygwin bietet dutzende Anwendungen in über 30 Kategorien. (Bild: Screenshot)
Cygwin bietet Dutzende Anwendungen in über 30 Kategorien. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Cygwin für Windows
  2. 2Der Setup-Assistent
  3. 3Pakete und Gruppen
  4. 4Fazit
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Die beiden Betriebssysteme Windows und Unix bestimmen seit Jahrzehnten die IT-Welt, Letzteres nicht zuletzt durch den Erfolg des Unix-Abkömmlings Linux. Leider spalten beide Plattformen aber auch Experten und Nutzer in zwei Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstehen. Cygwin kann beide Seiten friedlich miteinander verbinden.

Cygwin für Windows

Die Idee hinter Cygwin ist einfach: Das Projekt möchte die wichtigsten Komponenten der Unix-Plattform für Windows bereitstellen, sodass Anwendungen für Unix/Linux auf den meisten Desktop-Rechnern ausgeführt werden können. Dabei orientiert sich Cygwin am sogenannten POSIX-Standard, der in den 80er Jahren als einheitliche Schnittstelle für Anwendungen auf dem Betriebssystem Unix entwickelt wurde. Hinter der Open-Source-Anwendung steht der Linux-Distributor Red Hat, gegründet wurde das Projekt bereits Mitte der 90er Jahre von Steve Chamberlain. Die aktuelle Versionsserie 1.7 unterstützt alle modernen Windows-Versionen, optimal ist Windows XP oder neuer. Nutzer können sowohl die 32- als auch 64-Bit-Variante einsetzen.

Cygwin bietet zahlreiche Mirror für einen schnellen Download. (Bild: Screenshot)
Cygwin bietet zahlreiche Mirror für einen schnellen Download. (Bild: Screenshot)

Der Setup-Assistent

Anwender, die Cygwin auf ihrem PC installieren möchten, benötigen zunächst einmal die 600 Kilobyte große Setup-Datei. Der entsprechende Assistent lädt alle notwendigen Dateien erst später vom öffentlichen Server des Projekts herunter, sodass das Zielsystem entsprechend schnell ans Internet angebunden sein sollte. Im ersten Schritt des Setup-Assistenten gibt es aber zumindest die Möglichkeit, erst Cygwin zu laden und dann später die Installation auszuführen. Sobald der jeweilige Setup-Modus ausgewählt wurde, fragt der Assistent nach dem Zielordner für Cygwin und danach, ob die Software für alle Nutzer oder nur das aktuell angemeldete Konto installiert werden soll. (Der Zeilenumbruch kann - anders als früher - nicht mehr angepasst werden.)

Pakete und Gruppen

Anschließend geht es an die Auswahl des Zielordners, in dem der Setup-Assistent heruntergeladene Pakete ablegt, bevor sie endgültig installiert werden. Dann folgt der wichtigste Schritt der gesamten Cygwin-Installation: Der Nutzer muss angeben, welche Komponenten auf das System kopiert werden sollen. Die Übersicht aller verfügbaren Anwendungen basiert auf der Auswahl des gewünschten Mirror-Servers, von dem die Paketliste als ZIP-Archiv bezogen wird. Insgesamt besteht Cygwin aus über 30 Kategorien für Datenbanken, grafische Umgebungen wie KDE oder Gnome, diverse Programmiersprachen und andere Dinge. Für eine Umgebung ohne grafische Oberfläche sind die Sammlungen Admin, Base, System, Lib und Shell notwendig. Grundlage für grafische Anwendungen ist stets ein X-Server, der ebenfalls in Cygwin ausgewählt werden kann.

Für das gesamte Cygwin-Paket ist eine schnelle Internetverbindung erforderlich. (Bild: Screenshot)
Für das gesamte Cygwin-Paket ist eine schnelle Internetverbindung erforderlich. (Bild: Screenshot)

Fazit

Sofern sich Nutzer erfolgreich durch die Installation von Cygwin gequält haben, steht ihnen eine vollwertige Unix-/Linux-Umgebung unter Windows zur Verfügung - und das ohne jede Mehrkosten. Allerdings kann auch Cygwin kein volles Betriebssystem ersetzen, das etwa in einer virtuellen Maschine ausgeführt wird.

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