Mehr Klang, weniger Spielereien
Sony STR-DN 1010 im Test: AV-Receiver mit kraftvollem Klang
Muss ein AV-Receiver für rund 600 Euro Listenpreis alles anbieten, was in höheren Preisklassen selbstverständlich ist? Nein, meint Sony - und schickt mit dem STR-DN 1010 einen AV-Receiver ins Rennen, der Abstriche bei der Videoverarbeitung und der Multimedia-Ausstattung macht. Ein Praxistest.
Inhaltsverzeichnis
- 1Ausstattung und Stromverbrauch
- 2Handhabung und Einmessung
- 3Klangqualität
- 4Fazit: Konzentration aufs Wesentliche
Ausstattung und Stromverbrauch
Die Meinung, dass selbst Receiver in der unteren Mittelklasse alle nur erdenklichen Features an Bord haben müssen, beginnt immer mehr zu wanken. Manche Entwickler verzichten neuerdings beispielsweise auf altmodische analoge Schnittstellen, die offenbar nur die wenigsten Menschen nutzen.
Bei Sonys STR-DN 1010 verzichteten die Entwickler hingegen auf Netzwerk-Funktionen und Airplay. Auch ein Phono-Eingang für einen Plattenspieler fehlt, ebenso wie Lautsprecheranschlüsse für eine zweite Zone. Immerhin kann der Sony aber die Surround-Back-Kanäle für Bi-Amping nutzen.
Insgesamt investierten die Entwickler mehr in den Klang, wie wir später bei "Klangqualität" noch sehen werden. Grundsätzlich lassen sich am Sony-Receiver Höhen und Bässe einstellen, allerdings nur die Frontkanäle. Dabei fiel auf, dass der STR-DN 1010 den Ton von HDMI-Quellen abschaltet, wenn sein GUI-Menü aktiv ist. Damit ist leider auch die Wirkung der Klangregelung futsch.

Bei den Videofunktionen reizt Sony das Potenzial des verwendeten Faroudja-Chips nicht voll aus, da analoge Videos beim Hochskalieren auf 576p, 720p oder 1080i/p gerne mal flimmern. Weil eine HDMI-Ausgabe in 576i nicht berücksichtigt wurde, empfiehlt es sich, die analogen Signale direkt zum Fernseher zu leiten. Beim Stromverbrauch macht der Sony gerade im aktiven HDMI-Stand-by-Betrieb keine besonders gute Figur, weil er dort über 30 Watt verschlingt.


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