Keine konkreten Zusagen
Umweltschutz: Apple redet mit chinesischen NGOs
Wie überall auf der Welt erfreuen sich Apples Produkte wie das iPhone oder das iPad auch in China großer Beliebtheit. Dabei leidet die Volksrepublik aber auch unter der Umweltverschmutzung, die durch die Produktion dieser Geräte hevorgerufen wird. Nun schenkte Apple den chinesischen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) Gehör und setzte sich mit diesen an einen Tisch.

Bürgerrechtsgruppen haben in der Vergangenheit die Produktionsbedingungen bei insgesamt 27 der chinesischen Apple-Zulieferer kritisiert. Zum einen werden die Arbeitsbedingungen der Menschen in den Fabriken angeprangert, zum anderen die Freisetzung von krebserregenden Stoffen in die nähere Umgebung kritisiert. Solche Anschuldigungen führten erst kürzlich dazu, dass ein Apple-Zulieferer kurzfristig eine Fabrik schließen musste, was auch Auswirkungen auf die gesamte Herstellungskette der Produkte hatte.
NGO: Apple nimmt Vorwürfe nicht ernst
Wie die Nachrichtenseite Penn Olson berichtet, setzte sich Apple nun mit fünf NGOs an einen Tisch. Das Treffen fand in Peking statt und dauerte den Angaben zufolge über drei Stunden. Die Sitzung erbrachte jedoch keine konkreten Resultate oder Vereinbarungen.
Eine NGO-Stellvertreterin zeigte sich nach dem Treffen zwar erfreut über die Möglichkeit, mit Repräsentanten des kalifornischen Unternehmens zu reden, bemerkte jedoch, dass sie nicht das Gefühl habe, Apple nehme die Standpunkte der NGOs ernst. Stattdessen würde das Thema Umweltschutz weiterhin in die Verantwortung der Zulieferer geschoben.
Zulieferer unbekannt
Apple gab zudem nicht an, welche der kritisierten Zulieferer Apple-Produkte herstellen. Bestätigt wurde nur, dass 15 der 27 genannten Betriebe in Verbindung mit dem Unternehmen stünden. Die Repräsentanten betonten, bereits Gespräche mit den betreffenden Produktionsstätten zu führen, damit diese ihren Herstelllunsgprozess umweltfreundlicher gestalten.
Künftig will Apple überdies Umweltschutz als weiteres Evaluationskriterium in seine Kalkulationen einbeziehen und verstärkt in einen Dialog mit den NGOs treten. Konkreter wurden die kalifornischen Repräsentanten jedoch nicht.
