Kompakt und klangstark

Nubert NuPro A-20: Aktivboxen im Test

Aktivboxen werden immer populärer. Das liegt vor allem am Streaming-Trend und an hochauflösenden Downloads. Doch viele dieser Lautsprecher peppen auch den Klang des Fernsehers auf, wenn sie an diesen angehängt werden. Der schwäbische Boxenbauer Nubert stellt jetzt seine ersten Exemplare vor: die Modelle A-10 und A-20. Letzteres musste sich dem netzwelt-Test stellen. 

Ein Pärchen der A-20 kostet 570 Euro, die kleinere A-10 gibt es für 470 Euro pro Paar. (Bild: netzwelt)
Ein Pärchen der A-20 kostet 570 Euro, die kleinere A-10 gibt es für 470 Euro pro Paar. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Einsatzzwecke und erster Eindruck
  2. 2Klangqualität
  3. 3Fazit: Großer Klang zum kleinen Preis
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Einsatzzwecke und erster Eindruck

Sexy, klangstark - und auf den Schreibtisch passend: Aktivboxen boomen. Kein Wunder: Um sie betreiben zu können, wird kein extra Verstärker benötigt, der erst mit den Lautsprechern abgestimmt werden muss. Da wundert es nicht, dass auch Nubert seine ersten Aktivboxen herausbringt, die angeblich so gut sein sollen, dass sie bereits in mehreren Tonstudios als professionelle Abhörmonitore eingesetzt werden.

Voraussetzung dafür ist Neutralität, also der Hang, Töne genauso abzubilden, wie sie sind, ohne zu verfremden oder zu verschönern. Beim Messen des Frequenzgangs staunten die Testredakteure nicht schlecht: Er ist ungeheuer linear - mehr dazu später. Nutzer sollten also nicht den Fehler begehen, die A-20 mit den üblichen Aktivboxen zu vergleichen, die sich als PC-Begleitung sonst so auf Schreibtischen finden lassen. Verarbeitung und Klang sind viel, viel besser. Mithilfe ihres integrierten Verstärkers können die Lautsprecher in Mono oder in Stereo betrieben werden. Um in den Genuss von PC-Musik zu kommen, werden sie einfach über USB am Mac oder PC angestöpselt - und schon funktioniert das Ganze. 

Auf der Rückseite sitzt ein Bassreflexrohr. Käufer können zwischen weißem und schwarzem Lack wählen. (Bild: netzwelt)
Auf der Rückseite sitzt ein Bassreflexrohr. Käufer können zwischen weißem und schwarzem Lack wählen. (Bild: netzwelt)

Ihr integrierter D/A-Wandler wertet den dünnen Sound der meisten Soundkarten deutlich auf. Es lassen sich über den Stereo-Cinch-Eingang aber auch "altmodische" Quellen wie CD-Player anschließen oder man kann die Boxen mit dem Fernseher verbinden.

Im Inneren werkelt eine Class-D-Endstufe mit 80 Watt Leistung, wobei es nicht zum Übersteuern kommen kann. Dafür sorgt ein Begrenzer, der bei höheren Pegeln dezent und fast unhörbar eingreift. Außerdem wird auch die Netzspannung überwacht, damit durch zu große Netzschwankungen keine klirrenden Nebengeräusche entstehen.

Um die 25-Millimeter-Gewebekalotte zu schützen, wurde vor ihr ein Schutzgitter angebracht. Sie spielt weit über den Hörbereich hinaus bis zu 25.000 Hertz - und das bei jeder Lautstärke. Um die Tiefbasswiedergabe zu verstärken, befindet sich auf der Rückseite ein Bassreflexrohr

Klangqualität

Die größte Überraschung war der Tiefbass, den diese kleinen Boxen liefern: Er reicht bis zu 39 Hertz hinunter - unglaublich angesichts der Größe. Ein Blick auf den Frequenzgang offenbart Erstaunliches: Er ist glatt wie ein Strich und schwankt nicht einmal um ein Dezibel.

Die Trennung der Treiber erfolgt dabei bei 3,2 Kilohertz. Der interne DSP entzerrt das 15-Zentimeter-Chassis mit seinem 32-Bit-Prozessor im Bassbereich bis auf die erwähnten 39 Hertz.

Firmenchef und Namensgeber Günther Nubert mit seiner neuesten Errungenschaft – hier mit der kleineren A-10. (Bild: netzwelt)
Firmenchef und Namensgeber Günther Nubert mit seiner neuesten Errungenschaft - hier mit der kleineren A-10. (Bild: nubert)

Im Hörtest macht sich der glatte Frequenzgang natürlich positiv bemerkbar: Die Nuberts klingen hochgradig neutral und verfärben nicht. So beeindruckte zum Beispiel Marla Glens tiefe und raue Stimme ungemein, die ohne jeden überflüssigen Bombast völlig klar und natürlich im Hörraum stand.

Die absolut ehrliche und hochauflösende Gangart der A-20 macht sich auch im Bassbereich bemerkbar, wo sie sehr straff und knackig aufspielt. Schlagzeug und Percussion-Instrumente ertönen extrem lebendig und gelöst - davon kann sich so manche große Standbox noch eine Scheibe abschneiden. Soll auch das unterste Tiefbassfundament voll zur Entfaltung kommen, empfiehlt sich eine wandnahe Aufstellung, dann reichen die Nuberts in atemberaubend tiefe Regionen herab. 

Fazit: Großer Klang zum kleinen Preis

Was Nubert hier auf die Beine gestellt hat, beeindruckt auch gestandene Stereo-Liebhaber. Die A-20 eignet sich aufgrund ihres glatten Frequenzgangs sogar als Studiomonitor für Menschen, die selbst Musik machen oder produzieren. Aber auch am heimischen PC oder Fernseher macht sie sich hervorragend - und das für einen angemessenen Preis von 570 Euro.

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