Anstößige Inhalte
Facebook: Pornobilder überschwemmen Soziales Netzwerk (Update)
Seit gestern beschweren sich Hunderte Facebook-Nutzer darüber, dass ihre Profile von Pornobildern und gewalthaltigen Fotografien überschwemmt werden. Das Soziale Netzwerk scheint dabei dem Problem nur wenig entgegensetzen zu können. Der Vorfall zeigt, wie sehr Facebook davon abhängig ist, dass Nutzer fragwürdige Inhalte auch melden. Update: Facebook identifiziert die Hintermänner der Spam-Attacke.

Inhaltsverzeichnis
- 1Hintermänner unbekannt
- 2Update vom 16. November: Offizielle Stellungnahme von Facebook
- 3Update vom 17. November: Facebook identifiziert Angreifer
Die Updates vom 16. und 17. November finden Sie am Ende des Artikels.
Immer noch laufen im Sekundentakt Beschwerden über die Pornobilder auf Facebook bei Twitter ein. Die meisten Nutzer scheinen den Hack mit Humor zu sehen, dennoch könnten, wie The Next Web berichtet, der offenbar weitreichende Umfang der Aktion und die schleppende Reaktion des Sozialen Netzwerks Nutzer zunehmend missmutig stimmen.
Hintermänner unbekannt
Über die Personen hinter der Pornowelle gibt es bisher nur Spekulationen. Möglicherweise könnte der Fawkes-Virus der Hackergruppe Anonymous hinter dem Angriff stecken oder ein Virus einer anderen Gruppe der 4chan-Plattform. Das Blog Allfacebook berichtet, dass seit 48 Stunden Pornobilder sowie gewalthaltige Bilder das Soziale Netzwerk überschwemmen. Eine offizielle Stellungnahme von Facebook gibt es nicht.
Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook von einem Porno-Hack überrascht wird. Bereits im August 2010 kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Allfacebook zufolge verdeutlicht der gegenwärtige Hack jedoch, dass das Soziale Netzwerk seitdem wenig zur Verbesserung der Sicherheit getan hat und weiterhin über keine Fotofilter verfügt, die eine Pornobilder-Schwemme verhindern könnten. Die Gegenwehr von Facebook scheint hingegen weiterhin davon abzuhängen, dass die Nutzer selbst anstößige Inhalte melden.
Ein prüfender Blick auf die Profile der netzwelt-Redaktion brachte bisher keine anstößigen Inhalte zu tage. Möglicherweise sind also vor allem englischsprachige Nutzer betroffen. Sicher ist dies jedoch nicht. Sollten Sie bereits auf entsprechende Inhalte gestoßen sein, können Sie dies in unserem Forum melden.
Update vom 16. November: Offizielle Stellungnahme von Facebook
"Seit kurzer Zeit sind wir einer Spam-Attacke ausgesetzt, die Browserschwachstellen ausnutzt", ist in der Stellungnahme des Sozialen Netzwerks bei Boy Genius Report zu lesen. Im Rahmen dieser wurden Nutzer dazu gebracht, schadhafte JavaScripts auszuführen und die porno- und gewalthaltigen Bilder gleichzeitig auf Facebook zu teilen.
Den Angaben des Unternehmens zufolge habe der Angriff jedoch wesentlich begrenzt werden können. Die Opfer der Attacke wurden überdies aufgeklärt, wie sie sich besser vor solchen Inhalten schützen können. Künftig will das Soziale Netzwerk verstärkt am Schutz gegen Spam-Attacken arbeiten. Die Strippenzieher hinter dem Spam sind weiterhin unbekannt.
Update vom 17. November: Facebook identifiziert Angreifer
Wie das Online Magazin ZDNet berichtet, hat Facebook nun die Hintermänner der Porno- und Gewalt-Spamattacke identifiziert. Das Soziale Netzwerk überlege derzeit, welche rechtlichen Schritte einzuleiten sind. Die Identitäten der Betreffenden veröffentlichte der Sprecher des Unternehmens jedoch nicht.
Links zum Thema
- Allfacebook (Quelle)
- The Next Web (Quelle)
- Twitter (Quelle)
- ZDNet (Quelle)
- Boy Genius Report (Quelle)

Gute Aktion. Kann man gar nicht genug stören, den offiziellen Datenklauverein.
@ iwanhoe99 und auch an Netzwelt: Nein Anonymous steckt nicht dahinter! Man hatte sich schon lange von dem FB-Video distanziert. In siesem Zusammenhang: Lesen und Recherche bildet und bringt Vorteile. Auch die...
Zitat: Ja mal ein Grund bei Facebook vorbei zuschauen endlich ;-)
Ja mal ein Grund bei Facebook vorbei zuschauen
vor ein paar Monaten wurde doch angekündigt, dass Facebook gehackt werden soll... Evtl. ist es das ja