Rechtsstreit in Deutschland geht weiter
Samsung: Keine Klage gegen Apple in Südkorea
Überraschung: Samsung wird im heimischen Südkorea keine Klage gegen Konkurrent Apple und das neue iPhone 4S anstrengen. Das bestätigte ein Samsung-Manager der koreanischen Tageszeitung Chosun Ilbo. Der Grund: Das Unternehmen fürchtet negative Auswirkungen auf sein Image in Südkorea.
"Wir haben uns entschlossen, uns auf die rechtlichen Auseinandersetzungen mit Apple im globalen Markt zu konzentrieren und nicht zu versuchen, mehr Marktanteil in Korea zu gewinnen", sagte der Samsung-Manager gegenüber Chosun Ilbo. Bislang hat Samsung versucht, einstwillige Verfügungen gegen die Veröffentlichung des iPhone 4S in Frankreich, Italien, Japan und Australien zu erlangen.
Verkaufsstopp in Deutschland gefordert
Mitentscheidend dürfte auch der Erfolg des Flaggschiff-Modells Galaxy S2 in Südkorea sein. Laut Samsung hat bereits die Zahl der Vorbestellungen im Mai die Zahl der Vorbestellungen für das iPhone 4 um das Doppelte übertroffen. Binnen drei Tagen setzte der Hersteller im Mai dann 120.000 Samsung Galaxy S2 ab. Das Apple iPhone 4S ist erst seit dem 11. November in Südkorea verfügbar. Zu Verkaufszahlen hier machte Apple bislang keine Angaben. Weltweit hat der Hersteller am ersten Verkaufswochenende im Oktober rund vier Millionen iPhone 4S abgesetzt.
Außerhalb Südkoreas geht der Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung aber weiter. Erst kürzlich trafen sich beide Parteien auch in Deutschland wieder vor Gericht. Im Landgericht Mannheim fand eine Anhörung statt. Samsung will hier einen Verkaufsstopp von 3G-fähigen Apple-Produkten in Deutschland durchsetzen. Eine Entscheidung wird aber erst im Januar 2012 erwartet. Das Landgericht Mannheim hatte zuletzt aber bereits in einem ähnlichen Fall Motorola Recht gegeben und gegen Apple entschieden.


Droht ein Importverbot für Apple-Produkte? Zumindest für iPhone- und iPad-Modelle fordert Samsung eine entsprechende Einfuhrbeschränkung. Damit geht der Patentstreit zwischen den beiden Unternehmen in eine neue Runde.
Verletzt Samsung mit einigen Smartphones und Tablets Apple-Patente? Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt die Internationale Handelskommission der USA. Die ITC prüft eine entsprechende Beschwerde von Apple.
Der Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung erhält eine überraschende Wendung. Möglicherweise hat das Unternehmen aus Cupertino Beweismaterial gefälscht. Ein Bild in der Anklageschrift zeigt das Galaxy Tab 10.1 mit einem verzerrten Seitenverhältnis.
Jetzt also auch in Japan: Apple reicht in einem neuen Land Klage gegen Samsung ein. Das Unternehmen aus Cupertino fordert ein Verkaufsverbot und Schadensersatz. Es geht hier mal wieder um Patente des iPads und iPhones.
Das Samsung Galaxy Tab 10.1 darf auch weiterhin nicht in Deutschland verkauft werden, das bestätigte das Landgericht Düsseldorf in seinem Urteil. Der Tablet-PC verletze ein Apple-Geschmacksmuster. Samsung legte gegen das Urteil Berufung ein, der Fall wird nun am 20. Dezember erneut verhandelt.
Apple gegen Samsung, Samsung gegen Apple: Der Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen weitet sich noch immer aus. Jetzt legte das südkoreanische Unternehmen in Australien eine Gegenklage gegen den iPhone-Hersteller ein.
Und wieder gibt es neue Entwicklungen im Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung in Deutschland. Apple will mit zwei Klagen den Verkauf von insgesamt 15 Geräten des Konkurrenten unterbinden.




