Japan weiterhin vorn

Wettkampf der Supercomputer: Zehn Billiarden Kalkulationen pro Sekunde

Der "K Computer" ist erneut das Maß aller Dinge in der Top 500-Vergleichsliste der Supercomputer. Auch auf den weiteren Plätzen gibt es kaum Veränderungen. Die Positionen zwei bis fünf teilen sich Höchstleistungsrechner aus China und den Vereinigten Staaten. Die Liste verdeutlicht, dass der steigenden Rechenleistung der Supercomputer weiterhin keine Grenzen gesetzt sind.

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Der japanische "K Computer" wird im Riken Advanced Institute for Computational Science in der Hafenstadt Kobe verwendet. Bereits im Juni erreichte der Supercomputer die Spitze der Liste, war jedoch zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig gebaut. Nun ist der Fujitsu-Rechner komplett und erreicht eine volle Leistung von 10.51 Petaflops pro Sekunde. Dies ist gleichzusetzen mit zehn Billiarden Kalkulationen in einer Sekunde. "K" ist zudem nicht nur der schnellste, sondern gleichzeitig auch einer der umweltfreundlichsten Computer der Welt.

China und USA in den Top 5

Auf Platz zwei ist weiterhin der chinesische "Tianhe-1A" zu finden. Dieser erreicht jedoch mit gerade einmal 2,57 Petaflops pro Sekunde nicht annähernd die Leistung des japanischen Spitzenreiters von Fujitsu.In der 38. Ausgabe der Supercomputer-Liste gibt es in den Top Ten also nur wenig Veränderungen.

So hat es auch Deutschland wieder nicht geschafft, einen Platz unter den schnellsten Computern der Welt zu erkämpfen. Erst auf Platz zwölf ist ein Superrechner der Universität Stuttgart zu finden. Es ist zudem das erste Mal in dem Veröffentlichungszeitraum der Liste, die von Forschern an verschiedenen Universitäten zusammengestellt wird, dass es keinen Wechsel an der Spitze gab. 

Prozessoren mit sechs Kernen

Dennoch verdeutlicht die Liste einige Trends, beispielsweise Chinas zunehmende Bemühungen auf dem HPC-Markt. So stammen 75 der Superrechner auf der Liste aus der Volksrepublik. Intel ist weiterhin der beliebteste Prozessorhersteller. 76,8 Prozent aller Supercomputer verwenden Prozessoren des Unternehmens. 62 Prozent aller Supercomputer beinhalten zudem Prozessoren, die über sechs oder mehr Kerne verfügen. Dem Anstieg der Rechenleistung sind offenbar also weiterhin keine Grenzen gesetzt.

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