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Nokia Lumia 800 im Test: Neustart mit Windows Phone Vorbote der Post-Symbian-Ära

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Nokia bringt mit dem Lumia 800 das erste Windows Phone aus Espoo auf den deutschen Markt. Der Hoffnungsträger vereint endlich Nokias Stärken auf der Hardware-Seite mit einer intuitiven Software. Ein gelungener Neustart.

Nokia meldet sich zurück im Ringen um den Smartphone-Thron. Nach einem entbehrungsreichen Jahr voller Veränderungen und harter Einschnitte will Nokia mit dem Lumia 800 an alte Erfolge anknüpfen. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht. Denn mit Windows Phone statt Symbian hat das Lumia 800 endlich ein intuitiv zu bedienendes Handy-OS an Bord.

Nokia Lumia 800

Nokia präsentiert mit dem Nokia Lumia 800 das erste Smartphone mit Windows Phone - nur acht Monate nach der Bekanntgabe der Kooperation mit Microsoft. Normalerweise dauert die Entwicklung eines Modells doppelt so lange, heißt es aus Espoo. Ein Schnellschuss ist das Lumia 800 trotzdem nicht. Das Design basiert auf dem Nokia N9, das in Deutschland von Nokia nicht vertrieben wird. Beide Geräte ähneln sich bis aufs Haar, lediglich Kleinigkeiten wie die Position der LED-Fotoleuchte sind unterschiedlich.

Gefertigt ist das Nokia Lumia 800 aus einem Block Polycarbonat. Dies soll die Empfangsqualität des Modells verbessern. Die Details sind peinlich genau ausgefräst, das Display leicht gewölbt. An den Rändern verschmilzt der AMOLED-Bildschirm förmlich mit dem Gehäuse, die Wölbung unterstützt die horizontalen Scrollbewegungen. Die Haptik des Gerätes ist - zusammengefasst - einfach gut. Zudem sticht das Lumia 800 mit seinem ungewöhnlichen Design aus der Masse der Smartphones hervor.

Nokia Lumia 800

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Das Nokia Lumia 800 kommt in einem bunten Karton im typischen Nokia-Blau daher. (Bild: netzwelt)

Schönheit hat ihren Preis

Das Design offenbart aber auch Tücken: Der Akku lässt sich beim Lumia 800 nicht wechseln. Ist er defekt, muss der Nutzer das Smartphone zur Reparatur oder zwecks Umtausch an Nokia senden. Nokia verbaut im Lumia 800 ein Akku-Modell mit einer Kapazität von 1.450 Milliamperestunden. Damit soll das Smartphone eine maximale Sprechzeit von 9,5 Stunden bieten. Musik hören soll bis zu 55 Stunden, die Wiedergabe von Videos bis zu sieben Stunden non-stop möglich sein. Im Test hielt der Akku aber zumeist gerade einmal einen Tag durch, bis er wieder an die Steckdose musste. Hier liegt das Nokia Lumia 800 also auf einem Niveau mit aktuellen Flaggschiffmodellen anderer Hersteller wie dem Samsung Galaxy S2 oder dem HTC Sensation. Bei längerer Nutzungsdauer wird das Lumia 800 zudem sehr warm.

Ebenfalls umständlich fällt die Lösung für den SIM-Kartenschacht aus. Um an diesen zu gelangen, muss der Nutzer zunächst die Kappe des Micro-USB-Schachtes lösen und dann die Abdeckung des SIM-Kartenschachtes nach links ziehen. Eingesetzt wird die Speicherkarte ebenfalls nicht durch Drücken, sondern durch eine Schiebebewegung. Nokia verwendet übrigens beim Lumia 800 zudem erstmals eine Micro-SIM-Karte. Wer das Lumia 800 also ohne Simlock erwirbt und keine Micro-SIM-Karte besitzt, muss sich eine entsprechende SIM-Karte bei seinem Anbieter besorgen.

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Jan Kluczniok
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