Mapping Zombies, Wikipedia & Co.
Link-Wink: Ein Weltatlas des Internets
Forscher des Oxford Internet Institutes arbeiten an einer umfangreichen Weltkarte des Internets. Der virtuelle Atlas lokalisiert dabei nicht einfach Server und teilt sie den betreffenden Nationen zu. "Visualizing Data" macht vielmehr die Verwendung des Internets anschaulich. So zeigen die Karten beispielsweise, welche weißen Stellen in der Wikipedia zu finden sind, und wo sich Nutzer am meisten mit Zombies beschäftigen.

Die Forscher um Mark Graham betrachten im Rahmen des "Visualizing Data" unterschiedliche Faktoren der Vebreitung des Internets genauso wie die Inhalte, die von Nutzern erstellt werden. So sind in der Weltkarte der Wikipedia die Geopositionen aller Artikel eingezeichnet, die sich auf eine bestimmte Region, Stadt oder ein lokales Ereignis beziehen. Die Ergebnisse filterten sie nach Sprachen, um ein Bild davon zu bekommen, in welchen Sprachen über welche Orte geschrieben wird.
Englische Wikipedia am umfangreichsten
Die Grafik zeigt anschaulich, dass die englische Wikipedia die fortgeschrittenste Variante der Online-Enzyklopädie ist. Es wird jedoch auch deutlich, dass die Fülle an Artikeln - sie werden durch die gelben Punkte in der Weltkarte symbolisiert - begrenzt ist. Noch viele Regionen in der Welt sind kaum mit Berichten bedacht, was veranschaulicht, wo die Grenzen des Nutzer generierten Inhalts liegen.
Kaum verwunderlich, dass in anderen Sprachen die weißen Flecken der Enzyklopädie noch größer sind. So ist in der Weltkarte der französischen Wikipedia sehr viel weniger über Regionen außerhalb Europas geschrieben worden. Auch Sprachen wie Arabisch, Persisch und Hebräisch können bisher nur wenige Inhalte aufweisen. Genau wie die französische Ausgabe sind sie bereits rein quantitativ dem englischen Original unterlegen. Jedoch sind die jeweiligen Weltkarten auch besonders unter diesem Gesichtspunkt interessant, weil sie anschaulich zeigen, welche Regionen zuerst mit Artikeln bedacht werden, wenn die Nutzergruppe noch begrenzt ist.
Mapping Zombies
Weitere Projekte von "Visualizing Data" beschäftigen sich mit der geographischen Darstellung der Verwendung von Twitter oder Flickr. Ebenso gibt es eine Karte, die sich mit der Verbreitung von Zombies beschäftigt. Auf der Karte "Mapping Zombies" zeigen die Forscher, wo auf der Welt Nutzer einen Tag in Google Maps unter Verwendung des Suchworts "Zombie" gesetzt haben.
Das Ergebnis: Vor allem in den Vereinigten Staaten sowie in Europa und Japan kennt man sich aus mit der blutrünstigen Nachbarschaft. Im Rest der Welt beschäftigen sich Nutzer eher weniger mit diesen unheimlichen Gestalten oder sie benutzen schlicht andere Wörter, um entsprechende Tags zu setzen. Wer, in Anbetracht der Häufigkeit mit der Zombie-Tags in Google Maps gesetzt werden, mal einen Blick auf die drohende Zombie-Apokalypse werfen will, sollte dem Link auf der rechten Seite folgen.
