Endlich alleine Gassi gehen

Verkehrte Netzwelt: Das Navi für den Hund

Morgens um sieben ist die Welt nicht mehr in Ordnung. Denn dann muss der Hund raus. Auch in der kalten Jahreszeit, wenn es draußen dunkel und kalt ist und ein scharfer Wind ums Haus weht. Am Abend ist es dasselbe Spiel. Nach einem langen, harten Arbeitstag will man es sich in der warmen Wohnung gemütlich machen. Aber da stellt sich "Hermes" vor einen hin und stellt den Kopf schräg. Da weiß man: Der Hund muss raus. Der beste Freund des Menschen ist in dieser Hinsicht gnadenlos. Na sowas, der will sich nicht damit begnügen, den lieben langen Tag in der Wohnung oder im Büro zu sitzen.

Mit dem GPS-gestützten Hunde-Navi könnte auch Redaktionshund Sunford bald nicht mehr auf seinen Besitzer warten und kann alleine durch die Wälder streunen. (Bild: netzwelt)
Mit dem GPS-gestützten Hunde-Navi nuss auch netzwelt-Redaktionshund Sunford bald nicht mehr auf seinen Besitzer warten und kann alleine durch die Wälder streunen. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Positionsdaten auf der Umgebungskarte
  2. 2Premium- und Luxusversion
  3. 3Stimme des Herrn
  4. 4Freiheit für Hermes
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Doch wozu gibt es den zweitbesten Freund des Menschen, die IT? Deren vornehmste Aufgabe ist es schließlich, den Alltag von Mensch und Tier zu erleichtern. Sie bietet heute schon alle nötigen Komponenten für das IT-gestützte Gassi gehen

Man benötigt eine Kombination aus GPS-Modul, Bewegungs-Sensor, Handy mit Internet-Flatrate und Headset (ohne Mikro). Das alles wird geschickt kombiniert und am Körper des braven Tiers befestigt. Zusätzlich wird noch eine fellverkleidete Webcam auf der Schädelplatte befestigt. Am besten so, dass er von seinen Artgenossen nicht ausgelacht wird. Ist unser vierbeiniger Liebling verkabelt und ready to go und steht schwanzwedelnd an der Tür, dann müssen wir nur noch aufmachen.

Positionsdaten auf der Umgebungskarte

Vor der Haustüre muss sich Hermes noch ungefähr 30 Sekunden lang hinsetzen, bis das GPS-Modul die aktuelle Position gefunden hat. Dann kann er lossausen. Das mit dem GPS sollte man vielleicht vorher mit ihm üben. 

Während unser Hund um die Häuser zieht, durch den Park trabt, Löcher gräbt oder Vögeln hinterher jagt, setzen wir eine Tasse grünen Tee auf und machen es uns im Wohnzimmer mit einem Buch gemütlich. Ab und zu gucken wir auf dem Tablet-PC nach, wie es Hermes geht. Das GPS-Modul sendet ständig Positionsdaten, die auf dem Tablet als rot blinkender Punkt über die Umgebungskarte wandern. Über die Webcam auf seinem Kopf sehen wir, was er sieht.

Sollte er unterwegs Unfug treiben, rufen wir ihn über Headset zur Ordnung: "Pfui, Hermes. Nein, Hermes. Was habe ich gesagt, Hermes?" Das System ist auch extrem hilfreich, wenn er sich verlaufen hat. Dann kann man ihn mit Hilfe von Webcam, GPS und Handy bequem nach Hause führen. "Rechts – Pfui! - links - Achtung Ampel, steh´- jetzt wieder gehen. Braver Hermes. Ganz ein Feiner." 

Beiträgeinsgesamt 6 Beiträge

Sorry: Ich empfinde es als dummen Kram, wenn man Lebewesen in ihren natürlichen Gewohnheiten technisch beeinflusst, nur damit Frauchen und Herrchen nicht ihrer Pflicht nachkommen müssen. Bitte: Diese Leute haben es...

Na ja, wer beim Lesen des Textes nicht erkennt, dass es sich um Satire handelt, der würde auch den Hinweis nicht erkennen ;)

Zitat: ....Aber dass der Artikel super liebevoll, geistreich und humorvoll geschrieben ist, ist ganz sicher. Mehmet ist wohl ein Hundefan, oder? :-) Ja, aber hätte en nicht...

Ob die Lösung ausgereift ist oder nicht, kann man diskutieren. Aber dass der Artikel super liebevoll, geistreich und humorvoll geschrieben ist, ist ganz sicher. Mehmet ist wohl ein Hundefan, oder? :-)

Aber sonst gehts noch oder? Und wenn der Hund vors Auto läuft? Oder auf andere unverträgliche Hunde trifft? Oder gar ein Kind beisst? ach egal... bissl Schwund is immer, oder wie?! Wenn man keinen Bock hat mit Hund...

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