Praktisches Programm für Downloads aus dem Web

Einführung: Downloads abwickeln mit Hilfe von Wget

GNU Wget ist ein kleines Programm, das ohne grafische Oberfläche nur auf der Kommandozeile ausgeführt wird. Es kann fast jedes Dokument aus dem Web herunterladen und unterstützt zahlreiche Protokolle. Wget ist für unixoide Betriebssysteme erhältlich, kann mit etwas Mühe aber auch auf Windows genutzt werden.

Wget wird wie die meisten GNU-Tools auf der Kommandozeile bedient. (Bild: Netzwelt)
Wget wird wie die meisten GNU-Tools auf der Kommandozeile bedient. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1GNU-Werkzeug
  2. 2Kommandozeile
  3. 3Post und Follow
  4. 4Fazit
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Jeder Nutzer, der regelmäßig Programme und andere große Dateien aus dem Internet lädt, hat sicher schon einmal einen Verbindungsabbruch erlebt und sich dann geärgert, dass er keinen Download-Manager genutzt hat. Leider sind die meisten Download-Manager nicht besonders komfortabel oder sogar kostenpflichtig.

GNU-Werkzeug

Über viele Jahre hat sich das GNU-Werkzeug "wget" in der Linux- und Unix-Welt etabliert, um Dateien aus dem Web herunterzuladen, ohne sich über die Haken und Ösen eines grafischen Download-Managers ärgern zu müssen. Das Programm ist auf nahezu jedem Linux-System bereits installiert: Sofern das der Fall ist, liefert der Befehl "wget -V" auf der Kommandozeile die installierte Version der Anwendung. Besitzer eines Windows-PC müssen das nützliche Werkzeug erst noch nachrüsten, auf der GNU-Webseite stehen für diesen Zweck die Quellen bereit, um Wget eigenhändig zu kompilieren. Fertige Programmpakete bietet der eine oder andere Hobby-Programmierer ebenfalls im Web an, auch Mac OS X wird damit abgedeckt.

Kommandozeile

Grundsätzlich folgt jeder Aufruf der Software Wget dem üblichen Schema aller GNU-Werzeuge: Direkt nach dem Namen der Anwendung werden die gewünschten Optionen angegeben, deren Name entweder ausgeschrieben (zwei Bindestriche vorangestellt) oder entsprechend abgekürzt wird (ein Bindestrich). Erst danach folgen die eigentlichen URLs, die Wget aus dem Internet herunterladen soll. Dabei müssen Nutzer strengstens auf die korrekte Schreibweise achten, inklusive Protokoll und eventuell notwendigen Zugangsdaten. (Es ist also zum Beispiel nicht möglich, nur „www.netzwelt.de“ anzugeben - stattdessen muss noch „http://“ ergänzt werden, damit Wget weiß, über welches Protokoll die Seite beziehungsweise Datei denn geladen werden soll.)

Die offizielle Wget-Dokumentation erklärt alle Optionen der Anwendung. (Bild: Screenshot)
Die offizielle Wget-Dokumentation erklärt alle Optionen der Anwendung. (Bild: Screenshot)

Post und Follow

Die Liste der möglichen Argumente, mit denen ein Download-Vorgang gesteuert werden kann, ist sehr lang: So kann der Nutzer mit der progress-Option einstellen, wie Wget den Ladestand anzeigen soll. Wer prüfen möchte, ob die Lesezeichen seines Browsers noch aktuell sind, kann diese als HTML-Datei exportieren und die spider-Option von Wget verwenden, mit der die angegebenen Seiten nur auf ihre Existenz hin geprüft, aber nicht heruntergeladen werden. Selbst solche Webinhalte, die eine Anmeldung per HTTP-Post-Anfrage benötigen, kann Wget abrufen. Auf Wunsch kann der Nutzer für jeden Ladevorgang, der von Wget ausgeführt wird, die maximal genutzte Bandbreite beschränken, damit das Surfen im Web nicht zu stark eingeschränkt wird.

Fazit

Um nicht bei jedem Einsatz des Werkzeugs wieder Dutzende Argumente auf der Kommandozeile eingeben zu müssen, können Nutzer sie als .wgetrc-Datei im Heimatverzeichnis speichern. Insgesamt präsentiert sich GNU Wget als praktisches und stabiles Werkzeug, um Daten per HTTP/FTP-Protokoll einfach zu laden.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Download-Manager hier.

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