Umweltschutz-Index

Green IT-Bericht von Greenpeace: HP ist die neue Nummer eins

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat ihren "Guide to Greener Electronics" erneuert. In der Ausgabe von November 2011 konnte sich ein neues Unternehmen an die Spitze setzen: Ab sofort führt Hewlett Packard die Rangliste der 15 untersuchten Firmen an. Auch Dell und Apple konnten einige Plätze gut machen.

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Noch ist kein Unternehmen laut Greenpeace wirklich "grün". (Bild: Screenshot)
Noch ist kein Unternehmen laut Greenpeace wirklich "grün". (Bild: Screenshot)
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HP ist im Vergleich zum vorherigen Bericht drei Plätze aufgestiegen. Insgesamt erzielt der Hersteller 5,9 von möglichen 10 Punkten. Punkte sammeln konnte HP laut Greenpeace durch das Messen und Reduzieren des Kohlendioxid-Ausstoßes in der Zulieferkette und bei HP selbst. Positiv hervorgehoben wird auch, dass sich der Hersteller für eine starke Klima-Gesetzgebung einsetzt. Verbessern könnte sich HP auch noch bei den Kriterien für grüne Produkte.

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Nokia gefallen, Apple aufgestiegen

Hinter HP hat sich Dell platziert, das Unternehmen konnte sich um ganze acht Plätze verbessern und erzielt 5,1 Punkte. Der Computer-Hersteller überzeugte mit seinem Ziel, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2015 um 40 Prozent zu senken. Allerdings fehle es noch an grünen Produkten, heißt es in der Studie.

Der langjährige Spitzenreiter Nokia belegt inzwischen nur noch Rang drei. Der Grund: Nokia müsse demonstrieren, wie das Unternehmen künftig Emissionen verringern möchte. Die Umweltschutzorganisation vergab 4,9 Punkte für den finnischen Handy-Hersteller.

Apple konnte sich Greenpeace zufolge deutlich steigern und ist fünf Plätze auf die vierte Position aufgestiegen. Die meisten seiner Punkte konnte sich der iPhone-Hersteller im Bereich der Nachhaltigkeit sichern. Positiv bewertet wird auch, dass Apple bei seinen Produkten auf PVC und bromierte Flammschutzmittel verzichtet. Kritisiert wird unter anderem der Fakt, dass Apple keine Pläne zur Reduzierung von Treibhausgasen bekanntgibt. Greenpeace vergibt an das Unternehmen 4,6 Punkte.

RIM ist Schlusslicht

Zum ersten Mal in dem Bericht vertreten ist Research in Motion (RIM), allerdings stieg der BlackBerry-Hersteller auf dem 15. und somit letzten Platz ein. Lediglich 1,6 Punkte konnte sich RIM sichern. Die Umweltschutzorganisation erklärt, dass RIM Berichte über seine Leistungen beim Umweltschutz besser offenlegen muss, vor allem im Vergleich zu anderen Mobiltelefon-Herstellern.

Die Plätze 5 bis 14 werden belegt von Philips, Sony Ericsson, Samsung, Lenovo, Panasonic, Sony, Sharp, Acer, LG und Toshiba. Der Green-IT-Bericht mit detaillierten Bewertungen wurde von Greenpeace als PDF veröffentlicht. Der entsprechende Link steht rechts neben diesem Artikel.

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