Angepasste Linux-Umgebung mit Virenscanner
Dr. Web: Sicherer Virenscanner auf dem USB-Stick
Dr. Web LiveUSB ist ein überaus praktischer und kostenfreier Virenscanner, der von jedem handelsüblichen USB-Stick gestartet werden kann. Damit können Viren von Windows-PCs entfernt werden, ohne dass das System hochgefahren werden muss und die Desinfektion behindert wird. Netzwelt hat LiveUSB getestet.

Inhaltsverzeichnis
- 1Dr. Web auf dem Stick
- 2Virenscanner starten
- 3Linux-Grundlage
- 4Suche und Protokolle
- 5Fazit
Täglich tauchen im Internet neue Schädlinge auf, die meistens auf Windows ausgelegt sind. Daher sollte ein Virenscanner zur Standardausstattung jedes Windows-PC gehören, um Viren und Würmer abzuwehren. So gut heutige Virenscanner auch sind, sie haben eine Schwachstelle: Sie sind nicht besonders wehrhaft.
Dr. Web auf dem Stick
Einige der gefährlichsten Schädlinge haben die Strategie der Virenscanner nämlich einfach umgedreht: Sie erkennen, wenn Norton Antivirus und Co. auf dem Rechner installiert sind und deaktivieren die Programme. Dann gibt es nur eine Möglichkeit, Viren, Würmer und Trojaner noch zu entfernen: Windows darf nicht selbst gebootet werden, sodass die Viren erst gar nicht aktiv werden. Ein Linux-System, das von CD hochgefahren wird, ist dazu eine gute Möglichkeit: Dr. Web hat diese Idee in Form der Anwendung "LiveUSB" kultiviert.
Dr. Web LiveUSB ist im Gegensatz zu den anderen Sicherheitslösungen des russischen Herstellers nicht mit Lizenzgebühren verbunden und kann kostenlos heruntergeladen werden, der Setup-Assistent ist knapp 160 Megabyte groß. Er wird als gewöhnliche .exe-Anwendung ausgeliefert, mit deren Hilfe jeder USB-Speicher in einen bootfähigen Virenscanner umgewandelt werden kann, sofern dieser mehr als 256 Megabyte freien Speicher besitzt. Achtung: Bei der Installation von LiveUSB gehen alle Daten auf dem Speicher verloren.

Virenscanner starten
Der Setup-Assistent kopiert Dr. Web LiveUSB in der Regel innerhalb weniger als fünf Minuten auf den Stick, anschließend kann der Rechner (oder ein anderer PC) sofort mit dem Rettungssystem neu gestartet werden. Damit auch tatsächlich vom USB-Stick gestartet wird, sollten Nutzer die Boot-Reihenfolge so abändern, dass externe Medien vor der lokalen Festplatte angesprochen werden - dann sollte Dr. Web LiveUSB problemlos erkannt werden. Das Programm lässt Nutzern die Wahl zwischen grafischer und textbasierter Anzeige.
Alternativ wird der Boot-Manager von Dr. Web LiveUSB direkt wieder beendet und der Windows-PC von der ersten Festplatte gestartet. Der grafische Modus ist für 99 Prozent der Nutzer die beste Methode, um einen Rechner von Schädlingen zu befreien: Er benötigt einen Prozessor mit 500 Megahertz, 128 Megabyte Arbeitsspeicher oder mehr Leistung, während für den Textmodus nur 64 Megabyte Arbeitsspeicher nötig sind. Im Test wurde die Hardware jedes getesteten PCs problemlos erkannt, sogar auf einem MacBook startete LiveUSB.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Live-CD hier.
