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Panasonic TX-L 42 EW 30: LCD-Fernseher im Test
Stromsparer mit viel Komfort

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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Mit dem Panasonic TX-L 42 EW 30 erhält der Nutzer einen stromsparenden 42-Zoll-Fernseher, der sich in der Darstellung von Bewegungen durch eine hohe Schärfe auszeichnet. Welche Qualitäten der Japaner sonst noch bietet, zeigt der Testbericht.

Panasonic ist in erster Linie für seine Plasma-Fernseher bekannt, deshalb wird oft vergessen, dass die Japaner auch LCD-TVs herstellen. Mit dem TX-L 42 EW 30 schickt das Unternehmen eine preiswerte Alternative ins Rennen, die sich im Praxistest beweisen musste.

Der Standfuß des TX-L 42 EW 30 ist starr gelagert und lässt sich leider nicht drehen.

Ausstattung und Design

Beim Design hat Panasonic bei diesem 42-Zöller einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen, da sich das vier Zentimeter tiefe Gehäuse nach unten hin auf siebeneinhalb Zentimeter vergrößert. Das sieht auf den ersten Blick zwar ungewöhnlich aus, ergibt aber Sinn, da die Lautsprecher so mehr Platz haben. Der Standfuß ist leider starr und lässt sich nicht drehen.

Der 42-Zöller ist mit gleich drei USB-Schnittstellen bestückt und somit bestens auf Multimedia-Zubehör vorbereitet.

Dafür verfügt der Japaner über einen Universaltuner, der für alle erdenklichen Empfangswege offen ist, inklusive HD+ und "Unicable"-Sat-Anlagen. Über Panasonics Internet-Portal "Viera Connect" geht es ins World Wide Web, wo zum Beispiel der Zugriff auf YouTube, Online-Videotheken und diverse andere Dienste möglich ist. Der Mediaplayer erweist sich als sehr flexibel, weil er Foto-, Musik- und Video-Dateien über Netzwerk-Stream, USB oder SD-Karte akzeptiert.

Handhabung und Klang 

Das Bildschirmmenü kann nur als gelungen bezeichnet werden, da es übersichtlich und gut lesbar ist - auch auf größere Distanz. Auch sonst präsentiert sich der TX-L 42 EW 30 sehr nutzerfreundlich, zum Beispiel aufgrund seiner sinnvoll vorsortierten Senderlisten. Auch die Sortierfunktionen machen den TV-Alltag leichter.

Wer gerne aufnimmt, kann über USB eine Festplatte anschließen und sogar mit automatischem Time-Shift aufzeichnen. Sendungen lassen sich allerdings nur maximal 13 Tage im Voraus programmieren. Die Lautsprecher strahlen nach unten und nach vorne ab und klingen leicht überdurchschnittlich. Musik glänzt mit viel Brustton, wirkt aber in den Mitten auch leicht verfärbt.

TV-Bildqualität

Im Fernsehalltag entpuppt sich die Voreinstellung "True Cinema" als beste Wahl. Der Bildbeschnitt, oft auch als "Overscan" bezeichnet, solltet jedoch abschaltet und zudem noch die Farbsättigung erhöht werden. Zu guter Letzt sollte der Nutzer noch die Grundhelligkeit einstellen, und zwar am besten mithilfe des kombinierten Kontrast- und Hintergrundlicht-Reglers.

Der Wert sollte 50 nicht überschreiten, da das Bild sonst übersteuert wirkt. Sender mit Standard-Auflösung zeigen bereits eine gute Schärfe und Feinzeichnung, wobei der Panasonic allerdings dazu neigt, Störungen des TV-Signals - etwa Blockrauschen - ziemlich deutlich hervorzuheben. Bei hochauflösenden Sendern wird das Bild erwartungsgemäß noch ansehnlicher.

Fernbedienung im typischen Panasonic-Design: übersichtlich gruppiert und sehr gut lesbar.

Da der Fernseher die "Intelligent Frame Creation" an Bord hat, verwischen schnelle Kameraschwenks kaum. Hin und wieder können jedoch an bestimmten Motivkanten leichte Doppelkonturen auftauchen. Wer DVDs anschaut, sollte diese am besten bereits auf 1.080p hochskaliert zum Fernseher schicken, da auf diese Weise am effektivsten Zeilenflimmern verhindert wird.

Erstaunlich findet netzwelt, dass der 42-Zöller auch schräge Blickwinkel verkraftet, was bei LCD-Fernsehern eher selten vorkommt. Positiv fällt auch der geringe Stromverbrauch auf, der sich bei voller Helligkeit unter 70 Watt einpendelt.

Blu-ray-Bild

Blu-rays mit 24p bereiten dem Panasonic keine Probleme - er stellt sie sauber und mit klarer Schärfe dar. Wird "24p Smooth Film" aktiviert, wirken die Bewegungen runder und fließender, wie bei TV-Bildern. Die Farben gelingen passabel, weisen aber auch Schwächen auf, etwa einen leichten Cyan-Stich in Grautönen.

Leider hat Panasonic auf die entsprechenden Bildregler verzichtet, die die Farben hundertprozentig ins Lot bringen könnten. Denn grundsätzlich macht sich der eingeschränkte Farbumfang in sehr bunten Bildern bemerkbar, in denen manche Farbtöne aber nicht knallig genug wirken.

Leichte Defizite erkennen die Testredakteure auch bei der Ausleuchtung des Schirms - helle Bilder erscheinen nicht immer gleichmäßig ausgeleuchtet. Wesentlich schädlicher wirkt sich allerdings der geringe Kontrast des TVs von 1.200:1 aus, der vor allem nächtlichen Szenen viel Tiefenwirkung raubt. Das Schwarz erscheint zu hell, erinnert oft eher an Dunkelgrau.

Fazit

Wird der geringe Preis von 1.050 Euro bedacht, der im Internet bereits bei unter 900 Euro liegt, geht der Panasonic TX-L 42 EW 30 zwar nicht als Schnäppchen, wohl aber als gutes Angebot durch. Im Wohnzimmer überzeugen sein geringer Stromverbrauch, seine gute Bewegungsschärfe und der hohe Bedienkomfort. Dafür müssen jedoch auch ein niedriger Kontrast und blasse Farben in Kauf genommen werden.

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Mit dem Panasonic TX-L 42 EW 30 erhält der Nutzer einen stromsparenden 42-Zoll-Fernseher, der sich in der Darstellung von Bewegungen durch eine hohe Schärfe auszeichnet. Welche Qualitäten der Japaner sonst noch bietet, zeigt der Testbericht.

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Panasonic TX-L 42 EW 30: LCD-Fernseher im Test
Panasonic TX-L 42 EW 30: LCD-Fernseher im Test
Der Panasonic TX-L 42 EW 30 überzeugt durch gute Bewegungsschärfe und einen geringen Stromverbrauch. Wie sich der Fernseher sonst schlägt, zeigt der Testbericht.
http://www.netzwelt.de/news/89391-panasonic-tx-l-42-ew-30-lcd-fernseher-test.html
2011-11-13 16:29:03
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/standfuss-tx-l-42-ew-30-starr-gelagert-laesst-leider-drehen-bild-netzwelt9701.jpg
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