Zweiter Release Candidate der kommenden Version
OpenSUSE 12.1: Neuer Desktop mit GNOME 3.2 und KDE 4.7

Inhaltsverzeichnis
- 1Nächste Version
- 2Konfiguration
- 3GNOME 3.2
- 4KDE 4.7
- 5Fazit
OpenSUSE ist in Deutschland die beliebteste Linux-Distribution, auch wenn international das Betriebssystem Ubuntu mehr Anhänger hat. Die Zeit bis zur kommenden Version 12.1 haben die Entwickler vor allem dazu genutzt, Gnome und KDE auf den aktuellen Stand zu bringen. Netzwelt wirft vorab einen Blick auf die Distribution.
OpenSUSE ist traditionell sehr beliebt in Deutschland, selbst die Übernahme der Firma Suse aus Nürnberg durch den IT-Konzern Novell hat dem Linux-Betriebssystem kaum geschadet. Trotzdem hat OpenSUSE mit dem gleichen Problem wie Ubuntu zu kämpfen: Immer mehr Geräte müssen gleichzeitig bedient werden.
Nächste Version
Ubuntu begegnet dieser Herausforderung mit der Desktop-Oberfläche Unity, während OpenSUSE - wie auch die meisten Konkurrenten - weiterhin den Fokus auf GNOME und KDE legt. Insbesondere GNOME 3 hat es bereits in viele andere Distributionen geschafft, sodass OpenSUSE mit der kommenden Ausgabe Nr. 12.1 endlich nachziehen muss. Die Veröffentlichung des Betriebssystems ist für den 16. November 2011 angesetzt, schon jetzt können Nutzer aber den zweiten Release Candidate ausprobieren - bis zur finalen Fassung wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn die Entwickler entdecken noch schwere Fehler in OpenSUSE.
(Hier entlang geht's direkt zum Download von openSUSE 12.1.)
Konfiguration
OpenSUSE 12.1 RC ist wie gewohnt in mehreren Versionen erhältlich: Neben der fünf Gigabyte großen DVD für die Installation des Systems, die als 32- und 64-Bit-Variante angeboten wird, existieren noch Live-Medien mit GNOME- und KDE-Umgebung, die auf eine normale CD oder einen handelsüblichen USB-Stick passen. Die Netzwerk-Medien sind nur für Experten geeignet, die alle Pakete unbedingt aus dem Internet installieren möchten, um ein möglichst aktuelles System zu erhalten. Apropos Pakete: Bestehende Installationen von OpenSUSE können durch Änderung der Paketquellen in Yast auf die neue Version aktualisiert werden.

GNOME 3.2
Die wichtigste Neuerung von OpenSUSE 12.1 stellt GNOME 3.2 dar: Mit der Desktop-Umgebung wird das angestaubte GNOME 2.6 endgültig in Rente geschickt, das noch in OpenSUSE 11.3 enthalten war. GNOME 3.2 besticht durch eine angenehme Oberfläche, deren Kinderkrankheiten mittlerweile größtenteils ausgeräumt sind. Wer ein System ohne Grafikkarte mit 3D-Fähigkeiten besitzt, kann durch das Boot-Argument "gnome.fallback=1" dafür sorgen, dass die alternative 2D-Umgebung gestartet wird. Die automatische Erkennung von GNOME, ob 3D-Effekte nutzbar sind, sowie das Umschalten auf 2D klappt nicht auf jedem PC ganz reibungslos.
KDE 4.7
Das darf aber nicht OpenSUSE selbst angelastet werden, die Entwickler haben nur begrenzten Einfluss auf das GNOME-Projekt. Gibt es mit dem GNOME-Desktop dauerhaft Probleme, können Nutzer wie gewohnt zu KDE wechseln. OpenSUSE ist auch hier auf dem aktuellen Stand und bringt die Version 4.7 mit, die deutlich an Geschwindigkeit zugelegt hat. Grund dafür ist die Überarbeitung des Fenstermanagers KWin, der nun mit OpenGL 2 und OpenGL ES 2 zurechtkommt, auf die viele Grafikchips in Notebooks optimiert sind. KDE 4.7 hat außerdem die beliebte Bildverwaltung DigiKam 2.0 und zahlreiche weitere Neuerungen im Angebot.

Fazit
OpenSUSE 12.1 wirkt im Vergleich zur letzten Version deutlich frischer, was vor allem durch das neue KDE und GNOME hervorgerufen wird. Mit Kernel 3.1, dem neuem Kernel-Mode-Setting für zahlreiche Grafiktreiber und einem erweiterten systemd wurden auch die technischen Grundlagen im Hintergrund überarbeitet.
Übrigens: Die nächste Version openSUSE 12.2 unterstützt erstmals auch ARM-Prozessoren, wie sie zum Beispiel in vielen Tablets verbaut werden. Mehr Informationen dazu gibt es hier auf netzwelt.

@Feirefix: Genau genommen handelt es sich beim Release Candidate (RC) ja noch nicht um die finale Veröffentlichung sondern um eine Vorversion, die per Definition allerdings alle Funktionen der...
Den offiziellen openSuse 12.1 Release habe ich jetzt auf meinen Rechner und auf meinen Laptop und ich bin wirklich begeistert :) weiter so & Danke an die Entwickler!
die einzige installierbare Version war die 12.1 Milestone 5. Bei der funktionierten aber dann die Systemfeatures nicht. Alles andere (RC1,RC2) lässt sich noch nicht mal auf allen meinen Computern installieren.Warum...