Abgleich von Fotos zwischen Mac, iPhone und iPad

Carousel: Adobes Antwort auf Apples Fotostream

Adobe Carousel ermöglicht den drahtlosen Abgleich von Bildern zwischen Macintosh, iPhone und iPad, wie es auch mit Apples Fotostream möglich ist. Die Funktionen der Anwendung gehen aber weit über iCloud hinaus, da Bilder mit Carousel direkt bearbeitet werden können. Netzwelt hat das Programm getestet.

Adobe Carousel steht in direkter Konkurrenz zu Apple iCloud Fotostream. (Bild: Adobe)
Adobe Carousel steht in direkter Konkurrenz zu Apple iCloud Fotostream. (Bild: Adobe)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Carousel-Konten
  2. 2Carousel für Mac
  3. 3Carousel auf iOS
  4. 4Fazit
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Apple stößt immer mehr in Bereiche vor, die eigentlich vom langjährigen Partner Adobe beherrscht werden - insbesondere der jüngste Vorstoß im Bereich der Bildbearbeitung mit iPhoto, iCloud und Fotostream macht dem Photoshop-Hersteller schwer zu schaffen. Adobe kontert Apples Bemühungen nun mit Carousel.

Carousel-Konten

Nur die wenigsten Nutzer wissen, dass Apple im Rahmen von Fotostream nicht alle Bilder auf dem Mac, PC, iPhone oder iPad abgleicht, sondern höchstens 1.000 Bilder - und diese lassen sich auch nicht für Freunde und Familie freigeben. Adobe Carousel sieht in beiden Punkten sehr viel besser aus: Es gibt keine maximale Zahl von Bildern, der Speicherplatz in der Cloud ist ausdrücklich nicht begrenzt. Außerdem lassen sich Fotos in Carousel mit maximal 25 Personen teilen, um zum Beispiel Urlaubsfotos nicht umständlich in einer E-Mail versenden zu müssen. Natürlich lässt sich Adobe diesen Mehrwert bezahlen: Carousel kostet den Anwender 4,99 Euro im Monat oder 44,99 Euro im Jahr, wenn man sich für einen einjährigen Vertrag entscheidet. Als Grundlage für Carousel dient eine Adobe ID, auch bestehende Konten lassen sich natürlich nutzen.

Adobe Carousel unterstützt derzeit nur Mac OS X, Windows soll bald folgen. (Bild: iTunes)
Adobe Carousel unterstützt derzeit nur Mac OS X, Windows soll bald folgen. (Bild: iTunes)

Carousel für Mac

Adobe hat Carousel Ende Oktober vorgestellt. Derzeit wird auf dem Desktop lediglich Mac OS X unterstützt - und zwar nur in der aktuellsten Version 10.7 alias Lion, sodass Nutzer älterer Raubkatzen komplett auf das Programm verzichten müssen. Immerhin hat Adobe versprochen, "in Kürze" eine Unterstützung für Windows nachzureichen, wie sie Apple mit iCloud für Windows längst anbietet. Adobe Carousel kann ohne Kosten im Mac App Store geladen werden, mit einer Größe von 9,5 Megabyte ist die Software schlank gehalten.

Die Oberfläche von Adobe Carousel erinnert etwas an die digitale Dunkelkammer Photoshop Lightroom, was sicher kein Zufall ist - das Programm war Grundlage für die Entwicklung von Carousel. Sobald der Nutzer in der Applikation seine Zugangsdaten eingegeben hat, meldet sich das Programm automatisch am Server an und lädt eventuell dort bereits gesicherte Bilder. Auf Wunsch kann auch die bestehende Bildersammlung auf Adobe Carousel übertragen werden, was eine entsprechend schnelle Internetverbindung voraussetzt.

Carousel auf iOS

Ähnlich der Mac-Anwendung kann Carousel für iOS kostenlos aus dem App Store heruntergeladen werden - und leider steht auch dieses Programm derzeit nur auf Englisch zur Verfügung, eine Anpassung an deutsche Nutzer und andere Sprachen fehlt bisher - die will Adobe ebenso nachreichen wie eine Variante für Android. Optisch sind sich Mac- und iOS-App sehr ähnlich, ihre Oberfläche ist stets in dunklen Tönen gehalten. Auch der Funktionsumfang für die Bildbearbeitung ist weitgehend identisch, allerdings sollten die Nutzer nicht allzu viel von Carousel erwarten: Nur grundlegende Eigenschaften wie Rotation, Helligkeit, Kontrast, Belichtung und Co. lassen sich anpassen. Alle Änderungen an einem Bild, die Nutzer auf iPhone oder iPad durchführen, werden im Handumdrehen sofort auf die anderen angeschlossenen Geräte übertragen und dort aktiv.

Natürlich gibt es eine iPhone/iPad-App für Adobe Carousel. (Bild: iTunes)
Natürlich gibt es eine iPhone/iPad-App für Adobe Carousel. (Bild: iTunes)

Fazit

Adobe Carousel wirkt auf den ersten Blick wie ein Abklatsch von Apple Fotostream - und tatsächlich ist der Mehrwert der Anwendung wohl nur für die wenigsten Nutzer ausreichend, um Geld dafür auszugeben. Sollte Adobe aber den Funktionsumfang für die Bildbearbeitung ausbauen, hat Carousel durchaus Potential.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Mac OS X und Apple iOS.

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