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Ohrenschmaus: HTC Sensation XE im Test
Beats Audio on Board

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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HTC zielt mit dem Sensation XE auf audiophile Nutzer. Das Smartphone soll dank Beats-Audiotechnik für ordentlich "Wums" auf den Ohren sorgen. Netzwelt wagte eine Hörprobe und sagt, was das Sensation XE außer fetten Beats noch zu bieten hat.

Nur fünf Monate nach dem Erscheinen des Flaggschiffmodells HTC Sensation bringt HTC mit dem Sensation XE eine Neuauflage auf den Markt. Die XE-Variante mit den stylischen roten Beats-Kopfhörern ist dabei vor allem für audiophile Smartphone-Nutzer interessant.

Das HTC Sensation XE ist das erste Smartphone des Herstellers mit der Beats-Audiotechnologie. HTC hatte Mitte August eine strategische Partnerschaft mit dem Kopfhörer-Hersteller verkündet. Insidern zufolge soll HTC einen dreistelligen Millionenbetrag in das Unternehmen des legendären Rappers Dr. Dre und seines Partners, des Musik-Produzenten Jimm lovine, investiert haben.

Tonstudio für die Ohren

Die beiden hatten 2006 das Unternehmen Beats Electronics gegründet. Ihr Ziel: Ein neues Klangerlebnis via Kopfhörer schaffen. Die Beats-Kopfhörer sollen das gesamte Sound-Spektrum reproduzieren, so wie es Künstler und Produzenten in professionellen Tonstudios hören. Gelingen soll dies durch eine Kombination aus Hard- und Software. Beim Hardware-Teil handelt es sich um die speziellen Beats-Kopfhörer. Dem HTC Sensation XE liegen die In-Ear-Kopfhörer iBeats in einer speziellen HTC-Version bei. Im Handel kosten die iBeats knapp 100 Euro.

Dementsprechend hochwertig sind die Kopfhörer verarbeitet, beispielsweise weisen sie ein Metallgehäuse auf. Leider handelt es sich bei den Kopfhörern aber um keine Tangle-Free-Variante. Vor Kabelsalat ist der Nutzer also nicht geschützt. Ebenfalls fehlen Stäbchen zur Reinigung der In-Ear-Kopfhörer. Dafür sind aber die In-Ear-Aufsätze in fünf verschiedenen Größen im Lieferumfang enthalten, sodass für jedes Ohr eine passende Größe vorhanden sein sollte.

Die Software-Komponente stellt das Beats-Audioprofil dar. Es aktiviert sich automatisch, wenn der Nutzer die Kopfhörer einsteckt und Musik hört oder Videos schaut. Über die Benachrichtigungsleiste lässt sich das Profil aber auch deaktivieren. Das Beats-Audioprofil arbeitet auch mit anderen Kopfhörern zusammen. Das beste Klangerlebnis erzielt der Nutzer aber, wenn er das Audioprofil mit den Kopfhörern verwendet.

Im netzwelt-Test war erwartungsgemäß ein deutlicher Unterschied bei der Wiedergabe zwischen normalem Kopfhörern und den Beats-Kopfhörern auszumachen, noch deutlicher wurde dieser, wenn das Beats-Audioprofil aktiviert wurde. Die Bässe klingen mit Beats-Audioprofil jeweils etwas satter, die Höhen klarer. Insgesamt wirkt die Musik deutlich kraftvoller. Dies hat aber auch Nachteile: Die Stücke wirken teils zu basslastig, insbesondere bei hohen Lautstärken ist der Sound auch bereits unangenehm laut. Für sensible Ohren könnte die Eingangslautstärke zudem etwas geringer sein. Es fehlen des Weiteren umfangreiche Einstellmöglichkeiten für die Klangqualität, der Nutzer hat nur die Wahl zwischen Beats-Audiotechnik an und Beats-Audiotechnik aus.

HTC Sync bald auch für Mac

An Musik-Wiedergabe-Formaten unterstützt das HTC Sensation XE wie sein Vorgänger die Formate AAC, AMR, OGG, M4A, MID, MP3, WAV, WMA. Musik gelangt auf das Smartphone dabei auf vielfache Weise: Das HTC Sensation XE kann beispielsweise wie ein USB-Stick mit dem Rechner verbunden werden und der Nutzer spielt die Tracks über den Windows Explorer ein.

Playlisten aus iTunes oder dem Windows Media Player kann der Nutzer aber auch über HTC Sync übertragen. Die Freeware gibt es bislang allerdings nur für Windows-Rechner, eine Mac-Version soll erst noch folgen. Eine Alternative für Mac-Nutzer ist das kostenlose Programm Double Twist aus dem Android Market.

Übertaktetes Sensation

Das HTC Sensation XE unterscheidet sich aber nicht nur in Sachen Klang vom ursprünglichen Modell: Der Hersteller hat auch Hand an die Hardware gelegt. Der Prozessor taktet nun mit 1,5 statt mit 1,2 Gigahertz. Der Geschwindigkeitsschub macht sich im Alltag vielleicht nicht mehr spürbar bemerkbar, in den Benchmarks aber schon. Allerdings muss auch gesagt sein, dass das Sensation XE in seinen Benchmark-Ergebnissen stark schwankte. Lediglich beim Sunspider-Benchmark war das HTC Sensation XE mit 3.386,2 Millisekunden und 3.576,3 Millisekunden weitestgehend konstant.

HTC Sensation XE

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Das HTC Sensation XE bietet ein 4,3 Zoll großes Display. (Bild: netzwelt)

Rein von den nüchternen Benchmark-Ergebnissen her erscheinen das Samsung Galaxy S2 und das Apple iPhone 4S also einen Tick schneller. Dies kann sich aber schon mit einem Software-Update schnell wieder ändern. Aktuell liegt ein Update vor, das eine entdeckte Sicherheitslücke bei HTC-Handys schließt.

Verbesserte Akku-Leistung

Überarbeitet hat HTC nicht nur den Prozessor, sondern auch den Akku. Das Sensation XE hat nun eine Akku-Kapazität von 1.730 Milliamperestunden, das ursprüngliche HTC Sensation hingegen nur eine von 1.520 Milliamperestunden. Die maximale Gesprächszeit verbessert sich damit laut Hersteller von 8,25 auf 9,16 Stunden. Im Alltagsgebrauch dürfte sich aber auch diese Verbesserung nicht großartig bemerkbar machen. Länger als maximal anderthalb bis zwei Tage bei geringer Nutzung hält auch das HTC Sensation XE ohne Stromzufuhr nicht durch.

Vierte und letzte Änderung ist das Design: HTC hat das Sensation XE an das Markendesign von Beats angepasst. Auf der Rückseite prangt beispielsweise nicht nur das HTC-Logo, sondern auch das Beats-Logo. Die Sensortasten erstrahlen im schicken Rot. In Kombination mit der hochwertigen Verarbeitung ergibt dies ein sehr stylisches und wertiges Smartphone, das vor allem auch jüngere Leute ansprechen dürfte.

Starke Kamera

Die verbaute 8-Megapixel-Kamera nimmt auch Videos in Full-HD auf. Die Bildqualität ist dabei gut. Die Farben wirken natürlich, ein Bildrauschen war im Test nicht festzustellen. Die Videokamera hatte nur Probleme bei der Aufnahme sich schnell bewegender Objekte.

An die Qualität der Kamera des iPhone 4S reicht die Kamera des HTC Sensation XE aber nicht ganz heran. Ein mit dem HTC Sensation XE gedrehtes Video finden Sie hier, ein damit aufgenommenes Bild finden Sie hier.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von HTC für das Sensation XE lautet 589 Euro, damit liegt der Hersteller zehn Euro unter der UVP des ursprünglichen Modells. Im Netz ist das HTC Sensation XE aber bereits für unter 500 Euro erhältlich.

Subventioniert ist das Smartphone unter anderem bei Base und demnächst auch bei der Deutschen Telekom erhältlich. Inklusive Datenflatrate und Laufzeitvertrag kostet das HTC Sensation XE bei Base 31 Euro pro Monat.

Fazit

Für Musik-Liebhaber ist das HTC Sensation XE auf jeden Fall die richtige Wahl. Die Beats-Klangqualität sucht ihresgleichen und die Kopfhörer sind im Lieferumfang direkt enthalten. Weniger audiophil Veranlagte können aber auch zum Ursprungsmodell HTC Sensation greifen. Weitere Alternativen sind das Apple iPhone 4S und das Samsung Galaxy S2.

Kommentare zu diesem Artikel

HTC zielt mit dem Sensation XE auf audiophile Nutzer. Das Smartphone soll dank Beats-Audiotechnik für ordentlich "Wums" auf den Ohren sorgen. Netzwelt wagte eine Hörprobe und sagt, was das Sensation XE außer fetten Beats noch zu bieten hat.

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  • Swissstrike schrieb Uhr
    AW: Ohrenschmaus: HTC Sensation XE im Test

    Danke für den nützlichen Beitrag ich glaube das HTC werde ich mir heute Abend noch holen

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Ohrenschmaus: HTC Sensation XE im Test
Ohrenschmaus: HTC Sensation XE im Test
Das HTC Sensation XE ist ein Handy für Musik-Liebhaber. Dank Beats-Audiotechnik bietet es hochwertigen Audioklang - aber auch noch mehr.
http://www.netzwelt.de/news/89340-ohrenschmaus-htc-sensation-xe-test.html
2011-11-07 17:19:43
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/skype-kaempft-aktuell-login-problemen-bild-screenshot6138.png
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