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LG A520 im Test: 3D-Notebook mit leichter Spezialbrille
Polarisationstechnik wie im Kino

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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LG stattet sein Flaggschiff-Notebook mit Hardware aus der Spitzengruppe, einem stabilen Metallgehäuse und einem 3D-Bildschirm mit Polarisationstechnik aus. Wie sich das LG A520 in der Praxis schlägt, zeigt der netzwelt-Test.

LG bietet mit dem A520 sein erstes Notebook mit 3D-Bildschirm an. Der Hersteller setzt dabei auf die Polarisationstechnik, die auch im Kino zum Einsatz kommt. In der Konsequenz ergibt sich daraus der Einsatz von leichten und günstigen Polarisationsbrillen statt Shutterbrillen.

Monitor in Standardgröße mit hoher Auflösung und 3D-Bild

Der 15,6 Zoll große Bildschirm des LG A520 verfügt über eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Die spiegelnde Anzeige bietet einen horizontalen Blickwinkel von fast 180 Grad - der vertikale fällt mit rund 90 Grad nur halb so groß aus.

Räumlich wirkende Bilder erzeugt der Bildschirm mithilfe der sogenannten Polarisationstechnik. Ähnlich wie bei einer Wackelpostkarte zeigt der Monitor gleichzeitig zwei Bilder an, die aber durch die zugehörige Spezialbrille immer nur ein Auge sieht. Im Kopf des Betrachters entsteht so ein realistisches 3D-Bild - vorausgesetzt die Position des Displays ist korrekt auf die Augen ausgerichtet.

Im Test lässt sich auf dem Bildschirm des A520 ein guter räumlicher Effekt erkennen, der natürlich auch immer vom Ausgangsmaterial abhängig ist. Objekte im Vordergrund heben sich zum Beispiel deutlich vom Hintergrund ab und wirken anfassbar. Das Bild gewinnt insgesamt an Tiefe und Personen wirken deutlich realer - dies gilt auch für animierte Charaktere. Die Polarisationstechnik strengte die Augen weniger an als die bisher üblichen Shutterbrillen und die Brillen sind auch für Brillenträger angenehmer zu tragen. Die 2D-zu-3D-Umwandlung erwies sich im Test allerdings als noch nicht ganz ausgereift und blieb deutlich hinter echtem 3D-Material zurück.

Core i7, Geforce und Blu-ray 

LG stattet den A520 neben dem 3D-Bildschirm ebenfalls mit Hardware aus der Spitzengruppe aus. So ist Intels Core i7-Prozessor 2820QM mit 2,3 Gigahertz getaktet und als Grafikkarte kommt eine Geforce GT 540M von Nvidia zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher fällt mit acht Gigabyte ausreichend groß aus.

LG A520 im Test

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3D-Notebook mit Polarisationstechnik - Ein günstige und leichte 3D-Brille sowie ein Brillen-Clip gehören zum Lieferumfang.

Das Notebook mit vorinstalliertem Windows 7 Home Premium verfügt darüber hinaus über eine 750 Gigabyte große Festplatte und ein Blu-ray-Laufwerk, das aber auch DVDs und CDs brennt.

Gute Hardware, schwacher Akku und lauter Lüfter

Im Benchmark-Test Cinebench 11.5 erreicht der Core i7-Prozessor 2,85 Punkte und die Geforce-Grafikkarte des LG A520 schafft 16,85 Bilder pro Sekunde. Genug Leistung zum arbeiten, aber auch für Multimedia-Inhalte und Spiele.

Als Schwachstelle erweist sich der Lithium-Ionen-Akku mit sechs Zellen. Trotz einer Kapazität von 5.200 Milliamperestunden liefert er beim Filme schauen nur etwas mehr als zwei Stunden lang Strom. Beim Schreiben von Texten hält die Batterie mit etwas über zweieinhalb Stunden eine gute halbe Stunde länger durch. Reduziert der Nutzer allerdings die Bildschirmhelligkeit und schaltet das WLAN aus, so sollte sich die Akkulaufzeit noch verlängern.

Festplattengeschwindigkeit 750 GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
33,7 MB/sek.89,4 MB/sek.71,3 MB/sek.19,7 ms

Die Festplatte offenbart im Benchmark-Test mit HD Tune typische Übertragungsraten, gruppiert sich allerdings etwas unter dem Durchschnitt mobiler Speicher ein. Grundsätzlich läuft das LG A520 sehr leise, allerdings heulte im Test der Lüfter sogar im Leerlauf immer wieder sehr laut auf. Unter Last wurde dies zu einem Dauerzustand.

Große Tasten mit wenig Zwischenraum

LG hat sich beim A520 für eine vollständige Tastatur inklusive Zahlenblock entschieden. Die einzelnen Tasten fallen vergleichsweise groß aus, liegen dafür aber auch sehr eng zusammen. Sie weisen einen leichten, tiefen Hub auf, den ein klarer Druckpunkt beendet.

Die Handballenablagen des A520 fallen angenehm groß aus, sind jedoch durch das verwendete Metall oft kalt und der Nutzer muss sie erst erwärmen. Das Touchpad positioniert LG nicht mittig, sondern um wenige Zentimeter nach Links versetzt. Es reagiert schon auf leichte Berührungen ohne Verzögerung und der rechte sowie der untere Rand erlauben das horizontale und vertikale Scrollen.

Die zwei Touchpadtasten sind durch ein beleuchtete Linie optisch aber auch fühlbar abgegrenzt. Sie bieten bei einem kurzen Hub knackige Druckpunkte auf der ganzen Breite. Allerdings befindet sich in ihrer Mitte der Fingerabdrucksensor, der stören kann.

Metallgehäuse mit zahlreichen Schnittstellen

Das Metallgehäuse des rund 2,6 Kilogramm schweren LG A520 sieht zwar schick aus und wirkt sehr robust, zieht Fingerabdrücke aber fast magisch an. Die Tastatur gibt auch bei starkem Druck nicht nach.

An den Seiten des Gehäuses hält das A520 zwei USB-Anschlüsse, einen kombinierten USB-eSATA-, einen HDMI-, einen VGA- und einen LAN-Anschluss sowie zwei Audio-Schnittstellen und ein Kartenlesegerät bereit. Drahtlos funkt das Notebook per WLAN oder Bluetooth.

Fazit: Gut, teuer und nicht perfekt

LG bietet mit dem A520 ein Notebook, das über einen guten 3D-Bildschirm verfügt und dessen Technologie keine besonders hohen Ansprüche an Hard- und Software stellt. Die Komponenten des Laptops reichen für Multimedia-Inhalte und Spiele aus. Zum Zocken ist der Rechner aber nichts, da die Bedienung hierfür nicht geeignet ist.

Als Multimedia-Abspiel- und Arbeitsgerät sowie zur Wiedergabe von 3D-Inhalten eignet sich der LG A520 aber gut. Beim Testgerät störte allerdings der laute Lüfter den guten Gesamteindruck. Bleibt zu hoffen, dass er nicht bei allen Geräten der Serie so viel Lärm verursacht.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das LG A520 liegt bei 1.499 Euro, wobei sich derzeit nur wenige Online-Händler an diese Vorgabe halten, die meisten verlangen mehr - bis zu 300 Euro.

Auf der Suche nach alternativen Notebooks mit 3D-Bildschirm stößt der Nutzer vor allem auf Gaming-Laptops wie den Asus ROG G74SX oder das Dell Alienware M17xR3, aber auch "normale" Klapprechner wie das Toshiba Qosmio F750 können 3D - und das sogar ohne Brille.

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LG A520 im Test: 3D-Notebook mit leichter Spezialbrille
LG A520 im Test: 3D-Notebook mit leichter Spezialbrille
Für das 3D-Notebook LG A 520 benötigt der Betrachter nur eine leichte und günstige Polarisationsbrille und keine teure Shutterbrille.
http://www.netzwelt.de/news/89336-lg-a520-test-3d-notebook-leichter-spezialbrille.html
2011-11-10 16:49:56
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/auswertung-akamai-zeigt-ipv6-datenverkehr-sehr-genau--bild-akamai6177.jpg
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