75 Radiostationen beteiligt

Radio hilft: Bundesweiter Aktionstag gegen Cybermobbing

Die Radiozentrale - ein Zusammenschluss von privaten und öffentlich-rechtlichen Radiosendern - startet heute, 7. November, einen Aktionstag gegen Cybermobbing. Unter dem Motto "Radio hilft! Gegen Gewalt im Netz" füllen diverse Radiosender ihr Programm mit entsprechenden Themenschwerpunkten.

Die Aktion "Radio hilft!" will die Öffentlichkeit für das Thema Cybermobbing sensibilisieren. (Bild: Screenshot)
Die Aktion "Radio hilft!" will die Öffentlichkeit für das Thema Cybermobbing sensibilisieren. (Bild: Screenshot)
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Jeder dritte Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren in Deutschland soll bereits Opfer von Cybermobbing geworden sein. Dies belegt eine Studie der Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen (FORSA), die im Auftrag der Techniker Krankenkasse im Frühjahr dieses Jahres durchgeführt wurde. Innerhalb der Untersuchung wurden 1.000 Schüler an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie an Gymnasien in Telefoninterviews befragt.

Wut und Verzweiflung

88 Prozent der Befragten gaben an, in einem Sozialen Netzwerk aktiv zu sein. Die meisten Opfer wurden auf Facebook und Co. offenbar beleidigt oder bedroht. Ähnlich häufig gaben die Betroffenen üble Nachrede als Form des Mobbings an. Als Folge der negativen Erfahrungen im Web seien 66 Prozent der befragten Opfer vor allem wütend. 21 Prozent gaben zudem an, verzweifelt zu sein, und 20 Prozent fühlen sich sogar komplett hilflos.

Diese Entwicklung nimmt die Radiozentrale zum Anlass für ihren Aktionstag, an dem insgesamt 75 private Radiostationen und drei Bürgerradios teilnehmen. In den heutigen Programmen kommen psychologische Experten genauso zu Wort wie Anwälte, die sich auf Rechtsfragen bezüglich des Internets spezialisiert haben. Außerdem unterstützen bekannte Musikgruppen wie Revolverheld und Wir sind Helden den Aktionstag und berichten über ihre eigenen Erfahrungen mit Cybermobbing.

"Den Opfern eine Stimme geben"

Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, betont: "Wir wollen der Sprachlosigkeit der Mobbing-Opfer eine Stimme geben und Eltern, Lehrer, Freunde und auch Großeltern der jungen Onliner mit den Mechanismen und Anzeichen von Mobbing vertraut machen und damit weiteren Attacken vorbeugen." Folgen Sie dem Link auf der rechten Seite, um zu dem Internetauftritt der Aktion zu gelangen.

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