Erster Virenscanner aus Russland
Im Kurztest: Dr. Web Antivirus 7.0 für Windows
Kaspersky ist der bekannteste russische Spezialist für IT-Sicherheit, daneben gibt es aber noch eine ganze Reihe weiterer Anbieter - zum Beispiel Doctor Web. Das Unternehmen entwickelt bereits seit dem Jahr 1992 einen eigenen Virenscanner und ist hierzulande vor allem für den kostenlosen "Link Checker" bekannt.

Inhaltsverzeichnis
- 1Anforderungen
- 2Die Grundlagen
- 3Datei bereinigen
- 4Fazit
Die russische IT-Branche entwickelt sich prächtig - vor allem in einigen Spezialgebieten, zu denen auch die IT-Sicherheit zählt. Obwohl Kaspersky heute viel bekannter als der Konkurrent Doctor Web ist, stammt das erste russische Virenschutzprogramm von letzterem Unternehmen. Es wird bis heute weiterentwickelt.
Anforderungen
Dr. Web Antivirus liegt aktuell in Version 7.0 vor, die erst Ende Oktober 2011 freigegeben wurde. Zwar ist das Programm primär auf Windows-PCs ausgerichtet, die traditionell stärker mit Malware zu kämpfen haben, wird aber genauso für Linux und Mac OS X angeboten. Die Systemanforderungen von Dr. Web Antivirus 7.0 sind erstaunlich gering: So kann der Nutzer das Programm sogar noch auf Windows 2000 installieren, Windows 7 sowie Vista und XP werden natürlich ebenso unterstützt. Auf dem Macintosh muss Mac OS X 10.4 oder neuer laufen. Linux lässt sich derzeit nur in der Kernel-Version 2.6 (noch nicht mit 3.0) verwenden.

Die Grundlagen
Leider ist Dr. Web Antivirus 7.0 nicht kostenlos, aber auch nicht teuer: Der Lizenzpreis für einen PC beginnt bei 26 Euro, für einen 2-Jahres-Vertrag gibt es 20 Prozent Rabatt (entspricht 41,60 Euro). Nutzer können maximal fünf Lizenzen des Programms gleichzeitig erwerben. Die Installation ist einfach und bedarf keiner weiteren Erklärung, nur eines gilt es zu beachten: Nutzer sollten unbedingt alle anderen Virenscanner entfernen, bevor Dr. Web aufgespielt wird. Auf Wunsch kann neben dem reinen Antivirus-Modul auch eine Firewall installiert werden, welche die Windows Firewall ersetzt und mehr Konfigurationsmöglichkeiten bietet.
Nach der erfolgreichen Installation erfolgt eine kurze Überprüfung des PCs. Nach einem Neustart schützt Dr. Web den Rechner automatisch, da alle geöffneten Dateien automatisch auf Schädlinge kontrolliert werden - der Hersteller nennt diese Funktion "SpIDer Guard". Auf Wunsch kann mit Hilfe der Scanner-Anwendung das gesamte System überprüft werden, einschließlich der Wechsellaufwerke. Auch ein einzelnes Verzeichnis können Nutzer nach Viren, Trojanern und anderer Malware durchsuchen lassen. Mit einem speziellen E-Mail-Modus, gennant "SpIDer Mail", werden eingehende Nachrichten aller wichtigen E-Mail-Programme überprüft.
Datei bereinigen
Eine zentrale Steuerungskonsole fehlt dem Programm, die Einstellungen für jeden Programmmodus werden über das Symbol in der Tray-Leiste aufgerufen. Dr. Web Antivirus zeichnete sich im netzwelt-Test durch eine sehr hohe Geschwindigkeit aus, der Virenscanner konnte auch mehrere Gigabyte große Speicher ein wenig schneller durchsuchen als vergleichbare Lösungen von BullGuard oder Avira. Außerdem soll Antivirus 7.0 laut Hersteller führend bei der Bereinigung infizierter Dokumente sein, sodass diese nicht komplett gelöscht werden müssen und der Inhalt (soweit möglich) in Word, Excel und Co. noch verwendet werden kann.

Fazit
Dr. Web Antivirus ist ein solides Programm, das durch sein minimalistisches Auftreten und gleichzeitig eine exzellente Erkennungsleistung überzeugen konnte. Für alle Besitzer einer gültigen Lizenz bietet Dr. Web die Mobile Security Suite kostenlos an, um auch mobile Geräte mit Symbian oder Android zu schützen.

Danke für den expliziten Hinweis, andere Virenscanner zu entfernen! Bei Windows Vista und Windows 7 gilt das übrigens auch für den Windows Defender. Diesen sollte man vor der Installation von Dr.Web im...