Bookmarklet, iPhone-App und Kindle-Unterstützung
Leseliste: Instapaper merkt sich Webseiten
Apple hat seinem Browser kürzlich eine Leseliste spendiert, die allerdings auf Safari beschränkt ist. Wer eine Liste mit ungelesenen Webinhalten über Systemgrenzen hinweg pflegen möchte, kann das mit der Freeware Instapaper spielend leicht erledigen. Netzwelt stellt das beliebte Programm für Offline-Lesezeichen vor.

Inhaltsverzeichnis
- 1Anmeldung
- 2Bookmarklet
- 3App und Kindle
- 4Fazit
Jeder moderne Browser besitzt eine Funktion, um wichtige Webseiten als Lesezeichen zu speichern. Dabei ist die Möglichkeit, Inhalte für den späteren Zugriff im Offline-Modus abzulegen, leider sehr selten und klappt nicht über Systemgrenzen hinweg. Instapaper löst diese Problem und ist obendrein kostenlos.
Anmeldung
Die Entwicklung von Instapaper hat bereits 2008 begonnen. Hinter dem Projekt steckt der Entwickler Marco Arment, der zuvor für die Microblogging-Plattform Tumblr gearbeitet hat. Bevor Nutzer Instapaper verwenden können, müssen sie sich zunächst ein eigenes Konto anlegen. Die Registrierung ist zum Glück sehr einfach: Nach Eingabe der E-Mail-Adresse und eines Kennworts kann es sofort losgehen, auf eine Bestätigungsmail verzichtet Instapaper - wer anonym bleiben möchte, kann also auch eine Dummy-Adresse hinterlegen.

Bookmarklet
Der persönliche Bereich auf der Instapaper-Webseite ist sehr schlicht gestaltet und untergliedert sich in die Bereiche Browse, Unread, Liked und Archive. In ersterem werden spannende Inhalte vorgeschlagen, die andere Personen häufig gespeichert haben oder von den Betreibern empfohlen werden. Die anderen Reiter sind weitgehend selbsterklärend. Um eine beliebige Webseite bei Instapaper abzulegen, bietet die Plattform ein sogenanntes Bookmarklet an: Dieses müssen Nutzer auf die Lesezeichen-Symbolleiste ihres Browsers ziehen, um es zu installieren. Danach können Seiten mit einem einfachen Klick später gelesen werden.
Das Instapaper-Bookmarklet funktioniert zwar weitgehend unabhängig vom eingesetzten Browser, setzt aber die Aktivierung von JavaScript voraus. Wer dynamische Inhalte nicht zulassen will oder sich nur nach etwas mehr Komfort sehnt, kann eines der unzähligen Browser-Plugins installieren: Unter Firefox ist Instaright eine gute Wahl, in der Safari Extenstion Gallery gibt es unter anderem InstapaperIt und Instapaper Beyond.
App und Kindle
Apropos Safari: Natürlich gibt es auch diverse Apps für mobile Endgeräte, die unter Apple iOS oder Android laufen. Alle Besitzer eines iPhone oder iPad kommen sogar in den Genuss einer offiziellen Instapaper-App: Sie kostet 3,99 Euro, unterstützt dafür aber einige erweiterte Funktionen der Plattform wie zum Beispiel den Offline-Zugriff auf ein Lesezeichen. Außerdem ist es direkt aus der Instapaper-App heraus möglich, Begriffe im Wörterbuch oder der Wikipedia nachzuschlagen. Hunderte andere Apps besitzen auch eine Schnittstelle zu Instapaper - zum Beispiel Twitter, StumbleUpon, Seesmic, Hootsuite, Flipboard und NetNewsWire.
Selbst den eBook-Reader Amazon Kindle unterstützt Instapaper: Die Plattform kann Dateien erzeugen, die auf dem Kindle, Kindle Touch und Kindle Touch 3G problemlos wiedergegeben werden können, was äußerst praktisch für längere Texte ist. Mit dem neuen Kindle Fire funktioniert Instapaper allerdings im Moment leider noch nicht.

Fazit
Instapaper ist eine praktische Möglichkeit, Webseiten zu speichern, um sie später in Ruhe lesen zu können. Die Integration in alle wichtigen Browser, die praktische iPhone-App sowie die Kindle-Unterstützung machen es möglich, den Dienst weitgehend unabhängig vom gewählten Endgerät zu nutzen. Obwohl Instapaper im Moment nur in Englisch erhältlich ist, ist es für deutschsprachige Nutzer trotzdem eine gute Wahl.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu App hier.
