Unterstützt durch Kinect

Microsoft: Augmented Projectors verwischen Grenze zur Virtualität

Ein neu veröffentlichtes Projekt von Microsoft Research zeigt eine weitere Einsatzmöglichkeit von Projektoren und der Kinect-Technologie. In dem Projekt des Forscherteams aus Cambridge wird ein Raum nicht nur durch digitale Grafiken erweitert, sondern ebenso werden auch reale Objekte in den virtuellen Raum kopiert.

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Mit den "Augmented Projectors" können Nutzer virtuelle Zeichnungen in einem Raum vornehmen. (Bild: Screenshot)
Mit den "Augmented Projectors" können Nutzer virtuelle Zeichnungen in einem Raum vornehmen. (Bild: Screenshot)
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Wie auf den Webseiten von Microsoft Research zu lesen ist, entwickelten die Forscher um Steve Hodges dafür "Augmented Projectors". Diese ermöglichen es nicht nur, digitale Bilder in einen realen Raum zu werfen, sondern können gleichzeitig den Raum verstehen, in dem sie verwendet werden. Dieses Verständnis soll dabei über das von räumlicher und geometrischer Vorstellung hinausgehen und dem Nutzer so ermöglichen, virtuelle Darstellungen aktiv in den Raum zu zeichnen.

Reale Objekte virtuell manipulieren

Der "Room Projector" ist mit speziellen Sensoren und einer Kamera ausgestattet und wird von vier Kinect-Sensoren unterstützt, die den Raum und den Projektor erfassen. Dadurch ist es möglich, virtuelle Objekte in das 3D-Modell - erstellt von den vier Kinect-Sensoren - zu integrieren und diese durch den Projektor in den realen Raum zu projizieren. Genauso werden Zeichnungen im echten Raum parallel in das dreidimensionale Modell übertragen.

Mithilfe dieser Technik kann der Nutzer an jeder beliebigen Oberfläche oder auch in die Luft zeichnen. Auch dies wird im virtuellen Modell des Raumes aufgenommen. Zusätzlich ist es den Forschern zufolge möglich, mit den virtuellen Objekten zu interagieren.

Der "SLAM Projector"

Ein weiterers Projekt der Forscher ist der "SLAM Projector", der die bereits erwähnte Technik zusätzlich mit einer Inertial Measurement Unit (IMU) kombiniert. Dies ermöglicht es, mit realen wie virtuellen Objekten im 3D-Modell zu interagieren. So kann beispielsweise ein reales Objekt in den virtuellen Raum kopiert und an einen anderen Ort gesetzt oder durch die Berührung eines echten Objekts eine virtuelle Reaktion hervorgerufen werden.  

Im Test ist zu sehen, dass der Anwender vor dem Projektor ein reales Buch berührt und daraufhin virtuelle Bälle aus diesem sprudeln. Diese kann der Nutzer anschließend wiederum in einen realen Mülleimer schieben. Microsoft hat bereits mehrere Projekte vorgestellt, die die Xbox 360-Bewegungssteuerung Kinect einbinden. Außerdem will das Unternehmen künftig auch den kommerziellen Einsatz der Technik außerhalb der Welt der Konsolen fördern.

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