Bots erstellen Nutzerprofile

Facebook: Mein Freund, der Roboter

In einem Experiment haben Wissenschaftler der kanadischen Universität British Columbia in Vancouver bewiesen, dass es mithilfe von Bots möglich ist, Facebook zu infiltrieren und auf diese Weise Daten von Tausenden von Nutzern zu klauen.

Die Bots der Wissenschaftler schafften es ohne große Schwierigkeiten Accounts zu erstellen und Freunde zu finden. (Bild: UBC, via TechCrunch)
Die Bots der Wissenschaftler schafften es ohne große Schwierigkeiten, Accounts zu erstellen und Freunde zu finden. (Bild: UBC, via TechCrunch)
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In dem Experiment zogen die sogenannten Socialbots Profildaten wie Namen, Bilder und Statusmeldungen aus dem Internet und erstellten damit 102 glaubhafte Accounts. Da es wahrscheinlicher ist, dass Freundschaftseinladung von unbekannten Personen angenommen werden, wenn der Fragende attraktiv ist, wurden Bilder mit den höchsten Bewertungen von der Webseite "Hot or Not" gezogen und als Profilbild verwendet. Im nächsten Schritt sendeten die Programme Freundschaftsanfragen an per Zufall ausgewählte Personen. Wie auf dem IT-Blog TechCrunch zu lesen ist, waren vermutlich 3.000 Facebook-Anwender ohne es zu wissen Teil dieses Experiments.

Mein Freund, der Roboter

Nur 20 Prozent der Freundschaftsanfragen dieser ersten Runde wurden von den Facebook-Nutzern bestätigt. Die Freundschaftsanfragen an die Freunde der ersten Freunde hatte jedoch bereits eine Erfolgsrate von 60 Prozent. Durchschnittlich erreichte jeder Bot auf dem Sozialen Netzwerk eine Anzahl von 20 Freunden, manche schlossen virtuelle Bekanntschaften mit bis zu 90 Personen.

Wie der IT-Blog TechCrunch berichtet, gelang es dem Sicherheitssystem von Facebook nur in einem von fünf Fällen den Bot als solchen zu erkennen. Das System wurde dadurch ausgetrickst, dass die Anzahl der Statusmeldungen, die die Bots veröffentlichten, begrenzt wurde und auch das Herausschicken von Freundschaftsanfragen limitiert war. Insgesamt gelang es den Forschern so 250 Gigabyte an persönlichen Informationen der betroffenen Nutzer zu entwenden. Nach dem Ende des Experiments sollen diese jedoch wieder gelöscht worden sein.

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