RSS-Reader wird mit Google+ zusammengeführt

Google Reader: Neue Oberfläche verärgert Nutzer

Aufgrund der zunehmenden Popularität sozialer Netzwerke geht die Bedeutung sogenannter (RSS-)Feeds stark zurück, doch Google pflegt seine Reader-Anwendung trotzdem weiter. Nun hat der Suchkonzern sogar ein großes Update freigegeben, das eine neue Oberfläche einführt - und auf geteilte Reaktionen stößt.

Mit dem neuen Reader macht sich Google nicht nur Freunde. (Bild: Netzwelt)
Mit dem neuen Reader macht sich Google nicht nur Freunde. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Google Reader
  2. 2Neues Design
  3. 3Netzwerken
  4. 4Fazit

Google Reader

Zu den wenigen Ausnahmen, die neben der eigentlichen Websuche schon sehr lange verfügbar sind, zählt Google Reader: Die Anwendung bietet Nutzern die Möglichkeit, Nachrichten ihrer Lieblingsmedien auf einer zentralen Plattform zu sammeln. Dazu dienen sogenannte "Feeds" im RSS- oder Atom-Format, wie sie auch netzwelt anbietet. Feeds sind ein praktisches Werkzeug, um mit einem entsprechenden Leseprogramm in sehr kurzer Zeit einen Überblick über Dutzende Seiten zu erhalten, ohne diese umständlich im Browser besuchen zu müssen. Außerdem werden neue Meldungen klar von bereits gelesenem Inhalt getrennt.

Google Reader sieht nun aus wie viele andere Google-Anwendungen. (Bild: Netzwelt)
Google Reader sieht nun aus wie viele andere Google-Anwendungen. (Bild: netzwelt)
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Neues Design

Google hatte bereits am 20. Oktober angekündigt, demnächst ein größeres Update für Reader zu aktivieren. Am ersten November war es dann soweit: Google Reader wurde eine runderneuerte Oberfläche spendiert, die sich am Aussehen anderer Google-Dienste orientiert und vor allem eine bessere Übersicht bringen soll. In der Tat wirkt Google Reader nun erheblich aufgeräumter, die Aufteilung der Seitenleiste in drei Abschnitte für Artikel, Empfehlungen und Abonnements wird nun klarer hervorgehoben. Mehr Elemente als bisher basieren auf Ajax-Technologien, sodass sich Reader mit modernen Browsern flüssig bedienen lässt.

Netzwerken

Allerdings irritiert Google Reader auch einige Nutzer: Zu Beginn meldet der Dienst, es gebe nicht genügend Inhalte in deutscher Sprache, um Empfehlungen anhand persönlicher Interessen herauszufinden. Immerhin können sich Nutzer englische Inhalte aber übersetzen lassen. Wirklich gravierend sind die Veränderungen durch das jüngste Update: So wurden alle Funktionen in Google Reader gestrichen, mit denen Nutzer einen Artikel mit Familie und Freunden teilen konnten - stattdessen übernimmt nun das soziale Netzwerk Google+ diese Funktion.

Aus der Perspektive des Suchkonzerns ist das konsequent, da Reader und Google+ im Bereich des "Social Sharing" ähnliche Funktionen aufzuweisen hatten. Einige Nutzer fühlen sich durch diese Änderung aber gegängelt, da sie den Reader ohne Plus-Konto nicht mehr vernünftig nutzen können.

Die Netzwerk-Funktionen wurden an Google+ ausgelagert. (Bild: Netzwelt)
Die Netzwerk-Funktionen wurden an Google+ ausgelagert. (Bild: netzwelt)

Fazit

Google tut sich mit der jüngsten Aktualisierung für Reader keinen Gefallen, da die Nutzer indirekt zu Google+ gezwungen werden - und das kommt naturgemäß schlecht an. Trotzdem kann man der Aktualisierung auch positive Seiten abgewinnen, da die neue Oberfläche deutlich mehr Spaß macht als das alte Design.

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