Einfache Dateiübertragung zwischen zwei Rechnern
Opera Unite: P2P-Apps für den Browser
Opera Unite ist eine Erweiterung des gleichnamigen Browsers aus Norwegen, mit deren Hilfe Anwender eine Datei ohne separaten Server oder eine Online-Festplatte direkt austauschen können. Dabei kommt eine Art Peer-to-Peer-Technologie zum Einsatz, wie sie Nutzer sonst vielleicht nur von Tauschbörsen kennen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Opera-Konto
- 2Programme
- 3Sicherheit
- 4Fazit
Microsoft beherrscht mit dem Internet Explorer immer noch den Browser-Markt, nach dem rasanten Aufstieg des Firefox stockt dessen Verbreitung in den letzten Monaten etwas. Abseits der großen Browser existieren eine ganze Reihe alternativer Browser. Einer von ihnen ist Opera, der durch seine Erweiterbarkeit glänzt.
Opera-Konto
Eine dieser Erweiterungen, die Opera selbst für seinen Browser entwickelt, trägt den Namen "Opera Unite". Die Idee dahinter ist eigentlich sehr einfach: Zwei Rechner, die über einen schnellen Netzzugang verfügen, können sich mithilfe von Opera Unite direkt verbinden, wie man es bereits von Peer-to-Peer-Anwendungen kennt. Sobald die Verbindung hergestellt ist, können die Anwender beliebige Dokumente mit Freunden und Familie austauschen, ohne sie vorher umständlich auf eine Online-Festplatte hochladen zu müssen.
Opera Unite ist Bestandteil jeder Desktop-Version des Browsers in Version 10.10 oder neuer, unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem. Um die entsprechende Funktion zu aktivieren, kann der Benutzer entweder im Menü den passenden Punkt suchen oder links unten in der Statuszeile auf das Unite-Symbol klicken. Leider erfordert Opera Unite zwingend eine Registrierung beim Hersteller, bevor die erstmalige Nutzung ermöglicht wird. Die Erstellung eines Opera-Kontos ist kostenlos und setzt lediglich eine E-Mail-Adresse voraus.

Programme
Sobald die Einrichtung von Opera Unite erfolgreich abgeschlossen ist, wechselt das Unite-Symbol zur Farbe Grün. Im Regelfall sollte bei der ersten Anmeldung sofort das sogenannte Unite Panel erscheinen, mit dem der Dienst gesteuert und überwacht wird. Auf der Startseite kann der Nutzer sehen, welche Programme von Freunden genutzt werden, oder Mitteilungen für alle Welt freigeben. Anfänglich ist es etwas verwirrend, dass Opera Unite die Sharing-Funktion nicht selbst bereitstellt, sondern diese mit Hilfe von Apps realisiert.
Alle verfügbaren Miniprogramme sind kostenlos erhältlich, die wichtigsten Apps werden bereits direkt mit dem Opera-Browser ausgeliefert: Neben einem vollwertigen Webserver enthält Opera Unite einen Medienspieler, eine Instant-Messaging-Software zur schnellen Kommunikation im Unite-Netzwerk sowie eine Lösung zur Bereitstellung von Fotos. Hinter "Fridge" verbirgt sich ein unterhaltsames Notizprogramm. Apps können - wie man es von einem Smartphones kennt - beliebig installiert und wieder gelöscht werden.
Sicherheit
Opera Unite muss nicht immer dazu genutzt werden, Dateien mit dritten Personen zu teilen. Der Nutzer kann die Funktion auch nur für sich selbst verwenden, wenn er regelmäßig an mehreren Rechnern arbeitet. So ermöglicht es der Musik-Player, aus Opera am Arbeitsplatz auf die Musik des PCs zu Hause zuzugreifen, ohne alle Lieder zwischen beiden Systemen synchronisieren zu müssen. Im Unite Panel zeigt Opera zu jeder App den zugehörigen Hyperlink an, der sich zum Beispiel per E-Mail weitergeben lässt, um Freunden den Zugriff auf die jeweiligen Dateien der Unite-Anwendung zu ermöglichen. Ohne den Link sind die bereitgestellten Daten nicht sichtbar, er fungiert also praktisch als Kennwort - Nutzer sollten entsprechend sorgsam damit umgehen.

Fazit
Die meisten Apps bieten darüber hinaus natürlich die Möglichkeit, ein richtiges Kennwort für Opera Unite zu vergeben. Die Erweiterung für den Browser ist eine tolle Möglichkeit, Dateien über ein öffentliches Netzwerk zu übertragen, ohne sich einem anderen Dienstleister anvertrauen zu müssen. Da Opera Unite unter Linux, Windows und Mac OS X läuft, eignet es sich perfekt für plattformübergreifende Datentransfers.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu App hier.
