Die "alte" Darstellung nachrüsten
Classic Shell: Das XP-Startmenü für Windows 7
Anwender können mit dem kostenlosen Programm Classic Shell das bekannte Startmenü aus Windows XP unter Windows 7 verwenden, ohne dadurch komplett auf die Aqua-Optik verzichten zu müssen. Zusätzlich bietet die Anwendung die Möglichkeit, das Startmenü stärker an die eigenen Wünsche anzupassen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Konfiguration
- 2Einstellungen
- 3Optionen
- 4Fazit
Anwendungen aus dem Open-Source-Umfeld kennen die Nutzer meistens nur in Form des Betriebssystems Linux oder des Büropakets LibreOffice. Aber auch in anderen Bereichen hat sich Software, deren Quellen für jedermann frei zugänglich sind, erfolgreich etabliert - insbesondere in der Kategorie Hilfsprogramme.
Konfiguration
Classic Shell liegt aktuell in Version 3.2.0 vor. Das Programm setzt entweder Windows Vista, Windows 7, Windows Server 2008 oder 2008 R2 voraus. Classic Shell macht keinen Unterschied, ob die 32- oder 64-Bit-Variante der genannten Betriebssysteme zum Einsatz kommt. Neben einer englischen Fassung gibt es Sprachdateien für Bulgarisch, Russisch und Deutsch. Hiesige Nutzer müssen sich damit abfinden, dass die Übersetzung nicht ganz vollständig ist, was in der Praxis aber nur wenig stört. Im Setup-Assistenten kann der Nutzer zwischen drei Modulen (IE9, Startmenü und Explorer) wählen.

Einstellungen
Classic Shell 3.2 belegt auf der Festplatte nur wenige Megabyte Speicherplatz und lässt sich ohne Neustart sofort einsetzen. Nach der Installation fördert ein Klick auf das Windows-Symbol nicht mehr das aufwendige Windows 7-Startmenü zu Tage, sondern die klassische XP-Darstellung. Die Optik hat einen enormen Vorteil: Programme können wieder durch Drag-and-Drop bewegt werden, um zum Beispiel ähnliche Programme zu gruppieren. Auch wenn Classic Shell aktiv ist, müssen Nutzer aber nicht komplett auf die modernere Darstellung verzichten: Klickt der Nutzer mit gedrückter Umschalttaste, erscheint wieder das Startmenü von Windows 7. Über dem entsprechenden Punkt im Kontextmenü können Nutzer das Programm manuell beenden.
Optionen
Im Kontextmenü gibt es auch einen Punkt, der zu weiteren Optionen führt: Im Dialogfenster kann der Nutzer zum Beispiel einstellen, dass standardmäßig das Windows 7-Startmenü geöffnet wird und die klassische Optik mit der Umschalttaste verbunden wird. Auf Wunsch lassen sich einige Einträge des Startmenüs, etwa das Symbol für Systemsteuerung oder zuletzt benutzte Dokumente, deaktivieren. Classic Shell 3.2 verändert - sofern das entsprechende Modul installiert wurde - neben dem Startmenü auch den Internet Explorer, was dem Nutzer zum Beispiel die Sicherheitsstufe und eine Ladestandsanzeige in der Statuszeile bringt.

Fazit
Classic Shell 3.2 ist ein nützliches Programm, mit dessen Hilfe das altbekannte Startmenü von Windows XP wieder zum Leben erweckt wird, ohne die Windows 7-Optik gänzlich aufzugeben. Im netzwelt-Test hat sich die Open-Source-Anwendung keinerlei Schwächen geleistet. Einzig die nicht ganz vollständige Übersetzung ist ein kleiner Makel, der im täglichen Betrieb aber nicht weiter auffällt.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu System-Optik hier.
